Heute ist der Welttag des Theaters. So manche Gedanken gehen mir dabei durch den Kopf. Theaterspielen ist eine uralte Leidenschaft, wohl seit es Menschen gibt. Zu Wien gehört auf jeden Fall das Theater. Warum gehen wir gerne ins Theater? Schon Kinder lieben es, sich zu verkleiden, Rollen zu spielen. Das ganze Leben wird dargestellt, Lustiges und Trauriges. Es tut gut, herzlich lachen zu können über eine Komödie. Ich gestehe, dass mir schnell die Tränen kommen, wenn Tragisches auf der Bühne dargestellt wird. Das Theater hält uns oft den Spiegel vor.
Nicht nur auf der Bühne wird Theater gespielt. Das Leben selber ist wie ein großes Schauspiel. Wir haben alle unsere Rolle zu spielen, aus der wir nicht einfach herausschlüpfen können. Vor unseren Augen ereignen sich Dramen, die wir nicht beeinflussen können. Sind wir bloße Zuschauer? Haben wir Mitgefühl? Die große Frage: Wer führt Regie in diesem großen Welttheater? Wie wird es enden? In Katastrophen oder mit happy end? Ich bin fest davon überzeugt, dass es gut ausgeht. Dafür sorgt Gott selber. Der Weg dahin gleicht freilich oft einem großen Drama