Saturday 8. August 2020
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Aktuelle Buchtipps

Alle hier vorgestellten Bücher können in der Fachbücherei Seniorenarbeit entliehen werden

 

Sommerbuchtipp 2020

Anselm Grün

Quarantäne! - eine Gebrauchsanweisung

So gelingt friedliches Zusammenleben zu Hause
Herder 2020

Das neueste Buch des berühmten Benediktinermönchs und Bestsellerautors Anselm Grün entstand aus einem Gespräch mit dem Philosophen und Journalisten Simon Biallowons. Es ist allen Menschen gewidmet, die durch die Corona-Krise aus dem Gleichgewicht geraten sind. Im Laufe des Lebens werden wir immer wieder konfrontiert mit dem Leid, mit der Gefährdung des Lebens etwa durch eine Krankheit, mit unserer Hilflosigkeit und vor allem mit dem Ausgeliefertsein in Krisen, die wir uns nicht ausgesucht haben.
Wie schaffen wir den Umgang mit Situationen, in denen wir auf uns selbst geworfen sind und in denen uns viele Ausweichmöglichkeiten genommen sind? Auszuhalten, sowohl die anderen als auch sich selbst, das Zusammenleben und die Einsamkeit, das ist eine hohe Kunst. Anselm Grün möchte mit diesem Buch Erfahrungen, die Mönche seit 1.500 Jahren gemacht haben und die heute ganz konkret helfen können, teilen: Mönche kennen sich aus mit der Abgeschiedenheit, der Stille und mit dem Zusammenleben auf engem Raum. Sie haben dafür Schätze entdeckt und Lösungen entwickelt, die auch außerhalb des Klosters und besonders in Krisen und Umbrüchen helfen können.Diese anzubieten und zu teilen ist der Wunsch Anselm Grüns und das Anliegen des Buches. Es zeigt, wie man Streit vermeidet, und die Zeit nützt, wie man sich Freiräume schafft und gemeinsame Ziele und Rituale entdeckt. Konkret, alltagstauglich und motivierend.  
 

 

Buchtipp Juni 2020

Daniel Lins

Altenhilfe braucht Spiritualität
Freiburg (Lambertus-Verlag) 2019

Welche Erwartungen das schmale Buch aufgrund seines Titels immer auch hervorrufen mag - Daniel Lins, in Vorarlberg in der Leitung von Einrichtungen im Sozialbereich tätig, befasst sich hier, in seiner Masterarbeit, mit der Frage nach der Bedeutung von Religion und Spiritualität in Langzeitpflegeeinrichtungen. Ihm geht es allerdings nicht um Überlegungen oder Handreichungen für die Praxis, sondern darum, festzustellen, ob und eine wie große Bedeutung das Thema, das für Bewohner*innen und Angehörige von hoher Wichtigkeit ist, auch für Trägerorganisationen, Ausbildungsinstitutionen und deren Konzepte hat. Dazu nimmt er eine Analyse derzeitiger deutsch- und englischsprachigen Literatur vor. Ergebnis: Die Bedeutung der religiös-spirituellen Dimension ist dort noch nicht überall mit der Bedeutung angekommen, die ihr eigentlich eingeräumt werden müsste - unabhängig davon, was genau unter „religiös“ oder „spirituell“ zu verstehen ist. Dies bezieht sich für Klienten, Angehörige und Mitarbeiter*innen vor allem auf die Deutung von Leid, Krankheit, Gebrechen, Endlichkeit, Lebensende usw., im Blick auf die Mitarbeiter*innen zusätzlich auf Motivation oder Berufszufriedenheit. Leider wird diesem Ergebnis im abschließenden „Ausblick“ nicht wirklich nachgegangen. Zudem ist die Lektüre auch für einen motivierten Interessenten mühsam, da sie auf weite Passagen hin detaillierte Englischkenntnisse voraussetzt, die man von einem wissenschaftlich orientierten Leser*innenkreis erwarten kann, aber kaum unter denen, die am Thema aus institutionellen und konzeptionellen Gründen Interesse haben (sollten). Unbestritten handelt es sich hier um eine grundlegende Studie zu einem wichtigen Thema - doch in dieser Form ist ihre (erhoffte) Auswirkung sicher begrenzt und bedarf dringend einer praxisorientierten Fortschreibung.


