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Mariä Heimsuchung - Begegnung von Maria und Elisabeth

Das Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli) erinnert an den Besuch der Gottesmutter Maria bei ihrer Cousine Elisabeth, wie sie Lukas in seinem Evangelium (Lk 1,39-56) beschreibt.

Diese Heimsuchung (vom lateinischen „Visitatio”) rückt zwei ganz unterschiedliche Frauen in den Mittelpunkt. Da gibt es einerseits Maria: jung, schwanger, ohne die Sicherheit einer Ehe oder einer anderen Absicherung. Da gibt es andererseits aber auch ihre Cousine Elisabeth, die damit umgehen muss, dass Gott in ihr Leben eingreift und sie in hohem Alter zur Mutter macht. Beide jedoch haben damit zu kämpfen, dass alles anders verläuft, als sie es eigentlich zunächst geplant hatten - und doch sagen beide JA zu dem, was Gottes Plan ist.

 

 

Freudig jubelt Maria darum auch über Gottes „Auftrag” an sie: „Meine Seele preist die Größe des Herrn...”  (Lk 1,46, auf lateinisch: „Magnificat anima mea Dominum”) – damit erinnert das Fest Mariä Heimsuchung auch an die Geburtsstunde des sogenannten „Magnificats”. Dieser Lobgesang Mariens ist spätestens seit dem heiligen Benedikt von Nursia Teil der Vesper und wird überall auf der Welt gebetet. Die Aufnahme in das tägliche Gebet verdeutlicht damit auch die Bedeutsamkeit der Aussage des Magnificats, denn in ihm wird verdeutlicht, dass Gott das Leben möchte und stets bei jenen ist, die trotz aller Schwierigkeiten und Mühen auf ihn vertrauen wie die beiden so ungleichen Frauen.

 

Das Fest Mariä Heimsuchung wurde stark von den Franziskanern gefördert, später schließlich auch weltkirchlich anerkannt und wird bis heute am 2. Juli, einst der Oktavtag des Festes der Geburt Johannes des Täufers, gefeiert.

 

Quellenangabe:

Einspieler, Klaus: Die Feste der Gottesmutter Maria.

Link: Kath. Kirche Kärnten.at/themen/detail/ die feste der gottesmutter [Stand: 06/2014]

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