Friday 26. April 2019
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Aktuelle Buchtipps

Alle hier vorgestellten Bücher können in der Fachbücherei Seniorenarbeit entliehen werden
 

Buchtipps April 2019

Reinhard Kriechbaum: Heringsschmaus und Kreuzlstecken
Geschichten und Bräuche rund um Ostern
Salzburg (Anton Pustet) 2019

Altes und neues Brauchtum zwischen Aschermittwoch und Pfingsten
Auf über 250 Seiten, dennoch in einem handlichen Format und überdies bibliophil gestaltet stellt der Verfasser Bräuche vor, die zwischen Aschermittwoch den Monaten zwischen Fasching und Pfingsten gepflegt werden. Dabei ist ihm eine lebendige und informative Darstellung dessen gelungen, was schwerpunktmäßig in Österreich, aber auch in Deutschlandund in der Schweiz an altem Brauchtum lebendig ist, was wieder belebt wurde oder was an neuem dazugekommen ist. Der Leser wird ob der großen Fülle und Vielseitigkeit an Bräuchen und Gepflogenheiten zu dieser Jahreszeit erstaunt sein! Doch beschränkt sich das Buch nicht auf nostalgischen Blicke in die Vergangenheit, sondern richtet ihn auch aufs heute und setzt sich mit beidem - Tradition und Neuschöpfung - kritisch auseinander. Die angefügten Kontaktdaten laden alle ein, sich an Ort und Stelle näher zu informieren, mitzuerleben und mitzufeiern.


Vom gleichen Autor ist bereits vor einigen Jahren erschienen:

Reinhard Kriechbaum: Scheller, Schleicher, Maibaumkraxler
Bräuche in Österreich: Fasching, Ostern Frühling
Salzburg (Anton Pustet) 2012

Hier stellt der Verf. - wieder auf mehr als 200 Seiten und diesmal im Großformat - lebendiges Brauchtum der ersten Jahreshälfte vor. Beginnend mit Fasching und endend mit dem Herz-Jesu Fest Mitte Juni ist hier eine beeindruckende Sammlung von neuem und altem Brauchtum gelungen - gut beschrieben, kommentiert und bibliophil gestaltet als ein einfach schönes Buch.

Für die LeiterInnen von Seniorengruppen, die immer auf der Suche nach interessanten Themen sind sowie für ReiseleiterInnen der Seniorenklubs, die immer lohnende und interessante Ziele suchen, sind beide Bücher eine Fundgrube!

 

 

Buchtipp März 2019

Hanns Sauter: Handeln, weil Gott uns sendet
Gebete und Gottesdienste für Pfarrgemeinderat und kirchliche Gremien
Regensburg (Verlag F. Pustet) 2019

Vorgaben und Empfehlungen für die Pfarrgemeinderats-Arbeit sowohl im Allgemeinen als auch für die Sachausschüsse gibt es in den einzelnen Diözesen ausreichend, doch gehen diese kaum auf ihr geistliches Fundament ein. Der Autor - selbst langjähriger Pfarrgemeinderat und viele Jahre in der Arbeit mit PfarrgemeinderätInnen - tätig, bietet hier sowohl für den Pfarrgemeinderat im Gesamten, als auch für die unterschiedlichsten Fachausschüssen Anregungen zu spiritueller Vertiefung an. Ausgearbeitete Gottesdienstmodelle zu den in einer Pfarrgemeinderats-Periode immer wiederkehrenden Anlässen, Gebete und Bibel-Anregungen für Besprechungen - sowohl im PGR-Plenum als auch in den Ausschüssen - runden die grundsätzlichen Überlegungen ab. Hilfreich, um die Arbeit eines Pfarrgemeinderates auch im Gemeindegottesdienst sichtbar zu machen ist eine umfangreiche Auflistung von dazu geeigneten Anlässen im Gemeindeleben. Mit relativ wenigen, aber inhaltlich dicht gefüllten Seiten, wird hier eine Lücke in der Pfarrgemeinderats-Literatur geschlossen.
 

 

Buchtipp Februar 2019

Leopold Stieger: Freitätigkeit zwischen
Beruf und Ruhestand – Sinnerfülltes Gestalten
dieser Lebensphase
Verlag NAP 2017

Erstmals in der Menschheitsgeschichte ist unserer Generation eine ganz neue Lebensphase geschenkt worden: Die „Freitätigkeit“. Dachte man früher, dass nach dem Ausscheiden aus der Berufstätigkeit der (wohlverdiente) Ruhestand eintritt, hat sich erstmals diese neue Phase dazwischen geschoben. Man kann annehmen, dass sie mindestens 20 Jahre dauert. ABER es liegt am Einzelnen, ob er diese große Chance annimmt und sich nicht an seinen Geburtsdaten orientiert, sondern an seinen Potenzialen Kann man sich auf diese neue Zeit vorbereiten?   

