Heute ist der Gedenktag des heiligen Christophorus. Wie passend in einer Zeit, in der so viele Menschen unterwegs sind! Denn Christophorus gilt als Schutzpatron der Reisenden. Er war, so sagt die Legende, ein riesiger Mann und hat das Christuskind auf seinen Schultern über einen Fluss getragen. Morgen feiert die Kirche noch jemanden, auf den ein regelrechter Reise-Trend zurückgeht: den Apostel Jakobus. Große Scharen pilgern jedes Jahr auf dem Jakobsweg zu seinem Grab im spanischen Santiago de Compostela. Mit leichtem Gepäck unterwegs, wird Pilgern zum „Beten mit den Füßen“.
Zu den reiselustigsten Personen gehören inzwischen die Pensionisten. Ihnen hat die Kirche am Sonntag den „Welttag der Großeltern und Senioren“ gewidmet. Doch viele ältere Menschen kommen nicht mehr fort, sind krank oder können sich das Wegfahren nicht leisten. Aber ist nicht das ganze Leben wie eine große Reise? „Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh‘ der ewigen Heimat zu“, heißt es im Kirchenlied. Ankommen, nach einer anstrengenden Wanderung ans Ziel zu gelangen, tut gut. Ich glaube fest, dass Gott uns am Ende unserer irdischen Reise erwartet, in der ewigen Heimat.