Morgen feiern die USA ihren 250. Geburtstag. Ein Riesen-Spektakel wird erwartet, das größte Feuerwerk aller Zeiten, Flugshows, Autorennen, Rodeos und vieles andere. Ein Amerikaner wird allerdings nicht dabei sein: Papst Leo. Er verzichtet darauf, zum Jubiläum in sein Geburtsland zu reisen. Stattdessen besucht er die Insel Lampedusa, auf der jedes Jahr tausende Migranten ankommen. Er denkt an all die, die bei ihrer Flucht übers Meer gestorben sind.
Seine Botschaft ist klar: Wahre Größe bemisst sich nicht daran, wie viele Kriege geführt werden, sondern wie vielen Menschen geholfen wird. Alle Menschen weltweit bilden eine große Menschheitsfamilie. Der Papst lenkt die Aufmerksamkeit bewusst auf eine Personengruppe, die es in den USA gerade schwer haben, auf die Migranten. Migration ist eines der drängendsten Zukunftsthemen. Kaum einer verlässt ohne Grund seine Heimat. Viele fliehen, um zu überleben. Wir haben alle unter unseren Vorfahren Zugewanderte, Migranten. Die USA ist selbst ein Einwanderungsland. Viel verdanken wir den USA, auch in Europa. An dieses Erbe zu erinnern und zugleich die Not der Migranten zu sehen, ist das Anliegen des Papstes.