Ja: Das Buch bietet 11 Argumente dafür. Spannende Lebensgeschichten von ganz unterschiedlichen Personen sind vielleicht noch überzeugender als „graue“ Theorie. Wer seine Herausforderung für die neue Lebensphase annimmt, wird mit dem Buch einen Weg erleben, der Schritt für Schritt zu den eigenen Potenzialen und letztlich nach 15 Stufen zur persönlichen Vision des Lebens nach der Berufstätigkeit führt.

Es gibt viele Ratgeber für dieses Thema, aber dieses Buch ist die erste konkrete Anleitung, es ist ein Seminar in Buchform. Wie gesund eine derartige Herausforderung ist, zeigen unzählige Untersuchungen: Wer sie nicht nützt, verschenkt pro kommendem Lebensjahr zwei Monate.    

 

 

Buchtipp Jänner 2019

Anselm Grün: Geistliche Begleitung im Alter
Übungen und Rituale
Freiburg (Herder 2018)

In dem nicht sehr umfangreichen Band gehet P. Anselm Grün auf Themen ein, mit denen sich Menschen im hohen Lebensalter beschäftigen wie z. B. den Umgang mit ihrer Endlichkeit, mit Emotionen, mit Trauer, Angst, Beziehungen, Depression, Tod und anderen. Er skizziert die Situation und die Fragestellungen, wie er sie erlebt und deutet sie aus seiner Erfahrung.
Für den, der alte Menschen begleitet, gibt er in den Verstehenshilfen sowie Anleitungen zum Gespräch bzw. Ratschläge, mit den an ihn herangetragenen Gedanken umzugehen. Einen breiten Raum nehmen Rituale ein, die immer wieder eingesetzt werden und zur Entlastung beitragen können. Für viele Mitarbeiter- und Mitarbeiterinnen in der Betreuung und Pflege sind die eingangs zusammengestellten Prinzipien, sowie das Ziel einer geistlichen Begleitung im Alter hilfreich. Eine allen Angehörigen und Personen in der Pflege, in Besuchsdiensten und ähnlichen Einrichtungen anzuratende Lektüre!

Buchtipps 2018

Weihnachtsbuchtipps 2018

Guido Fuchs
Unsere Weihnachtslieder und ihre Geschichte

Guido Fuchs

Unsere Advents- und Weihnachtslieder -

Geschichte und Geschichten

beide Freiburg (Herder) 2018

Von manch anderen Büchern zu unseren Advents- und Weihnachtsliedern unterscheiden sich diese beiden durch Vielfalt und Tiefe. Im ersten Band geht es nur um Weihnachtslieder, um klassische wie: „Es ist ein Ros entsprungen“ oder „Ihr Kinderlein kommet“, die seit Jahrhunderten „dazugehören“, aber auch um neuere geistliche Lieder, Schlager und Songs und ihre Sicht zum Weihnachtsgeschehen. Einen breiten Raum nehmen auch biblische Texte zur Menschwerdung Gottes sowie altkirchliche Hymnen, die heute noch ihren Platz im Stundengebet haben mit ein.
Hinter ihrer vielleicht altertümlichen Sprache verbergen sich Sichtweisen des Weihnachtsfestes, die heute vielfach ungewohnt, ja als so ganz und gar nicht „weihnachtlich“ im Sinne eines harmonischen Familienfestes empfunden werden. Doch geht es am Weihnachtsfest nicht um Harmonie und Stimmung, sondern um das die Grenzen unseres Denkens überschreitende Ereignis der Menschwerdung Gottes und ihre Konsequenzen für die Welt.
Der Band „Unsere Advent- und Weihnachtslieder“ ergänzt den ersten um einige dort nicht enthaltene Gesänge, beschäftigt sich aber schwerpunktmäßig mit der Botschaft der Adventlieder und verfolgt nicht nur deren Entstehungs- sondern auch deren Wirkungsgeschichte.
Der Autor versteht es, kompetent und sympathisch mit Hilfe der Lieder auf die Kernbotschaft der beiden Festzeiten einzugehen, ohne die anderen Aspekte, die für viele Advent, Weihnachtszeit oder Weihnachten bedeutet, abzuwerten. Geeignet als geistliche Lektüre, zur Predigtvorbereitung, als Hintergrundinformation, als nachdenklich stimmender Lesestoff und daher breit empfohlen.
 

