Freitag 16. November 2018
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Ägydiuskirche

Pötzleinsdorfs spätbarockes Baujuwel

Die Barockkirche St. Ägydius (Pötzleinsdorfer Straße 108), die mehrmals renoviert wurde, ist ein spätbarockes Baujuwel. Wenn man von der Pötzleinsdorfer Straße kommt, fällt zuerst der quadratische, in die Fassade einbezogene Turm auf.

 

 

Das Spitzdach krönen ein Knauf und ein Doppelkreuz. Die Kirchenglocken wurden in beiden Weltkriegen für Rüstungszwecke eingezogen. Heute hat die Kirche vier Glocken mit wohlklingendem Geläute.

 

In den seitlichen Rundbogennischen der Eingangsfassade stehen die Statuen des Hl. Josef und des Hl. Franz v. Assisi.

 

 

 

Das Innere der Kirche ist ein einschiffiger, rechteckiger Raum mit abgerundeten Ecken, in deren Nischen Statuen des Hl. Wolfgang, des Hl. Leonhard und des Hl. Markus stehen. An der vierten Ecke befindet sich die 1835 errichtete Kanzel aus Eschenholz.

 


 

Optischer Mittelpunkt der Kirche ist der Hauptaltar mit dem Hochaltarbild von Johann Nepomuk Steiner (Kreuzigung Christi), dem großen Tabernakel, anbetenden Engeln und einem ikonenartigen Marienbild mit einem goldenen Strahlenkranz Die anderen Bilder stellen dar: die Heilige Familie und die Anbetung des Altarssakraments (Fronleichnam), weiters den Kirchenpatron St. Ägydius als junger Eremit (ebenfalls von Johann Nepomuk Steiner), den Hl. Antonius von Padua mit dem Kinde und den Hl. Georg im Kampf mit dem Drachen.

 

Über dem Eingang der Kirche befindet sich die Orgelempore. Die siebenregistrige Orgel, die aus dem Jahr 1816 stammt, wurde mehrfach umgebaut und dem Zeitgeschmack angepaßt. 1993 wurden Traktur und Klaviatur nach altem Vorbild erneuert. Heute erklingt die Orgel in ihrer ursprünglichen Klangschönheit, wenngleich Pfeifenwerk und Gehäuse noch einer Restaurierung bedürfen. Sehr beliebt sind die Orgelkonzerte, die gelegentlich hier stattfinden.

 

Der Innenraum der Kirche wurde im Sommer 2002 renoviert und erstrahlt jetzt wieder in neuem Glanz.

 

Am Platz vor der Kirche, von alters her eine Kastanienallee, finden wir an der nordseitigen Mauer zwei Grabsteine aus der Barockzeit. Einer stellt ein Arme-Seelen-Relief mit Gott Vater über den Wolken dar, der andere zeigt das Erwachen der Toten beim Jüngsten Gericht. Aus einem Maskeron in einer Wandnische fließt Wasser. Der Pötzleinsdorfer Quelle wurde einst heilkräftige Wirkung nachgesagt.

 

Wegen ihrer intimen Atmosphäre ist die Ägydiuskirche heute besonders für Trauungen sehr beliebt.

 

Am Palmsonntag werden vor der Kirche die Palmzweige geweiht, bevor sich die Prozession Richtung Christkönigskirche in Bewegung setzt. Auch der Ägydikirtag im September weist auf das Fest des Kirchenpatrons dieser Filialkirche hin.

 

Ein ausführlicher Kirchenführer liegt in der Pfarre auf.

Pfarre Pötzleinsdorf
Schafberggasse 2
1180 Wien

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