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Kältekrieg

Antworten von Kardinal Christoph Schönborn in der Tageszeitung HEUTE am 6.2.2026

06.02.2026
© Bild von Игорь auf Pixabay
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Die Kälte dauert bei uns an. Sie ist nicht zu vergleichen mit dem, was die Menschen in der Ukraine zur Zeit erleiden. Kälte ist kein unüberwindliches Problem, wenn man heizen kann. Ein warmes Haus, eine geheizte Wohnung können den Winter zu einer gemütlichen Jahreszeit machen. Auch bei uns sind viel zu viele Menschen darauf angewiesen, bei den Heizkosten zu sparen. Manches lässt sich durch warme Kleidung ausgleichen. Wohlig fühlt man sich dennoch nicht, wenn die Raumtemperaturen allzu niedrig sind. All das ist harmlos im Vergleich zu dem, was die Menschen in der Ukraine derzeit erleiden. Mit unvorstellbarer Rücksichtslosigkeit der Zivilbevölkerung gegenüber bombardiert die russische Armee gezielt die Infrastruktur des Landes. Man versuche sich vorzustellen, wie es den Menschen in den riesigen hohen Wohnblöcken in Kiew geht, wenn jede Möglichkeit zu Heizen ausfällt, bei Temperaturen von minus 20 Grad: die Wasserleitungen frieren ein, keine Wärme aus den Heizkörpern, kein Strom um ein Heizöfchen anzuschalten. Die Zahl der Erfrorenen steigt ständig. Der Krieg zeigt seine grausame Fratze. Wie lange noch? Vier Jahre und immer noch kein Frieden!

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