 

Buchtipp Mai 2020

Michael Lehofer

Alter ist eine Illusion
Wie wir uns von den Grenzen im Kopf befreien

Gräfe und Unzer 2020

Der bekannte Therapeut und Psychologe Michael Lehofer beschreibt in diesem anspruchsvollen, aber leicht lesbaren Buch, dass und vor allem wie es möglich sein kann, dass man - obwohl an Jahren alt – trotzdem voller Lebensfreude und Energie sein kann. Er thematisiert auf äußerst kluge, einprägsame und empathische Weise unsere Sehnsucht nach Jugend und die Angst vor dem Alter.

Seine überraschenden Einsichten darüber, was uns wirklich alt und wirklich jung macht, entlarven das Alter als IIlusion.

Lehofer ermutigt uns in diesem Buch, das Alter nicht als Prozess zu sehen, der von Defiziten geprägt ist, sondern als spannende Möglichkeit, selbstgesteckte Grenzen in unseren Köpfen zu überwinden und uns der Fülle des Lebens zuzuwenden.

Wenn Sie sich auf dieses Buch einlassen, werden Sie staunend und leidenschaftlich erkennen, dass das Alter nichts anderes als eine Illusion ist! Denn wirklich jung machen uns die Neugier und der Lebensmut, das Leben so zu nehmen, wie es kommt ohne vorgefertigte Ansprüche und Pläne. Lassen wir uns auf diesen Prozess ein, der nie abgeschlossen ist und eine Reife verspricht, die kein Alter kennt.

 

Buchtipp April 2020

Jürgen Werth

... und immer ist noch Luft nach oben
Entdeckungen beim Älterwerden

Gütersloh (Gütersloher Verlagshaus) 2018

Jede Lebensphase ist mit Veränderungen verbunden. Im Gegensatz zu denen anderer Lebensphasen sind - nach der Erfahrung des Autors - die Veränderungen des Älterwerdens nicht gleich und auffällig sichtbar. Sie geschehen schleichend, sind dafür aber grundlegender. Wie sie sich darstellen, was sie auslösen und bewirken, wozu sie aber auch anregen und wohin sie führen können beschreibt hier der Autor. Ausgehend von seiner Erfahrung, geht er realistisch auf die dunklen und hellen Seiten des Älterwerdens ein und fasst seine, vorher in etwa zwanzig Abschnitte gefassten Ausführungen in einer abschließenden Gegenüberstellung „Plus und Minus des Älterwerdens“ prägnant zusammen. Seine Anregung ist, diese Veränderungen nicht einfach über sich ergehen zu lassen, sondern als bisher unbekannte zweite Seite der gleichen Medaille zu sehen und zu nutzen. Als dafür wesentlich betrachtet er den Glauben an einen Gott, der mit jedem einzelnen Menschen durch das Leben geht. Dass er diese Überzeugung immer unaufdringlich-selbstverständlich in den Text einbringt, macht das Buch hilfreich und sympathisch und zu einer empfehlenswerten Lektüre für alle, denen es nicht gleich ist, wie sich ihr Älterwerden gestalten soll.

 

 