 

Buchtipp November 2018

Monika Renz
Hinübergehen - Was beim Sterben geschieht
Annäherung an letzte Wahrnehmungen unseres Lebens
Herder 5. Auflage 2015

Was ist gutes Sterben?

Was kommt auf uns zu, wenn wir die letzte Schwelle überschreiten – hinein in einen Bereich, von dem wir nichts wissen? Was erfahren Sterbende? Und was können wir von ihnen lernen?

Monika Renz ist eine international angesehene Expertin für Sterbeforschung und eine der erfahrensten Frauen bei der spirituellen Begleitung Schwerkranker (Spiritual Care). In diesem Buch fasst sie ihre Einsichten aus 17 Jahren zusammen, klar und sensibel.

So stellt sie unter anderem die Frage, was im Sterbeprozess passiert, welche Faktoren das Sterben-Können fördern oder hindern, sie plädiert für ein würdiges Sterben und wie die Sterbebegleitung dabei hilfreich sein kann.

Sterben - nur leidvoll?

Könne es sein, dass Sterbeprozesse nebst leidvollen und schweren Stunden auch erfüllende, sogar spirituelle Erfahrungen beinhalten?  Sterben sei ein radikales Loslassen, aber ebenso ein unsichtbares Finden, meint Renz. In Todesnähe findet eine Intensität wie sonst kaum wo statt.

Und es geht auch darum, anzuerkennen, dass es nicht nur eine Außenseite, sondern auch eine Innenseite des Sterbens gibt: Wie erleben Sterbende selbst ihr Sterben, wie fühlt es sich innerlich an, was hören sie oder hören sie nicht mehr, was sehen sie hinter verschlossenen Augen? Und wo befinden sie sich dann?

Monika Renz´ großes Anliegen ist es, den Menschen die Angst vor dem Sterben zu verringern.

Eine Buchempfehlung von Univ.-Prof. DDr. Paul M. Zulehner
 

 

Buchtipp Oktober 2018 
Elisabeth Lukas
Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens
Schritte zu einer erfüllten Existenz
Verlag Butzon und Bercker, Kevelaer 2017
„Heute beginnt der Rest deines Lebens“, sie kennen vielleicht den berühmten Hit von Udo Jürgens? Mit diesem Thema beschäftigte sich die Seniorenpastoral in diesem Herbst sowohl in einer Enquete als auch bei den Dekanatstreffen mit den Seniorenverantwortlichen in den Pfarren.

Elisabeth Lukas, Psychologin und Psychotherapeutin sowie bekannteste Schülerin Viktor Frankls hat schon vor Jahren darüber ein Buch geschrieben.

Was gibt unserem Leben Gestalt? Woraus schöpfen wir Kraft und wie können wir unser Schicksal jederzeit selbst aktiv formen?

Die von Viktor E. Frankl (1905-1997) begründete psychologische Schule der Logotherapie hat die Frage nach dem Sinn in den Mittelpunkt gestellt.

Frankls Konzept leitet sich aus drei philosophischen und psychologischen Grundgedanken ab:

Freiheit des Willens

Wille zum Sinn

Sinn im Leben

Elisabeth Lukas versteht es, diese großen Einsichten Frankls gut verständlich darzustellen. Zahlreiche Beispiele aus ihrer Praxis gewähren Einblick in ihre Arbeit und können als wertvolle Lebenshilfe für uns übernommen / genutzt werden. In kurzen, leicht verständlichen Kapiteln werden einzelne Themen, wie z.B.

  • Bist du am Ende, wer bist du?
  • Der Umweg zur Selbstfindung
  • Humor trägt über Abgründe hinweg, u.a. aufgegriffen.

Dieses Buch zeigt auf, wie man aus schwierigen Situationen und Krisen gestärkt hervorgehen kann, jeden Tag neu mit Lebensfreude gestalten und gelassen in die Zukunft blicken kann.

