Die Künstliche Intelligenz verändert unser Leben. Das hat Papst Leo diese Woche deutlich gemacht. 120 Seiten lang ist sein erstes Lehrschreiben über KI. Warum ist das Thema so wichtig für ihn? Papst Leo vergleicht den Wandel durch KI mit der industriellen Revolution. Damals, im 19. Jahrhundert, entstanden Fabriken. Waren konnten viel schneller und günstiger produziert und weltweit verschickt werden. Davon profitierten vor allem die wenigen Fabrikbesitzer, die immer reicher wurden. Für die unzähligen Arbeiter jedoch verschlechterten sich die Arbeitsbedingungen dramatisch, die Umwelt litt.
Auch die KI bringt Fortschritt und ist ein wertvolles Hilfsmittel. Sie begleitet uns, oft ungefragt, im Alltag, am Handy, in der Arbeitswelt, in der Forschung. Doch wem kommt sie letztlich zugute? Haben auch die Schwachen in unserer Gesellschaft, die Menschen in armen Ländern einen Nutzen von ihr? Oder verdienen daran vor allem wenige Superreiche und Tech-Konzerne? Wer beschränkt die enorme Macht derer, die die KI steuern? Wer denkt an den riesigen Ressourcen-Verbrauch der KI? Es braucht klare Spielregeln, damit die KI dem friedlichen Zusammenleben aller Menschen dienen kann. Darum geht es Papst Leo.