Buchtipp März 2020

Katia Jungwirt

Meine Mutter, das Alter und ich

Wahre Geschichten

Wien (Krenmayr und Scheriau) 2020

In tagebuchartig kurzen und leicht lesbaren Texten erzählt die Autorin von der Beziehung zu ihrer pflegebedürftigen Mutter. Zahlreiche Frauen, die ihre Eltern betreuen, erleben Ähnliches: Alter, Krankheit und Pflegebedürftigkeit betreffen nicht nur die betroffene Person, sondern verändern auch ihren Alltag und bringen ihre Lebensplanung und/oder ein Familiengefüge durcheinander. Dazu kommt eine permanente Spannung, die nur schwer auszuhalten ist: zwischen den Bedürfnissen und Wünschen der Mutter, die immerhin ein eigenständiger Mensch ist und das auch immer wieder einfordert; der Situation, der so begegnet werden muss, dass alle damit einigermaßen leben können; der eigenen Familie gegenüber sowie der persönlichen Bedürfnisse und Grenzen. Was heute richtig ist, ist morgen falsch, ein gestern geäußerter Wunsch war so nie gemeint, eine unerklärliche Fügung ist verantwortlich dafür, dass es immer zu Missverständnissen mit den Menschen der engeren Umgebung kommt...   Das Buch kann zum Erfahrungsaustausch unter pflegenden Angehörigen - im Familienkreis oder auch in Selbsthilfegruppen - anregen. In diesen Gruppen sollte aber geschehen, was die hier erzählten Geschichten weithin offen lassen: der Austausch über Strategien, Kraftquellen, Verbündete… ohne die es in solchen Situationen nicht geht.

 

 

Buchtipp Februar 2020

Andrea Erkert

Willkommen in der Runde

Über 100 fröhliche Kreisspiele für Senioren
Neukirchen 2019

Kreisspiele für Senior/innen sind sehr gut geeignet, um miteinander in Kontakt zu kommen und dabei großen Spaß zu haben. Bevorzugt werden sie im Sitzen gespielt. Die Kreisspiele in diesem Buch sind unterhaltsam und sofort umsetzbar. Es werden, wenn überhaupt, nur solche Materialien benötigt, die ohnehin in den meisten Einrichtungen vorhanden sind.

Es geht neben dem Vergnügen vor allem darum, die Teilnehmer/innen gezielt in verschiedenen Bereichen zu animieren und anzuregen, ohne sie zu überfordern, zu frustrieren oder zu verunsichern. Bei allen Spielen wurde darauf geachtet, dass auch Senioren mit Sprachstörungen, mit Demenz sowie Rollstuhlfahrer nicht zu kurz kommen und sich einbringen können.

Gegliedert ist das Buch in sieben verschiedene Kapitel mit unterschiedlichen Schwerpunkten, wie Begrüßungs- und Kennenlernspiele, Spiele, die die Koordination und Beweglichkeit fördern, Wort- und Sprachspiele, Sinnesspiele, in denen es um bewusstes Wahrnehmen geht, Gedächtnisspiele, Singen, Tanzen und Musizieren sowie schließlich Kreisspiele zum Thema „Auf Wiedersehen“. Freude an der gemeinsamen Aktivität und das miteinander Lachen wird in den Kreisspielen gefördert und gleichzeitig wird das Selbstvertrauen gestärkt.

 

 

Buchtipp Jänner 2020

Dr. Manuela Macedonia

Beweg dich! Und dein Gehirn sagt danke

Wie wir schlauer werden, besser denken
und uns vor Demenz schützen

Wien, Brandstätter 2018

Beweg dich schlau und glücklich!

Neueste Erkenntnisse zur Gehirnforschung vergnüglich erklärt


Wie Sie sicher wissen: Unser Gehirn ist unser wichtigstes Organ!

Alles wird im Gehirn zentral gesteuert, das Denken, das Fühlen, unsere Erinnerungen und das Lernen. Und dennoch schenken wir unserem Gehirn meist weniger Aufmerksamkeit als dem Rest unseres Körpers.Dabei ist es wissenschaftlich erwiesen: Die Leistung unseres Gehirns zu verbessern und zu erhalten, ist entscheidend für ein gesundes und langes Leben, denn je fitter unser Gehirn ist, umso besser geht es uns insgesamt.

Welche positiven Auswirkungen regelmäßige Bewegung auf unser Gehirn hat, erzählt die Neurowissenschaftlerin Dr. Manuela Macedonia leidenschaftlich und liebeswürdig, gut verständlich und – ganz wichtig – mit viel Humor.

Weshalb haben Menschen, die regelmäßig laufen, das bessere Gedächtnis? Wie schützt uns regelmäßige Bewegung vor Depression, Burnout und Demenz?

