Dienstag 23. Januar 2018
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Aktuelle Buchtipps

Alle hier vorgestellten Bücher können in der Fachbücherei Seniorenarbeit entliehen werden

 

Jänner 2018

Uta Schlegel-Holzmann:
Kein Abend mehr zu zweit
Familienstand Witwe
Gütersloh (Gütersloher Verlagshaus) 2017


Briefe an den verstorbenen Mann
Die Autorin ist 48 Jahre alt, als ihr Mann stirbt. Ihre Trauer bewältigt sie u. a. in der Form von Briefen an den Verstorbenen, in denen sie offen über die Last spricht, alleine leben zu müssen, dazu ihre beiden Kinder, denen durch den Tod des Vaters ebenfalls viel Schweres zugemutet wird. Im Laufe der Zeit klingen Schmerz und Ohnmacht, aber auch Enttäuschung über „gut gemeinte“ Reaktionen von Freunden und Bekannten ab und machen Platz für den Mut, mit der Lücke zu leben, die der Tod gerissen hat. In einem Nachwort reflektiert sie - nun im Alter von 76 Jahren und mit etwa 30 Jahren Abstand - ihr Leben als Witwe. - Ein Mut-mach-Buch für alle, die in einer ähnlichen Situation sind und Schritt für Schritt in eine neue bzw. andere Gestalt des Lebens gehen müssen.

 

Buchtipps 2017

Dezember 2017
Karsten Thormaehlen, Constanze Kleis:
100 Jahre Lebensglück. Weisheit, Liebe, Lachen.
München (Knesebeck) 2017
Beglückende Hommage an das höhere Lebensalter

In dieser Hommage an das Alter stellen die Autoren in Bild und Wort 52 Menschen vor, die um die hundert Jahre alt sind. Heiter und humorvoll ob in Asien, Europa oder Amerika lebend, geben sie einen pointierten Einblick in ihr Leben und bringen auf den Punkt, was sie an die nächste Generation weitergeben möchten.                                                             

Ein glänzender Einfall ist, einen dieser Hundertjährigen, den US-Amerikaner Edward J. Palkot um ein Vorwort zu bitten. Seine lebendig geschriebenen Zeilen machen die Zeit anschaulich, in der all die Menschen, die den Benutzer durch ihre Fotos so indviduell lebendig anschauen, hineingeboren wurden und nötigen zu allem Respekt vor denen, die die Vielfalt und Schnelllebigkeit eines Jahrhunderts erlebt haben. Fazit: Das Altern mag seine eigenen Gesetzen haben, der Lauf der Welt uns oft überrumpeln - ob das alles zu etwas Beängstigendem oder zu etwas zu etwas Positivem wird, liegt an jedem Einzelnen. Beispiele dazu gibt es – auch hier.

 


November 2017

Hanns Sauter:
Seniorenwerkbuch Bibel
Bibelarbeiten, Gottesdienste, Rituale in Gruppe und Gemeinde
Stuttgart (Verlag kath. Bibelwerk) 2017

Viele Lebensfragen stellen sich mit dem Älterwerden neu, vertraute Bibeltexte erscheinen mit dem Älterwerden in einem neuen Licht. Das Buch möchte helfen, die Botschaft der Bibel im Blick auf das Älterwerden neu zu entdecken. Dazu enthält es in den Kapiteln eins bis fünf Anregungen zum Bibelgespräch, Modelle für Bibelkreise, sowie Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung. Hier geht es auf Themen ein, die sich mit dem Älterwerden immer wieder stellen: Altern aus biblischer Perspektive, Generationenbeziehungen, Grenzerfahrungen, aber auch um Ermutigungen, Perspektiven und Zusagen. Dabei ist darauf geachtet, dass jede Einheit für sich, sowie ohne großen organisatorischen und materiellen Aufwand durchgeführt werden kann, die Teilnehmer aber ausführlich zu Wort kommen können. 
Ein weiteres Kapitel umfasst Betrachtungen zu einigen Bibelstellen, auf die gerne bei Gottes-diensten zum Thema Älterwerden oder bei Gottesdiensten mit Senioren zurückgegriffen wird. Sie sind verwendbar zur Predigtvorbereitung, als Unterlage für einen Text in den pfarrlichen Medien oder zur persönlichen Betrachtung. Eine "Fundgrube" enthält weitere Ideen und Bausteine zu einer kreativen, generationenübergreifenden Bibelarbeit, die nicht immer nur in den vier Wänden eines Pfarrzentrums geschehen muss.
 

