«Langsam schwinden meine physischen Kräfte, innerlich bin ich auf der Wallfahrt nach Hause». Diese bewegenden Zeilen schrieb vergangene Woche der emeritierte Papst Benedikt XVI. der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“. Viele Leser hatten besorgt gefragt, wie es dem Papst geht und ob er schon im Sterben liegt. Darauf hat er persönlich geantwortet. Er sei davon sehr berührt, dass viele Leser wissen wollen, „wie ich die letzte Phase meines Lebens verbringe“.
Diese Woche sind es genau fünf Jahre her, dass Benedikt XVI. am 28. Februar 2013 freiwillig von seinem Amt zurücktrat. „Es ist eine große Gnade für mich, auf diesem letzten, bisweilen anstrengenden Wegstück von einer Liebe und Güte umgeben zu sein, die ich mir nicht hätte vorstellen können“. In diesem Sinne verstehe er „auch die Frage Ihrer Leser als ein Stück Wegbegleitung. Dafür kann ich mich nur bedanken. Meinerseits versichere ich Sie alle meines Gebetes“.
Der 90jährige Papst Benedikt bereitet sich nach seinen eigenen Worten auf den Tod vor. Er schenkt uns ein wunderbares Beispiel, einer tief menschlichen und christlichen Haltung im Angesicht des eigenen Sterbens: es ist ein Heimgang zu Gott dem Vater.