Erläuternde Zeichnungen und eine kluge Kapiteleinteilung erleichtern das Lesen.

Unter anderem erfahren wir Neuigkeiten über:

  • Unser Gehirn, unser Potential
  • Ich laufe nicht für meine Figur, ich laufe für mein Gehirn
  • Bewegung im Alter: Balsam für unser Gehirn

Tipps und Tricks, um Stresssymptomen, Übergewicht, Depression und Demenzerkrankungen einfach vorzubeugen, runden das Buch ab. Also, überwinden Sie Ihren inneren Schweinhund und bewegen Sie sich – (auch) Ihr Gehirn wird es Ihnen danken!

 

 

Buchtipps 2019:

 

Buchtipp Dezember 2019

Elmar Simma

Geführt von einem inneren Stern

Gute Gedanken für Advent und Weihnachten

Tyrolia-Verlag 2019

Wann ist für mich Weihnachten?
Mit guten Gedanken auf dem Weg zum Fest
Die Einkaufsstraßen und Geschäfte sind mit Lichterketten und Sternen weihnachtlich dekoriert, Advent- und Weihnachtsmärkte laden zum Punschtrinken ein, die Kinder verfassen Wunschzetteln an das Christkind, zu Hause ist Weihnachtspost zu schreiben und Kekse sollen auch noch gebacken werden. Zahlreiche Einkäufe von Lebensmitteln über Geschenke sind zu erledigen und bereits Ende November beginnen die ersten Weihnachtfeiern in den Firmen und Vereinen.  Der Advent ist eine Zeit der To-Do-Listen und Termine.

Wie gestaltet sich die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest wirklich – für mich?

Zur Einstimmung helfen gute Gedanken und Geschichten dieses Buches, die durch die Zeit bis zum Dreikönigsfest begleiten. Die rund 40 ausgewählten und liebevoll gestalteten Texte vom 1. Dezember bis zum 6. Jänner sollen dabei helfen, ein ganz persönliches Weihnachtsfest zu finden und zu feiern.

Am Ende jedes Kapitels befindet sich ein Impuls zum Nachdenken für die Advent- und Weihnachtszeit, um Achtsamkeit und Gelassenheit abseits der übervollen und überlauten Weihnachtsvorbereitungen zu üben.

Abgerundet wird das Buch mit Text- und Liedvorschlägen zur Feier des Heiligen Abends.
 

 

Buchtipp November 2019

Giannina Wedde

Es wächst ein Licht in deinem Fehlen

Ein Trotst- und Trauerbuch

Münsterschwarzach (Vier-Türme-Verlag) 2019

Trauer und Trost Raum geben

Wenn jemand stirbt, rührt das viele Fragen auf, doch vielen Menschen sind die herkömmlichen Antworten - die der Kirche, die von anderen Religionsgemeinschaften oder auch die von den Mitmenschen „gut gemeinten“ nicht mehr hilfreich. Zu sehr verbergen sich dahinter oft Formeln, Phrasen, Rat- oder Hilflosigkeit. Die Autorin sieht in der Poesie eine Möglichkeit Fragen und Gefühle anzusprechen, die in solchen Situationen   bewegen: die innere Unruhe, die der Tod eines Menschen bei den Hinterbliebenen verursacht, die Frage des Selbstwertes, wenn jemand, der für mein Leben eine große Rolle gespielt hat, nicht mehr da ist, das Auf und Ab von sich widersprechenden Gefühlen, die eigene Widersprüchlichkeit, die andere für eine unbestimmte Zeit aushalten müssen. Sie kleidet diese und andere  in eine ansprechende poetische Form, die hilft, auszuhalten, weiterzudenken oder auch Antworten zu suchen. Trauernde werden sich in diesen Texten, die in gleiche Weise der Untröstlichkeit wie der Wut, der Liebe wie der Fassungslosigkeit, der Erleichterung wie der Trauer, dem Zweifel wie der Hoffnung Raum geben, ernstgenommen fühlen. Gut geeignet als Geschenk bei Kondolenzbesuchen, als Lektüre für Selbsthilfegruppen, als Ideengeber von Mitarbeiter*innen in der Trauerbegleitung.
 

