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Der Vater der Lüge

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 10. März 2019 (Lk 4,1-13)
 

10.03.2019
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 10. März 2019 (Lk 4,1-13)
© wikipedia
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 10. März 2019 (Lk 4,1-13)

Vor kurzem wurde ich von einem Journalisten gefragt, ob ich denn glaube, dass es den Teufel gibt. Er war recht überrascht, als ich das bejahte. Ja, leider gibt es ihn, den Teufel, den Versucher. Von ihm ist heute die Rede, von seinem Versuch, Jesus Fallen zu stellen, ihn zu Fall zu bringen. Heute, am ersten Fastensonntag, wird immer gelesen, was die Evangelien über die Versuchung Jesu in der Wüste sagen, wie der Teufel Jesus verführen wollte, sich von Gott loszusagen und ihn, den Teufel, anzubeten.

 

Ich erinnere mich noch gut an meine Studentenzeit, als es Mode wurde, alle diese Geschichten vom Teufel als Erfindungen hinzustellen. „Abschied vom Teufel“ war damals ein Buch eines Bibelwissenschaftlers, das viel gelesen wurde. Man müsse das alles symbolisch verstehen. Es gehe in der Rede vom Teufel einfach darum, das Böse, das es ja wirklich gibt, bildlich darzustellen. Im Menschen gibt es die Neigung zum Bösen. Die Versuchungen, die jeder Mensch erlebt, seien nichts anderes, als dass wir immer in Gefahr sind, unseren schlechten Neigungen nachzugeben. Jesus habe diese Versuchungen auch gekannt. Er war ja ein Mensch und musste gegen die Versuchungen kämpfen. Aber er hat in diesem Kampf gesiegt. Dazu, so wurde gesagt, brauche es nicht die Annahme, dass es einen Teufel gibt. Die drei Versuchungen, denen Jesus ausgesetzt war, sind sie nicht Gefahren, die jedem Menschen drohen? Und kommen die Versuchungen nicht einfach aus den urmenschlichen Bedürfnissen, die Jesus als Mensch mit uns geteilt hat?

 

Da ist zuerst die Versuchung, die aus dem Hunger kommt. Nach einem so strengen Fasten von vierzig Tagen hungert Jesus. Wer wäre da nicht versucht, alles zu tun, um zu essen zu bekommen? Und die zweite Versuchung, ist sie nicht jedem von uns bekannt? Es ist die Versuchung der Macht. Wer ihr erliegt, wird wie berauscht von der Macht, bis sie ihn schließlich völlig beherrscht. Die dritte Versuchung ist die des Erfolges. Auf Erfolg können wir süchtig werden. Er ist wie eine Droge. So haben manche Gelehrte versucht, den Teufel „wegzuerklären“ und aus ihm ein Symbol für den Kampf zu machen, den jeder Mensch mit bösen Neigungen zu bestehen hat.

Und dennoch glaube ich, dass es den Teufel gibt, und dass er Jesus tatsächlich versucht hat, und dass es auch in unserem Leben nicht nur die Versuchungen, sondern den Versucher gibt. Wie geht er vor? Wie versucht er den Menschen? Wie hat er Jesus versucht?

 

Zuerst fällt auf, dass der Versucher sehr fromm daherkommt. „Wenn du Gottes Sohn bist…“ Er zitiert sogar Bibelsprüche. Das ist typisch für Versuchungen. Sie kommen immer unter dem Vorwand des Guten. Sie verlocken mit Versprechen, die sie freilich nicht einhalten können. Die Versuchung, ein Glas zu viel zu trinken, kommt meistens mit dem Argument: Ein Gläschen darfst du dir schon noch gönnen! Jesus hat den Teufel den „Vater der Lüge“ genannt. Denn hinter jeder Versuchung steckt eine Täuschung, ein falsches Versprechen. Daher ist es so wichtig zu unterscheiden: Was ist wirklich gut, und was sieht nur so aus, ist aber ein Schaden? Die klaren Antworten, die Jesus dem Teufel gibt, sind eine echte Hilfe, Versuchungen zu erkennen und nicht auf sie hereinzufallen.

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