Was tun angesichts der erschreckenden Trockenheit? Die Folgen sind schon spürbar. Die Erträge der Landwirtschaft brechen ein. Die Preise werden steigen. Der Klimawandel ist bei uns angekommen. Früher haben die Menschen um Regen gebetet, wenn die Dürre bedrohlich wurde. Ich spreche oft den Wettersegen, etwa mit den Worten: „Gott segne euch und schenke euch gedeihliches Wetter; er halte Blitz, Hagel und jedes Unheil von euch fern. Er segne die Felder, die Gärten und den Wald und schenke euch die Früchte der Erde…“
Hat der Wettersegen jemals geholfen? Wirkt er wirklich? Oder tröstet und vertröstet er nur, nachdem wir am Wetter wohl nichts ändern können? Kann Gott reparieren, was wir durch Umweltsünden angerichtet haben? Sicher ist nur, dass es seit Beginn der Aufzeichnungen noch keinen Sommer wie diesen gab.
Mir hilft der Wettersegen, weil er mich daran erinnert, dass wir Menschen nicht die Herren der Schöpfung sind. Wenn endlich der Regen kommt, war das eine Gebetserhörung? Die Alten sagten: „An Gottes Segen ist alles gelegen“. Hatten sie so unrecht?