 

Buchtipp Oktober 2019

Hanns Sauter

Wachsen-reifen-ernten-säen
Werkbuch für Seniorengruppen

Ostfildern (Schwabenverlag) 2019

In seinem eben erst erschienenen neuen Buch beschäftigt sich Hanns Sauter mit einer Entwicklung, die sich in der  Seniorenarbeit schon seit längerer Zeit  bemerkbar macht und so manchem engagierten Mitarbeiter*in Kopfweh: die Seniorenklubs - jahrzehntelang Flaggschiff und Vorzeigemodell einer florierenden Seniorenpastoral schrumpfen und „Neue“ lassen sich nicht gewinnen - jedenfalls nicht in der bisher von den Senioren gewohnten Zuverlässigkeit.              
In einem ausführlichen Einleitungsteil geht er auf die Hintergründe dieser Entwicklung ein um daraus Konsequenzen zu ziehen: die klassischen Seniorenklubs werden den heutigen Senior*innen mit ihren ganz unterschiedlichen Interessen und ihrer unterschiedlichen Mobilität nicht mehr gerecht. Das Kennzeichen gerade kirchlicher Seniorenarbeit - die persönliche Note - ist zwar geblieben, doch wird sie heutzutage eher greifbar in kleinen Gruppen, die sich zum Austausch von Lebens- und Glaubenserfahrungen und der Pflege gemeinsamer Interessen treffen.             
Zudem werden auch generationenübergreifende bzw. -verbindende Treffen immer wichtiger. Das Buch trägt diesen Gegebenheiten Rechnung. Es möchte ein Ideengeber für kleinere und größere Gruppen sein, wobei der Focus auf die Generation 50+ gelegt ist - ohne deshalb die Älteren auszublenden. Die Zeiten des Wachsens, Reifens, Erntens und Säens - hier auch als Lebensphasen gedeutet - bietet der Verf. einen reichen Schatz an Modellen, Materialien, Nachdenkimpulsen, Ideen und Bausteinen für kleinere und größere Gruppen, aber auch Einzelpersonen an. Ein Buch der Marke „Fundgrube“.
 

 

Buchtipp September 2019

Fabian Brand

Zeit zu säen – Zeit zu ernten

Seniorennnachmittage gestalten

Herder Verlag (2018)

Seniorennachmittage vorbereiten und gestalten

Dieses Buch ist als Unterstützung für alle gedacht, die sich im Bereich der Seniorenarbeit engagieren. Es enthalt Vorschläge und Modelle für Seniorennachmittage und ein großes Angebot an kreativen Ideen und Impulsen. Das Buch bietet zahlreiche Anregungen für abwechslungsreiche Stunden.
Jeder Seniorennachmittag sieht anders aus. Manche Ideen lassen sich gut umsetzen, andere wiederum können in abgewandelter Form eingesetzt werden. Genauso ist es mit den Impulsen und Bibeltexten in diesem Buch.
Für jedes einzelne beschriebene Modell gibt es eine Vielzahl an Material.
Aus diesem reichen Schatz kann geschöpft werden, der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die hier ausgearbeiteten Vorschläge können auch dazu dienen, sich selbst Gedanken zu machen und eigene Angebote zu entwickeln. Die Liedvorschläge zu den Seniorennachmittagen sind größtenteils aus dem Gotteslob (GL) entnommen. Viele der vorgeschlagenen Lieder finden sich auch im Evangelischen Gesangbuch (EG).
Einem abwechslungsreichen und interessanten Nachmittag steht nach der Lektüre des Buches nichts mehr im Weg!

 

Sommerbuchtipp 2019

Paul M. Zulehner

Autobiografisches der anderen Art

Patmos Verlag 2014

Einer der bekanntesten Theologen Europas, Paul M. Zulehner, wurde 1939 in Wien geboren. Er erzählt in seiner Autobiografie „der etwas anderen Art“ spannend und absolut lesenswert, was er im Laufe der letzten Jahrzehnte an freudigen und herausfordernden Ereignissen erlebt hat.