 

Oktober 2017

Susanne Fetzer:
80plus und Mittendrin
Aufbruch in eine neue Seniorenarbeit

Neukirchen-Vluyn (Neukirchener Verlagsgesellschaft) 2017

Seniorenkreise sind in den Pfarren nach wie vor wichtig, dennoch gibt es Alarmsignale wie sinkende Besucherzahlen, die die Frage nach der Treffgenauigkeit auch von bewährten Angebote stellen lassen. Die in der Senioren-Fachliteratur bekannte Autorin benennt eine Fülle von Beobachtungen vor, die Verantwortliche der Seniorenarbeit gut kennen und gibt dazu plausible Deutungen. Fazit: Was vor 40, 50 Jahren – also aus der „guten alten Zeit“ der Seniorenarbeit „gestimmt“ hat, kann heute nicht mehr in gleicher Weise stimmen. Dazu hat sich überall - so auch unter den Seniorinnen und Senioren - viel zu viel verändert. Die Lösung des Problems ist für sie aber nicht „jammern“, sondern „querdenken“. Hierzu zeigt sie an zahlreichen Praxissituationen einfühlsam aber deutlich auf, wo Veränderungsbedarf besteht, sich Verbesserungsmöglichkeiten abzeichnen, Ungeschicklichkeiten vermeidbar sind. So anspruchsvolle Themen wie Nachfolgeregelung, Auflösung eines Seniorenkreises, Bedanken von MitarbeiterInnen, Finanzierungsmöglichkeiten werden nicht ausgespart, sondern überlegt und motivierend besprochen. Spürt auch die Seniorenarbeit - wie die Gemeindepastoral insgesamt - dass wir in einer Zeit der Umbrüche leben. Einen breiten Raum nehmen Praxisbeispiele einer „Seniorenarbeit neu“ ein. – Eine Pflichtlektüre für Seniorenverantwortliche, insbesondere zu empfehlen für Pfarrgemeinderäte, die sich durch die jüngsten Pfarrgemeinderatswahlen veranlasst sehen, ihre Seniorenpastoral auf neue Beine zu stellen.

 

September 2017

Wunibald Müller:
Loslassen und weitergehen
Schritte in den Ruhestand

Ostfildern (Patmos) 2017

Für Menschen, die in ihrem Beruf aufgegangen sind, die ihn als Berufung verstanden haben und nicht als Job, um damit den Lebensunterhalt zu bestreiten, ist es besonders schwer, loszulassen. Der bekannte Theologe und Therapeut, der als Leiter des Recollectio-Hauses Münsterschwarzach zahlreiche Menschen an Lebensübergängen und in Lebenskrisen begleitet hat, schreibt hier über Gedanken und Gefühle, Erfahrungen und Wege, die ihn selbst in dieser Situation des Überganges  in das nachberufliche Leben beschäftigt haben.  Er geht dabei ein auf die Boten, die ihm angezeigt haben, dass es Zeit  ist, Abschied zu nehmen, auf die Früchte, die er ernten konnte, auf Themen, die ihm für seine Zukunft wichtig sind, auf geistliche Schriftsteller sowie Bibelstellen, die weiterführen. Die Impulse des Buches helfen Menschen in ähnlicher Situation, die Fragen, die sich ihnen stellen zu beantworten. Wie z. B.: Wie können Abschiede gelingen? Wie notwendig sind sie, um neu beginnen zu können? Wie komme ich zu Frieden mit meiner Vergangenheit? Was bleibt, um die nun beginnende Zeit bewusst und achtsam zu gestalten? Was ist mir im Blick auf meine Zukunft wichtig?

