Morgen, am 3. Oktober, ist es genau 800 Jahre her, dass Franziskus von Assisi gestorben ist. Weit über alle Grenzen der katholischen Kirche ist er bekannt. Vielen ist sein „Sonnengesang“ geläufig, eines der schönsten Lieder über die Schöpfung, das erste dichterische Werk auf Italienisch. Für viele, die sich für den Schutz der Umwelt und der Natur einsetzen, ist Franziskus eine Art Schutzpatron. Er stammte aus wohlhabender Familie, führte ein ausgelassenes Jugendleben, bis ihm in einem Leprakranken Jesus begegnete. Er entschied sich für ein Leben in freiwilliger Armut, um Christus nachzufolgen.
Alle Menschen sah er als Brüder und Schwestern. Während die Christen Krieg gegen den Islam führten, begegnete er wehrlos in Ägypten dem Sultan, der von Franziskus tief berührt war. Papst Franziskus hat es ihm nachgemacht, als er in Ägypten 2019 dem Großimam Al-Tayyeb begegnete. Sie wurden Freunde und unterzeichneten gemeinsam ein Dokument über die Geschwisterlichkeit aller Menschen. Beliebt ist Franziskus auch wegen seiner Liebe zu den Tieren. Daher die Tiersegnungen an seinem Fest. Für unsere kriegerische Zeit ist der Heilige Franziskus der wahre Wegweiser.