 

 
  Buchtipp (Spieltipp) September 2018

  Hans Georg Ruhe, hg. von Claudia Filker und Hanna Schrott 
  Talk-Box Vol. 7 - Die Talk-Box für die Biografiearbeit
  120 Fragekarten ab 2 Spielern
  Neukirchener Aussaat, 2013

Diese Talk-Box ist eine stabile Blechschachtel mit 120 Kartonkärtchen in Spielkartengröße, mit großer Schrift, thematisch farblich geordnet, mit 120 Fragen, die helfen, ins Gespräch zu kommen.                                                            

Für den persönlichen Rückblick geben diese Karten überraschende Anregungen und Einblicke.

Die Talk-Box "Lebensgeschichten" hilft, sich an mitunter längst Vergessenes zu erinnern, „alte“ Geschichten wieder erlebbar und spürbar zu machen und darüber  miteinander ins Gespräch zu kommen. Das kann sowohl  innerhalb der Familie und unter Freunden, als z.B. auch in der Seniorenrunde geschehen. Die Spielregeln sind so gestaltet, dass jede/r so viel erzählen kann, was sie/er gern weitergeben möchte.

Dadurch erfährt man von den Gesprächspartnern und Mitspielern, aber auch  über sich selbst interessante, erstaunliche, berührende, heitere Dinge und viel Neues.

 

 
  Sommerbuchtipp 2018

  Reimer Gronemeyer:
  Die Weisheit der Alten - Sieben Schätze für die Zukunft 
  Freiburg (Herder) 2018
Reimer Gronemeyer, Theologe und em. Professor für Soziologie der Universität Gießen, ist in Österreich durch zahlreiche Vorträge und sein Engagement in den Bereichen Demenz und Hospizarbeit bekannt. In seinem neuesten Buch beschäftigt er sich mit der Frage nach der Weisheit des Alters und zählt sieben Schwerpunkte auf, in denen diese enthalten ist: Mut, Liebe, Erinnerung, Früchte der Lebenserfahrung, Gelassenheit, Tradition - verstanden als Bodenständigkeit - Wissen um die Grenzen des Wissens. Die Schätze dieser Weisheit liegen aber nicht auf dem Präsentierteller, sondern müssen entdeckt werden; sie bedeuten auch keine heile Welt, sondern sind oft bittere Wirklichkeit, die sich niemand wünscht. Die Erfahrungen könnten Wegweiser sein, werden aber zunehmend verdrängt. In vielem ist Gronemeyer zuzustimmen. Manchmal sind seine Erörterungen allerdings etwas unbefriedigend oder gleiten in die Schwarzweiß-Malerei ab, wenn er die Welt von damals der Welt von heute gegenüberstellt. Denn die, die für die heutige Welt mit ihrer ganzen Problematik wie krankmachende Schnelllebigkeit, wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Ungerechtigkeit, ökologischer Verantwortungslosigkeit mitverantwortlich sind, sind auch die heutigen Senioren - sicher nicht jene, an die der Verfasser denkt, wenn er von seiner Großmutter spricht. Aber doch eine Reihe von Menschen, denen der Weitblick oder das Verantwortungsbewusstsein („die Weisheit“) für das gefehlt hat, was sie oft - bereits im fortgeschrittenen  Alter - verursacht haben. Hier wäre etwas mehr zu differenzieren, zudem  verlief und verläuft hier die Grenze nicht zwischen Alten und Jungen sondern quer durch die Generationen. Für Diskussionsstoff, Anregung, den eigenen Blickwinkel zu überprüfen, den Horizont zu erweitern ist mit der Lektüre dieses pointiert geschriebenen Buches allemal gesorgt.

 

 

Juni 2018

Sebastian Schoepp:

Seht zu, wie ihr zurechtkommt

Frankfurt am Main (Westend-Verlag) 2018

Das Älterwerden und die zunehmende Pflegebedürftigkeit der Eltern stellt die Kinder vor unerwartete, oft schwer zu lösende Probleme. Der Autor schildert hier die Sorge um seine Eltern, deretwegen er auf einen möglichen Karrieresprung und eine Partnerbeziehung verzichtet hat. Im Laufe der Zeit spürt er aber nicht nur die Herausforderungen, die das Altwerden in unserer Zeit bedeutet, sondern auch, dass seine Eltern Probleme mit sich herumschleppen, die in die Zeit des Zweiten Weltkrieges und bis in ihre Kindheit und Jugend zurückreichen, und nicht aufgearbeitet sind. Um seine Eltern und auch sich besser zu verstehen, sichtet er Familiendokumente, wendet er sich an Archive und Auskunftsstellen und stellt so manches fest, worüber nie gesprochen wurde und was niemand im Nachhinein für möglich gehalten hätte. Interessant als Beispiel für eine Familiengeschichte in dunkler Zeit, aber auch ein Aufruf, schmerzliche Punkte im Leben, Dinge im Leben, die man verschweigen möchte, oder für die man sich schämt, aufzuarbeiten. Zum eigenen Wohl und zum Wohl der Nachfahren, die mit Spätfolgen aller Art konfrontiert sind. Und letztlich ein Appell: Nie wieder Krieg!