Ein Buch für alle, die nach ihrem beruflichen Ablaufdatum nicht in den Tag hineinleben wollen, motivierend, anregend und angenehm zu lesen.
 

 

Sommerbuchtipp 2017

Uwe Böschemeyer:

Wie Sie beim Altern ganz sicher scheitern

Wals bei Salzburg (Ecowin) 2017

Die Einstellung zum Alter macht den Unterschied -  ist die Überzeugung des Autors und Einstellungen  lassen sich ändern. Als Psychologe und Therapeut geht er davon aus, dass Sinnfindung die Voraussetzung für Lebensbejahung  ist. Doch wo kann bei so vielen Befindlichkeiten, die sich mit dem Altern einstellen und die man eigentlich nicht mag, ein Sinn enthalten sein? In 25 überschaubaren Kapiteln geht  Böschemeyer auf solche gängigen Einstellungen ein und bietet dazu eine auf  der Logotherapie Viktor Frankls basierende Gegenposition an.  Dabei geht es nicht um ein Beschönigen oder Wegloben von Fakten, die sich - wie z. B. Alleinsein, nicht mehr gebracht werden, Ängste unterschiedlichster Ursachen, loslassen müssen – mit dem Altern einstellen oder einstellen können,  sondern um eine Sichtweise, die einen neuen, bisher nicht beachteten Zugang eröffnet. Ob es immer so einfach ist, oft festgefahrene Einstellungen zu ändern, mag dahingestellt sein. Es liegt am Einzelnen, an sich zu arbeiten und auch die zweite Seite eines Problems, einer Einschätzung, einer Haltung zu entdecken, mit deren Hilfe „man“ beim Altern möglichst nicht scheitert. Zu einer solchen Entdeckungsreise anzuregen ist die Stärke des Buches, zu dem zahlreiche LeserInnen greifen mögen.

 

 

Juni 2017

Ulrike Scherzer, Juliana Socher:
Altweiberwohnen Gespräche und Fotografien
Über das Wohnen im Alter

Salzburg (Residenz-Verlag) 2016

In diesem Band mit seinem originellen Titel erzählen  19  alleinstehende Frauen, um  80 Jahre,  ihre Wohnbiografie. Es geht um Wohnungssuche, um Neuanfänge, Wiederaufbau, Umzüge, persönliche Bedürfnisse; aber auch um ein sich Arrangieren (müssen) mit der Wirklichkeit und um die Frage, welches Umfeld brauche ich, um mich wohl zu fühlen. Die Kombination von lebendig zu lesendem Text und schönen Fotos vermittelt einen interessanten Einblick über das Wohnen im Alter von Frauen mit unterschiedlichsten Lebensläufen, auf Frauen, die in einem Heim leben, geht der Band allerdings nicht ein. Ihm gelingt es - sozusagen durch die Hintertüre, denn man schaut sich ja „nur“ ein schönes Buch an - einfühlsam Themen anzusprechen, die jeden bewegen, der sich Gedanken über sein Leben im Alter macht. Das Buch vermittelt Lebensfreude und regt an, sich mit den schwierigen Seiten des Alters zu arrangieren.

 

 

Mai 2017

Regine Stoltze, Evamaria Molz:

