Gestern war der Weltumwelttag. Immer besser wissen wir, wie wir das Klima schützen können. Heute möchte ich über die Digitalisierung nachdenken. Über ihre Folgen für die Umwelt wird wenig berichtet. Was ist der ökologische Fußabdruck einer Google-Suchanfrage? Fest steht: Die Digitalisierung bringt viele Vorteile und Erleichterungen für den Alltag. Ein Leben ohne Handy, ohne soziale Medien, ohne Laptop können sich viele gar nicht mehr vorstellen. Doch was ist der ökologische Preis dafür?
Die Zahlen schockieren: Es braucht ungeheure Mengen an Strom, um all die riesigen Rechenzentren und Datenspeicher weltweit zu betreiben. KI treibt den Bedarf stark in die Höhe. Die Internationale Energieagentur schätzt: In fünf Jahren werden Rechenzentren so viel Strom verbrauchen wie heuer ganz Japan! Wo soll all der Strom herkommen? Aus erneuerbaren Energiequellen? Hinzu kommt: Um die Rechenzentren zu kühlen, bedarf es unvorstellbar großer Mengen an sauberem Trinkwasser. Schon eine einzelne Anfrage an Chat-GPT kostet Trinkwasser. Weltweit ist Wasser knapp und umkämpft. Wie lässt sich der enorme digitale Wasserverbrauch verantworten? Weniger online ist besser fürs Klima!