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Werkstattbericht Schulamt
Als neuer Archivmitarbeiter war die Bearbeitung des Schulbestandes gleich zu Beginn meiner Tätigkeit im DAW eine gewisse Herausforderung. Aufgabe war das Erschließen eines Aktenbestandes aus der Zeit ab 1945 im Umfang von rund 15 Regalmetern. Einige Teilbestände des Schulamtes waren bereits erschlossen und in einem Findbehelf dokumentiert, z.B. die Personal- und Erhebungsblätter zu Religionslehrern, so dass die Orientierung am Anfang etwas leichter fiel. Inhaltlich spielten sich die Schriftstücke vor dem Hintergrund einer Modernisierung des katholischen Schulwesens nach dem Krieg ab. Ein wichtiger Schritt war damals die Einrichtung einer voll funktionsfähigen Zentralstelle für alle Unterrichtsangelegenheiten, dem sogenannten „Amt für Unterricht und Erziehung“, welches im Curhaus am Stephansplatz im 4. Stock untergebracht war. Die Erzdiözese arbeitete z.B. in enger Abstimmung mit Theologen und Bischöfen an der Formulierung eines neuen Lehrstückkatechismus für den Schulunterricht.
Nachdem ich die 15 Regalmeter Aktenfaszikel inhaltlich erschlossen und in säurefreies Papier eingeschlagen hatte, ging es nun darum den gesamten Schulamtsbestand (alle Teilserien) in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen, zu ordnen und einen Findbehelf nach dem ISAD-Standard aufzubauen. Zum krönenden Schluss durfte ich die Etiketten schreiben. Nach fast drei Monaten Arbeit am Schulbestand stellte sich mit dem Etikettenaufkleben ein doch positives Gefühl ein und der Bestand darf jetzt in sein dauerhaftes Zuhause im neuen Depot der Erzdiözese Wien im Kellergeschoß einziehen.
Mag. Peter Garschall