Wie ein roter Faden reihen sich bedeutende gesellschaftliche und kirchliche Themen der letzten Jahrzehnte aneinander. Zulehner zählt somit zu einem der bedeutendsten Zeitzeugen der letzten Jahrzehnte.

Als theologisch Interessierte entdeckt man vieles wieder, woran man sich erinnern kann, sei es, weil man es selbst erlebt hat oder weil man darüber gelesen hat.

Ein besonderer Focus wird gerade auch auf die jüngere Kirchengeschichte gerichtet.

Zulehner hat, wenn es um die Situation und Zukunft der Kirche geht, einen klaren Blick und einen liebevollen Zugang.

Falls er Kritik übt, ist sie immer konstruktiv und geprägt von großer Loyalität zu seiner Kirche.

Im Buch finden sich auch zahlreiche Fotos aus dem Leben des Autors sowie Gedichte und Gebete.

 

 

Buchtipp Juni 2019

Anne und Nikolaus Schneider

Vom Leben und Sterben

Ein Ehepaar diskutiert über Sterbehilfe, Tod und Ewigkeit

Im Gespräch mit Wolfgang Thielmann, Autor, Publizist und Pastor

Neukirchener Verlagsgesellschaft 2019

Darf ein Mensch, wenn er sterbenskrank ist, seinem Leben selbst ein Ende setzen oder nicht? Was bedeutet Würde am Ende des Lebens? Sollte Sterbehilfe erlaubt werden?

Anne und Nikolaus Schneider sind seit über 50 Jahren verheiratet.

Beide sind Evangelische Theologen und bereichern dieses Buch mit ihren unterschiedlichen, sehr vertrauensvollen Gedanken und Überzeugungen zum Tabuthema Suizid. Schon lange Zeit setzen sich beide mit diesem Thema auseinander, doch als bei Anne 2014 Krebs diagnostiziert wurde, bekamen sie in ihrer langjährigen theoretischen Diskussion einen neuen Zugang aus der persönlichen und unmittelbaren Betroffenheit. Im Buch streiten sie liebe- und respektvoll miteinander und kommen zu unterschiedlichen Antworten. Und sie zeigen auf, wie sich ihre persönliche Position im Zusammenhang mit der Konfrontation mit dem eigenen Sterben verändert hat.

Moderiert wird das Gespräch von Wolfgang Thielemann, der als Autor der Wochenzeitung DIE ZEIT und Pastor im Rheinland ein fundierter Kenner und Beobachter der Beziehung von Kirche und Gesellschaft gilt. In den einzelnen Kapiteln geht es unter anderem um die Frage, was gemeint ist, wenn von Gott gesprochen wird, was ein in Gottes Augen gutes, gelungenes Leben ist, was der Tod bedeutet, was uns nach dem Tod erwartet und welche Rolle Politik, Theologie und Kirche in der Debatte um Sterbehilfe spielen.

Wir sind als Leser konfrontiert mit schwierigen, kritischen, auch unbequemen Fragen, die herausfordern, die zum Nachdenken anregen, und für die es keine einfachen, richtigen oder falschen Antworten gibt, da jeder und jede selbst eine ganz individuelle Erklärung und Botschaft aus der Wahrnehmung des eigenen Lebensweges, aus der Lebens- und Glaubenserfahrung geben wird.  

 

Buchtipp Mai 2019

Willi Hoffsümmer: 155 Ideen für Feiern mit Senioren
Gottesdienste - Geschichten -Gebete
Ostfildern (Schwabenverlag) 2019

