Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT
Hauptmenü:

  • YouTube
  • twitter
  • facebook
  • Instagram
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Home
  • Curriculum Vitae
  • 30 Jahre Erzbischof
    • Erzählen
    • Fotos
    • Lesen
  • Archiv
    • Stellungnahmen
    • Ansprachen
    • Briefe und Impulse
    • Chronik
  • KONTAKT

Hauptmenü:

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:

Unbegreiflich und doch so nahe

Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 16. Juni 2019 (Joh 16, 12–15)

15.06.2019
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 16. Juni 2019 (Joh 16, 12–15)
© kathbild.at/Rupprecht
Gedanken von Kardinal Christoph Schönborn zum Evangelium am Sonntag, 16. Juni 2019 (Joh 16, 12–15)

Beim Requiem für Niki Lauda im Stephansdom – ich konnte nur über die

Medien daran teilnehmen – ist mir etwas aufgefallen, das mich traurig gestimmt

hat. Zahllose Menschen sind an seinem Sarg vorbeigezogen, die meisten mit dem Handy, um schnell ein Foto zu machen. Dazwischen immerhin einige, die einen Augenblick still vor dem Sarg stehengeblieben sind und sich bekreuzigt haben, wohl um für den beliebten Verstorbenen zu beten. Sind wir schon so handysüchtig, dass wir das Einfachste vergessen, verlernt haben?

Das Kreuzzeichen als schlichter Ausdruck des Gebets. So sehen wir Fußballstars,

die sich bekreuzigen, Menschen aller Altersschichten, die im Dom beim Maria-Pocs-Bild eine Kerze anzünden und sich zum Gebet bekreuzigen. Eltern zeigen ihren Kindern, wie sie das Kreuzzeichen machen und welche Worte sie dazu sprechen. Es sind die Worte, mit denen jedes Gebet in der Kirche beginnt: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Unzählige Male habe ich mit diesen Worten die Feier der Messe oder eine andere religiöse Feier begonnen. Weiß ich, was ich da sage? Verstehe ich, was ich da ausspreche? Wie oft habe ich am Schluss der Messe wieder diese Worte gebraucht: „Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist!“ Und dazu habe ich auch die Geste des Kreuzzeichens gemacht. Manchmal frage ich mich: Was denkt sich jemand, der vom Christentum keine Ahnung hat, wenn er diese Worte hört? Den Christen sind sie so vertraut, dass sie für selbstverständlich genommen werden. Denn sie sprechen das Innerste und Wichtigste unseres Glaubens aus, auch wenn wir oft nicht bewusst daran denken. Sie benennen das Geheimnis Gottes, der Einer ist und doch in drei Personen existiert: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Heute ist der „Dreifaltigkeits-Sonntag“, wie immer am Sonntag nach Pfingsten. Ich freue mich jedes Jahr auf diesen Sonntag. Er feiert ausdrücklich, was das Herz des christlichen Glaubens ist: dass Gott kein einsamer Monarch, keine unerreichbar ferne Majestät ist, sondern in sich selbst Gemeinschaft, Austausch, Leben, Liebe, Einladung und Heimat. Ich weiß, die Worte versagen vor dem Geheimnis

Gottes. Deshalb tröstet mich das Wort Jesu im heutigen Evangelium: „Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.“ Wie vieles begreifen wir erst allmählich, und auch dann immer nur stückweise! Wie sollten wir das unfassbare Geheimnis Gottes erfassen können?

Doch Jesus hat eine Hilfe versprochen: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten.“ Jesus spricht vom Heiligen Geist und seinem Wirken. Wir sagen, dass uns „ein Licht aufgeht“, wenn uns etwas einleuchtet. Manchmal geht uns auch über Gott ein Licht auf. Dann ahnen wir etwas mehr von seinem Geheimnis. Dieses Licht ist vor allem Jesus selber. Jesus sagt im heutigen Evangelium vom Heiligen Geist: „Er wird mich verherrlichen.“ Ich verstehe das so: Wenn in einem Menschen eine lebendige Beziehung zu Jesus erwacht, dann ist das das innere Wirken des Heiligen Geistes. Wir werden in diesem Leben Gott nie ganz begreifen. Aber wir dürfen oft seine Nähe spüren. Und dem Gott vertrauen, der Einer ist, Vater, Sohn und Heiliger Geist.

zurück

Sitemapmenü:
  • Social Media
    • Bluesky
    • X (Twitter)
    • Facebook
    • Instagram
  • Home
    • Curriculum Vitae
    • Kolumne
    • Gedanken zum Evangelium
    • Predigten
    • Katechesen
    • Frag den Kardinal
    • Bibliographie
    • Archiv

Erzdiözese Wien

Erzbischöfliches Sekretariat

Wollzeile 2

1010 Wien

Tel.: +43 1 51552 - 3726


Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
nach oben springen