 

 

Mai 2018

Martina Plieth:

Mia besucht Frau Turboschnecke

Ein Bilderbuch über Demenz
Neukirchen 2018

Mia hat die beste Oma der Welt.

Sie begleitet ihre Enkeltochter zum Fußball, bringt sie zum Chor und geht mit ihr einkaufen.

Jede Woche gibt es mehrere einzigartige und lustige Tage mit der unternehmungslustigen Großmutter.

Doch ein Tag in der Woche ist für Mia tabu, denn jeden Freitag besucht Oma Anna ihre drei Freundinnen im Altersheim. Für diese Besuche packt sie jedes Mal Erinnerungsstücke, verschiedene Gegenstände, alte Fotos und Schokolade in eine „Schätzetasche“, Mia beobachtet sie dabei und wird neugierig…

Einmal darf sie ihre Großmutter ins Heim begleiten und lernt dabei drei besondere Frauen kennen, die in ihrer eigenen Welt leben, weil sie an Demenz erkrankt sind. Eine davon nennt Oma Frau „Turboschnecke“, weil sie viele Stunden am Tag am Gang auf und ab läuft, mal langsam, mal schnell. Frau „Anderland“ wiederum sitzt meistens ganz stumm da, schaut dabei geradeaus und scheint mit ihren Gedanken in einem anderen Land zu sein.

Die „allerbeste Hochstaplerin der Welt“ stapelt kleine bunte Tablettenschachteln so lange übereinander, bis sie umfallen. Dann beginnt sie wieder von vorne...

Mia erlebt an diesem Tag im Heim, wie es ihrer Oma gelingt, durch die Besuche und mithilfe der „Erinnerungsschätze“, die Aufmerksamkeit der alten Damen auf schöne Dinge zu richten und ihnen eine große Freude zu bereiten.

In diesem Buch geht es um ganz besondere Freundschaften, es ist ein Buch, in dem man lernt, wie man Menschen mit Demenz wertschätzend und hilfreich begegnen kann, ein berührendes und tröstliches Buch.
Beiliegend findet sich ein Begleitheftchen für Erwachsene mit wertvollen Informationen zum Thema Demenz und wie man Kindern diese Krankheit verständlich erklären kann. Ein Heftchen mit der hoffnungsvollen und ermutigenden Botschaft, dass jeder in der Lage ist, etwas beitzutragen, um den Alltag von Demenzkranken für eine gewisse Zeit zu verbessern.

 

 

April 2018

Hanns Sauter:

Gottesdienst mit allen Generationen

Modelle - Gebete - Impulse
Ostfildern (Schwabenverlag) 2018

Sonntag für Sonntag versammelt sich das „Volk Gottes“ um seinen Herrn im Gottesdienst zu feiern. Ein Volk aber besteht aus mehreren Generationen. Das Bewusstsein dafür ist im Laufe der Zeit zwar weithin verlorengegangen, wird jedoch derzeit  vor allem in jenen Gemeinden, bei denen nur noch eine Sonntagsmesse angesetzt ist, wieder aktuell, sollen doch alle Gottesdienstbesucher - von den Kindern bis zu den Senioren - diese Messe als „ihren“ Gottesdienst erleben! Die hier zusammengestellten 30 Gottesdienst-Modelle greifen dieses Anliegen auf. Sie orientieren sich am Kirchenjahr, an Themen rund um Gemeinde und Familie und sind so gestaltet, dass möglichst alle Altersstufen sowohl in Vorbereitung, Gestaltung und Durchführung einbezogen sind. Angesprochen sind sowohl die Sonntagsgottesdienst-feiernde Gemeinde, als auch kleinere Gruppen und Gemeinschaften. Neben ausgearbeiteten Vorschlägen, die teils einer gründlicheren Vorbereitung bedürfen, teils mit wenig Aufwand zu realisieren sind, enthält das Buch auch Anregungen zu einem Gebet der Generationen füreinander sowie Tipps zu einem generationenfreundlich gestalteten Kirchenraum. 