Nach mehreren Bänden mit Vorschlägen zu Gottesdiensten und Feiern mit älteren Menschen bietet der für seine Werkbücher weithin bekannte Autor eine weitere umfangreiche Sammlung dazu an. Ausgehend von einem seiner früheren Titel (133 Ideen für Feiern mit Senioren) sind hier einige neue dazu gekommen, andere überarbeitet und aktualisiert. Nach bewährter Hofsümmer-Art werden - sowohl bei den Gottesdienst-Modellen als auch sonst - möglichst viele Sinne angesprochen, sowie auf ein breite Palette von Symbolen, die aus dem Alltag genommen und daher jedem vertraut sind, zurückgegriffen. Die Vorschläge sind detailliert ausgearbeitet, gehen auf Alltag und Fragen älterer Menschen ein, berücksichtigen die so unterschiedlichen Gruppen von SeniorInnen - von den vitalen und selbstbestimmten bis hin zu den pflegebedürftigen. Die verwendeten Geschichten und Symbole sind immer geeignete Anknüpfungspunkte zu einem Thema eigene Sichtweisen, Erfahrungen, Erlebnisse und Gedanken einzubringen - sei es im Gottesdienst, sei es in einer Seniorenrunde, sei es in einer Pfarre, in einem Tageszentrum oder in einer Pflegeieinrichtung. Für Liturgieverantwortliche, LeiterInnen von Seniorengruppen, SeelsorgerInnen in Heimen und anderen Interessierten eine Fundgrube für die Gestaltung von Gottesdiensten und Themennachmittgen zu allen Zeiten des Kirchenjahres, zu Gedenkfeiern und anderen Anlässen.

 

 

Buchtipps April 2019

Reinhard Kriechbaum: Heringsschmaus und Kreuzlstecken
Geschichten und Bräuche rund um Ostern
Salzburg (Anton Pustet) 2019

Altes und neues Brauchtum zwischen Aschermittwoch und Pfingsten
Auf über 250 Seiten, dennoch in einem handlichen Format und überdies bibliophil gestaltet stellt der Verfasser Bräuche vor, die zwischen Aschermittwoch den Monaten zwischen Fasching und Pfingsten gepflegt werden. Dabei ist ihm eine lebendige und informative Darstellung dessen gelungen, was schwerpunktmäßig in Österreich, aber auch in Deutschlandund in der Schweiz an altem Brauchtum lebendig ist, was wieder belebt wurde oder was an neuem dazugekommen ist. Der Leser wird ob der großen Fülle und Vielseitigkeit an Bräuchen und Gepflogenheiten zu dieser Jahreszeit erstaunt sein! Doch beschränkt sich das Buch nicht auf nostalgischen Blicke in die Vergangenheit, sondern richtet ihn auch aufs heute und setzt sich mit beidem - Tradition und Neuschöpfung - kritisch auseinander. Die angefügten Kontaktdaten laden alle ein, sich an Ort und Stelle näher zu informieren, mitzuerleben und mitzufeiern.


Vom gleichen Autor ist bereits vor einigen Jahren erschienen:

Reinhard Kriechbaum: Scheller, Schleicher, Maibaumkraxler
Bräuche in Österreich: Fasching, Ostern Frühling
Salzburg (Anton Pustet) 2012

Hier stellt der Verf. - wieder auf mehr als 200 Seiten und diesmal im Großformat - lebendiges Brauchtum der ersten Jahreshälfte vor. Beginnend mit Fasching und endend mit dem Herz-Jesu Fest Mitte Juni ist hier eine beeindruckende Sammlung von neuem und altem Brauchtum gelungen - gut beschrieben, kommentiert und bibliophil gestaltet als ein einfach schönes Buch.

Für die LeiterInnen von Seniorengruppen, die immer auf der Suche nach interessanten Themen sind sowie für ReiseleiterInnen der Seniorenklubs, die immer lohnende und interessante Ziele suchen, sind beide Bücher eine Fundgrube!

