Heute vor 25 Jahren haben die islamistischen Terroranschläge in den USA die Welt erschüttert. 9/11 – das Datum hat sich fest in die Köpfe der Menschen eingebrannt. In diesen Tagen wird der tausenden Verstorbenen und Verletzen gedacht, den mutigen Einsatzkräften gedankt. Auch an Helden wie „Father Mike“ wird erinnert: Der Priester, Ordensmann und Feuerwehrseelsorge blieb bis zuletzt bei den Einsatzkräften, bevor er selbst zu Tode kam.
Mit den Twin Towers sind nicht nur zwei Türme eingestürzt. Es ist auch ein Teil der bisherigen Welt- und Friedensordnung zusammengebrochen. Die Reaktion der USA hat mich schon damals erschüttert: Rache und Vergeltung, Hass und Gewalt, Krieg gegen den Terror war die Antwort. Haben die Gegenschläge, der Krieg im Irak, in Afghanistan den erhofften Frieden gebracht? Gibt es keine anderen Lösungen als die Spirale der Gewalt weiter hochzuschrauben? Papst Johannes Paul II. hat unmittelbar nach den Anschlägen von einer dunklen Stunde gesprochen. Er war vom Frieden zwischen den Religionen überzeugt. Sein damaliger Rat gilt bis heute: „Niemals führen die Wege der Gewalt zu echten Lösungen der Menschheitsprobleme.“