Montag 2. März 2026

Gottesdienstordnung für die Woche

 

Wort des Pfarrers

Fastenzeit 2026


Liebe Einwohnerinnen und Einwohner im Pfarrverband!
Liebe Schwestern und Brüder in Christus!
 

Das Leben bringt so manche Erneuerungen mit sich. So durften wir im vergangenen Jahr uns über einen neuen Papst freuen. Mit der Bischofsweihe von Josef Grünwidl beginnt eine neue Ära in unserer Diözese.

Die Fastenzeit steht vor der Tür. Die Fastenzeit ist mehr als eine Zeit des Verzichtes. Sie ist ein Weg: ein Weg der Umkehr, der Klärung und des Neuwerdens. In den Evangelien der Fastensonntage begleitet uns Jesus Schritt für Schritt auf diesem Weg der Neuwerdung. Jede dieser Begegnungen lädt uns ein, unser Leben im Licht Gottes neu zu betrachten. 

Am Beginn der Fastenzeit steht Jesus in der Wüste. Vierzig Tage des Fastens, der Stille und der Versuchung. Jesus wird herausgefordert, den leichten Weg zu wählen: Macht, Sicherheit und Selbstbestimmung ohne Gott. Doch er entscheidet sich für den Weg des Vertrauens. Er wird dadurch in seiner Beziehung zu Gott gestärkt. Auch wir kennen diese inneren Versuchungen wie schnelle Lösungen, Bequemlichkeit und Selbstrechtfertigung. Die Fastenzeit lädt uns ein, neu zu entscheiden, worauf wir unser Leben gründen wollen. Neuwerden beginnt dort, wo wir uns bewusst für Gott entscheiden.

Auf dem Berg Tabor erleben die Jünger einen Moment des Lichtes. Jesus zeigt sich ihnen in göttlicher Herrlichkeit. Es ist ein Vorgeschmack auf Ostern. Diese Erfahrung stärkt sie für den schweren Weg nach Jerusalem. Auch wir brauchen solche Lichtblicke. Die Fastenzeit lädt uns ein, neu zu hören. Es heißt, sich von Gottes Wort berühren zu lassen.

Jesus begegnet einer Frau am Jakobsbrunnen. Er kennt ihre Geschichte, ihre Brüche und verurteilt sie nicht. Stattdessen bietet er ihr „lebendiges Wasser“ an. Die Frau erkennt, dass mit Jesus ein neues Leben beginnt. Dieses Evangelium erinnert uns daran, wo wir unsere Quellen suchen. Stillt das, woraus wir leben, wirklich unseren Durst? Es gilt neu zu glauben und zu vertrauen auf das, was trägt.

Ein Mann, blind von Geburt an, erhält das Augenlicht. Doch während seine äußeren Augen sehend werden, bleiben andere innerlich blind. Jesus macht deutlich, dass wahres Sehen aus dem Glauben kommt. Es gilt, sich die Augen öffnen zu lassen für die Wahrheit über uns selbst, für unsere Mitmenschen, für Gottes Wirken. 

Jesus ruft Lazarus aus dem Grab. Wo alles tot scheint, schafft Gott neues Leben. Dieses Evangelium ist ein kraftvolles Zeichen der Hoffnung über den Tod hinaus. Auch in unserem Leben gibt es Bereiche, die wie „begraben“ erscheinen. Enttäuschungen, Schuld und Resignation schneiden uns vom Leben ab. Jesus spricht auch zu uns: „Komm heraus!“ Neuwerden heißt, der Hoffnung mehr Raum zu geben als der Angst.

Die Fastenzeit führt uns Schritt für Schritt zu Ostern. Es führt uns zum Fest des neuen Lebens. Die Evangelien dieser Zeit machen Mut, sich auf diesen Weg einzulassen und dies ehrlich, suchend und hoffnungsvoll. Möge diese Fastenzeit für uns eine Zeit des Neuwerdens sein im Glauben, im Denken und im Leben.


Ihr Pfarrer Wolfgang Brandner
 

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