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25.04.2014 · Glaube

Marienmonat: Wie Maria zum Mai kam

Marienstatue in Eibesthal

Marienikone auf einer Kirchenfahne: Andachten, Prozessionen prägen die katholische Volksfrömmigkeit.

Zwei Monate hat die katholische Volksfrömmigkeit in besonderer Weise der Verehrung Mariens zugeordnet: den Mai als "Marienmonat" und den Oktober als "Rosenkranzmonat". Und dass die Kirche den Mai als Marienmonat feiert, hat Ursprünge, die ins Mittelalter zurückreichen.

Maiandachten lassen sich bereits für das Mittelalter belegen. Es wurden dazu ursprünglich heidnische Maifeiern römischen und germanischen Ursprungs aufgegriffen und durch die Marienfrömmigkeit in die christlichen Feiern eingegliedert. Dass jedoch der ganze Monat Mai durch tägliche oder zumindest häufige Gebete und Andachten der Gottesmutter "geweiht" wurde, ist eine Entwicklung, die im 17. Jahrhundert einsetzte und in der Mitte des 19. Jahrhunderts abgeschlossen war. Die marianisch geprägten Maiandachten verbreiteten sich – vor allem von Ordensgemeinschaften stark gefördert – von Italien, Österreich und Frankreich ausgehend in Europa und darüber hinaus.

 

Zu den Andachten, die in Kirchen und Wallfahrtsorten, aber auch als häusliche Feiern abgehalten werden, verfassten bekannte Autoren zahlreiche Anregungen, darunter die Heiligen Vinzenz Palotti und Johannes Bosco sowie Kardinal John Henry Newman.

 

Papst Paul VI. empfahl in seiner Enzyklika "Mense maio" vom 1. Mai 1965 die besondere Verehrung der Gottesmutter in diesem Monat. Es sei "eine teure Gewohnheit" seiner Vorgänger, schrieb der Papst, "diesen Marienmonat zu wählen, um das christliche Volk zu öffentlichem Gebet einzuladen, sooft die Nöte der Kirche oder eine drohende Weltgefahr dies verlangen".

 

Auf "Bedrohungen des Friedens" ging auch Benedikt XVI. zu Beginn des  Marienmonats im Jahr 2006 ein: So wie die Apostel Maria in der Zeit zwischen der Auferstehung und dem ersten Pfingsttag als Mutter und Lehrerin erfahren hätten, so habe sich das für die Christen aller Zeiten fortgesetzt, sagte der Papst auf dem Petersplatz: Auch heute sollten die Gläubigen die Bedürfnisse der Kirche und der ganzen Welt der Fürsprache Mariens anvertrauen, "ganz besonders in diesem Augenblick, der von nicht wenigen Schatten gekennzeichnet ist".

erstellt von: Redaktion der Sonntag / Helmut Tatzreiter
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Weitere Informationen:

Maria, die Gottesmutter

 

Die Maiandacht

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