Gottesdienste feiern mit Menschen mit Demenz

24 fertige Vorlagen in einfacher Sprache

mit Musik-CD und Liedtexten
Mühlheim (Verlag an der Ruhr) 2017

Eine Theologin und eine Musikerin, die im Pflegeheimbereich beheimatet sind, sind ein gutes Autorenteam für ein so umfangreiches Werkbuch mit Modellen für Gottesdienstfeiern mit Menschen mit Demenz. Der Praxisteil enthält 24 ausgearbeitete Vorlagen für Gottesdienste zu den wichtigen Zeiten des Kirchenjahres (Advent, Weihnachtszeit, Fasching, Passionszeit, Osterzeit, Fronleichnam  usw. bis Allerheiligen) sowie Modelle zu weiteren Themen (Wasser, Samen, Hirte, Schutz u. a.) Sie sind abwechslungsreich gestaltet durch Zeichenhandlungen, Texte, Lieder, Gebet; der Gottesdienstleiter kann dabei auch auf hilfreiche Anweisungen und Tipps zurückgreifen. Ein prägnanter, erfreulich ökumenisch gehaltener  Einführungsteil führt in Thema Gottesdienst mit Demenzkranken gut ein. Er vermittelt einen theoretischen Unterbau, geht auf die Glaubenssituation wie die Bedürfnisse der zu erwartenden Gottesdienstbesucher ein, geht auf Unterschiede zwischen der Konfessionen ein und vermittelt dadurch auch den Gottesdienstverantwortlichen wertvolles Sachwissen. Eingestreute Praxiserfahrungen und auch die Hilfen wie Kopiervorlagen und die CD mit Liedern und Glockengeläute runden ab.

 

 

April 2017

Elmar Simma:

Dem Leben zulächeln

Von der Kunst, den Tag zu loben
Innsbruck (Tyrolia) 2017

Vor schlimmen Ereignissen - persönlichen, sowie jenen von denen die Medien tagtäglich berichten - dürfen wir die Augen nicht verschließen, sollen uns aber  auch nicht erdrücken lassen. Der Vorarlberger Caritaspfarrer fasst Alltagserlebnisse, Weisheiten und Einsichten zu ganz handfesten und praktischen Impulsen für eine positive Lebenseinstellung zusammen. Das liebenswürdige und Mut machende Buch ist gut verwendbar als Einbegleitung oder „Wort auf dem Weg“ bei Veranstaltungen, als Geschenk zu Anlässen wie Geburtstag, Dank für die Mitarbeit, oder einfach als kleine Aufmerksamkeit.

 

 


März 2017

Rita Kusch:

Andachten für Seniorenkreise
Gütersloh (Gütersloher Verlagshaus) 2016

 Um Missverständnisse zu vermeiden: die Gottesdienstform „Andacht“ ist im katholischen Bereich nicht dieselbe wie im evangelischen. Die Texte, die hier evangelischerseits als  Andacht bezeichnet werden, sind für den kath. Benutzer eine Sammlung von Kurzansprachen zu Bibeltexten, Gebeten, Liedern und besonderen Anlässe im Seniorenbereich. Die Autorin, die schon mehrere praxisnahe Bücher mit Gottesdienstmodellen verfasst hat, legt hier einfühlsame Texte vor. Sie sind ausgerichtet am Ablauf des Kirchenjahres, sowie an der Lebenssituation ältere Menschen und für den Gebrauch in Seniorenkreisen oder in stationären Einrichtungen gut geeignet. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seniorenpastoral ein reichhaltiger Fundus!
 

 

Jänner/Februar 2017

Hanns Sauter:

Kreuz, auf das ich schaue
Betrachtungen zur Passion Jesu
Verlag Friedrich Pustet 2017

Kreuzwegandachten und andere Gottesdienstformen, die das Leiden Jesu betrachten, haben vor allem in der Vorbereitungszeit auf das Osterfest einen festen Platz im Gottesdienstleben. Doch auch während des Jahres gibt es immer wieder Anlässe, sich mit dem Weg Jesu durch das Leid auseinanderzusetzen. Das Fest Kreuzerhöhung setzt im Herbst den abschließenden Akzent. „Kreuz, auf das ich schaue“ enthält Kreuzwegandachten und andere Feierformen (Buß-, Passions-, Ölberg-andacht, Eucharistische Anbetung u. a.) sowie Betrachtungen, die für das Gebet in Gemeinden und Gruppen wie auch für die persönliche Meditation Anregung und Hilfe geben. Alle Feiern können von Laien geleitet werden.

Seniorenpastoral
Stephansplatz 6/6/622-623
1010 Wien

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