 

 

März 2018

Karl Kardinal Lehman:
Die Würde des Alters
und die Vollendung des Lebens
Leipzig (Benno-Verlag) 2017


Biblische Aussagen, gegenwärtige Entwicklungen und eigene Erfahrungen

Kardinal Lehmann befasst sich hier in zwei Aufsätzen mit Fragen, die eng zusammengehören und die irgendwann jeden Menschen beschäftigen: „Wie gehe ich mit dem Älterwerden um?“ und: „Was bedeutet ewiges Leben?“ Er charakterisiert die menschliche Ausgangsposition, geht auf den umfassenden sozialen Wandel ein, den eine älterwerdende Gesellschaft für alle bedeutet und befragt die Bibel nach Aussagen zu Alter und Älterwerden und ewigem Leben. Er tut das in einer einfachen, für alle Leserinnen und Leser verständlich gehaltenen Sprache, und bietet ihnen nach der notwendigen Sachinformation seine Gedanken über die Möglichkeiten zu einem geglückten Älterwerden - innerhalb der jedem Menschen gegebenen Grenzen - an. Nicht zu übersehen dabei ist, dass „ewiges Leben“ kein „sachliches Neutrum“ ist (S. 72) sondern Beziehung zu einem persönlichen Gott. (Joh. 17,3) Als solches ist die Rede davon nie Vertröstung, sondern Verheißung, denn wir alle wünschen uns Beziehungen, die stabiler und lebendiger sind als so viele, die wir aus der eigenen Vergangenheit und Gegenwart kennen. Eine sehr empfehlenswerte Handreichung für einen breiten Leserkreis alle. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seniorenpastoral tun gut daran, das kleine Buch ihrem Handwerkszeug hinzufügen.
 

 

Februar 2018

Hanna Buiting:
Und der Regen klingt wie Applaus
Worte zum Staunen
Neukirchen 2017

Dieser Jahreszeitenbegleiter, der mit dem Frühling beginnt, lädt nicht nur zum Lesen ein, Hanna Buiting hat ein Buch geschrieben, das voll ist von poetischen Texten, inspirierenden Geschichten und hübschen Bildern, die berühren und ins Staunen versetzen. Außerdem bekommen die Leser/innen die Möglichkeit,  ihre eigenen Gedanken – zum Beispiel, Und jetzt du! Hier ist Platz für deinen Frühling… - zu Papier zu bringen, gleich ins Buch hineinzuschreiben. Kreative Impulse regen an, nachzudenken und zu handeln, humorvolle Formulierungen lassen schmunzeln, ungewöhnliche Gedanken zeigen, wie es gelingen kann, das Glück in den kleinen Dingen zu entdecken und Gott dort zu begegnen, wo man es möglicherweise überhaupt nicht erwartet.

Das Buch ermutigt, sich dem Schönen, dem Verborgenen in unserem Leben zu öffnen und sich immer wieder aufs Neue überraschen zu lassen.

Es ist wohltuend zu lesen, gerade in einer hektischen oder belastenden Zeit, auch in kleinen Pausen ideal zum Innehalten, die kurzen Abschnitte und Geschichten laden ein, es immer wieder zur Hand zu nehmen, sich zwischendurch ermutigen und bestärken zu lassen.

 

 

Jänner 2018

Uta Schlegel-Holzmann:
Kein Abend mehr zu zweit
Familienstand Witwe
Gütersloh (Gütersloher Verlagshaus) 2017

Briefe an den verstorbenen Mann
Die Autorin ist 48 Jahre alt, als ihr Mann stirbt. Ihre Trauer bewältigt sie u. a. in der Form von Briefen an den Verstorbenen, in denen sie offen über die Last spricht, alleine leben zu müssen, dazu ihre beiden Kinder, denen durch den Tod des Vaters ebenfalls viel Schweres zugemutet wird. Im Laufe der Zeit klingen Schmerz und Ohnmacht, aber auch Enttäuschung über „gut gemeinte“ Reaktionen von Freunden und Bekannten ab und machen Platz für den Mut, mit der Lücke zu leben, die der Tod gerissen hat. In einem Nachwort reflektiert sie - nun im Alter von 76 Jahren und mit etwa 30 Jahren Abstand - ihr Leben als Witwe. - Ein Mut-mach-Buch für alle, die in einer ähnlichen Situation sind und Schritt für Schritt in eine neue bzw. andere Gestalt des Lebens gehen müssen.

 

Seniorenpastoral
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