Das Projekt "Neue Orgel"
Nachdem die Kirchenrenovierung 2009 abgeschlossen werden konnte, fasste der Pfarrgemeinderat den Grundsatzbeschluss für eine neue Orgel. Da die Pfarre allein nicht in der Lage ist, die hohen Kosten eines Orgelneubaues zu tragen, stellte sich der Groß-Enzersdorfer Orgelverein in den Dienst dieses Jahrhundertprojektes und unterstützt die Pfarre bei der Aufbringung der Mittel.
Ein Orgelprojekt bedarf einiger Vorbereitung. Mit dem Bundesdenkmalamt, Referat Klangdenkmäler, muss Kontakt aufgenommen werden. Von diesem wurden Gutachten über die Erhaltungswürdigkeit der alten Orgel und den Zustand des aus dem Jahr 1773 stammenden Gehäuses erstellt. Auch das Erzbischöfliche Referat für Kirchenmusik wurde eingebunden. Subventionsanträge an die Stadtgemeinde und andere Stellen der öffentlichen Hand wurden mit Unterstützung des Orgelvereines durch die Pfarre gestellt.
In Abstimmung mit dem Referat für Kirchenmusik nahm die Pfarre Kontakt mit Orgelbaufirmen auf. Diese wurden eingeladen, Angebote für einen Neubau der Orgel zu erarbeiten. Zu den eingelangten Kostenvoranschlägen wurde vom Referat für Kirchenmusik ein Gutachten erstellt. Auf Grund dieses Gutachtens erarbeitete der stv. Vorsitzende des PGR mit dem Orgel-Verein Alternativen und einen Finanzplan. An Hand dieser Unterlagen traf der Pfarrgemeinderat im Juni 2015 die Entscheidung über die Auftragsvergabe an eine Orgelbaufirma.
Alle Unterlagen wurden daraufhin zur Genehmigung durch die Erzdiözese Wien an das Referenten für Kirchenmusik weitergeleitet. Diese erfolgte Anfang Oktober 2015 durch den Wirtschaftsrat der Erzdiözese Wien und damit erlangte der Werkvertrag mit der Firma Manufacture d’orgues Thomas Rechtskraft.
Für die Detailplanung des Orgelbauers wurde das alte Orgelgehäuse im November 2015 abgebaut und nach Belgien gebracht.
Um Kosten zu sparen, wurde das alte Instrument in Eigenregie mit Unterstützung von Mitgliedern des Orgelvereines zerlegt und entsorgt.
Die Metallpfeifen stehen nun für Spender zur Verfügung, die Holzpfeifen werden wiederverwendet und gingen ebenfalls nach Belgien.