 

 

Buchtipp März 2019

Hanns Sauter: Handeln, weil Gott uns sendet
Gebete und Gottesdienste für Pfarrgemeinderat und kirchliche Gremien
Regensburg (Verlag F. Pustet) 2019

Vorgaben und Empfehlungen für die Pfarrgemeinderats-Arbeit sowohl im Allgemeinen als auch für die Sachausschüsse gibt es in den einzelnen Diözesen ausreichend, doch gehen diese kaum auf ihr geistliches Fundament ein. Der Autor - selbst langjähriger Pfarrgemeinderat und viele Jahre in der Arbeit mit PfarrgemeinderätInnen - tätig, bietet hier sowohl für den Pfarrgemeinderat im Gesamten, als auch für die unterschiedlichsten Fachausschüssen Anregungen zu spiritueller Vertiefung an. Ausgearbeitete Gottesdienstmodelle zu den in einer Pfarrgemeinderats-Periode immer wiederkehrenden Anlässen, Gebete und Bibel-Anregungen für Besprechungen - sowohl im PGR-Plenum als auch in den Ausschüssen - runden die grundsätzlichen Überlegungen ab. Hilfreich, um die Arbeit eines Pfarrgemeinderates auch im Gemeindegottesdienst sichtbar zu machen ist eine umfangreiche Auflistung von dazu geeigneten Anlässen im Gemeindeleben. Mit relativ wenigen, aber inhaltlich dicht gefüllten Seiten, wird hier eine Lücke in der Pfarrgemeinderats-Literatur geschlossen.
 

 

Buchtipp Februar 2019

Leopold Stieger: Freitätigkeit zwischen
Beruf und Ruhestand – Sinnerfülltes Gestalten
dieser Lebensphase
Verlag NAP 2017

Erstmals in der Menschheitsgeschichte ist unserer Generation eine ganz neue Lebensphase geschenkt worden: Die „Freitätigkeit“. Dachte man früher, dass nach dem Ausscheiden aus der Berufstätigkeit der (wohlverdiente) Ruhestand eintritt, hat sich erstmals diese neue Phase dazwischen geschoben. Man kann annehmen, dass sie mindestens 20 Jahre dauert. ABER es liegt am Einzelnen, ob er diese große Chance annimmt und sich nicht an seinen Geburtsdaten orientiert, sondern an seinen Potenzialen Kann man sich auf diese neue Zeit vorbereiten?   

Ja: Das Buch bietet 11 Argumente dafür. Spannende Lebensgeschichten von ganz unterschiedlichen Personen sind vielleicht noch überzeugender als „graue“ Theorie. Wer seine Herausforderung für die neue Lebensphase annimmt, wird mit dem Buch einen Weg erleben, der Schritt für Schritt zu den eigenen Potenzialen und letztlich nach 15 Stufen zur persönlichen Vision des Lebens nach der Berufstätigkeit führt.

Es gibt viele Ratgeber für dieses Thema, aber dieses Buch ist die erste konkrete Anleitung, es ist ein Seminar in Buchform. Wie gesund eine derartige Herausforderung ist, zeigen unzählige Untersuchungen: Wer sie nicht nützt, verschenkt pro kommendem Lebensjahr zwei Monate.    

 

 

Buchtipp Jänner 2019

Anselm Grün: Geistliche Begleitung im Alter
Übungen und Rituale
Freiburg (Herder 2018)

In dem nicht sehr umfangreichen Band gehet P. Anselm Grün auf Themen ein, mit denen sich Menschen im hohen Lebensalter beschäftigen wie z. B. den Umgang mit ihrer Endlichkeit, mit Emotionen, mit Trauer, Angst, Beziehungen, Depression, Tod und anderen. Er skizziert die Situation und die Fragestellungen, wie er sie erlebt und deutet sie aus seiner Erfahrung.
Für den, der alte Menschen begleitet, gibt er in den Verstehenshilfen sowie Anleitungen zum Gespräch bzw. Ratschläge, mit den an ihn herangetragenen Gedanken umzugehen. Einen breiten Raum nehmen Rituale ein, die immer wieder eingesetzt werden und zur Entlastung beitragen können. Für viele Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen in der Betreuung und Pflege sind die eingangs zusammengestellten Prinzipien, sowie das Ziel einer geistlichen Begleitung im Alter hilfreich. Eine allen Angehörigen und Personen in der Pflege, in Besuchsdiensten und ähnlichen Einrichtungen anzuratende Lektüre!

Seniorenpastoral
Stephansplatz 6/6/622-623
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