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11.08.2020 · Glaube

Maria Pocs: "....,bitte für uns!"

Das Gnadenbild von Maria Pötsch, oder korrekter Pocs, lädt zum Beten und Verweilen im Stephansdom ein.

Mit Millionen Besuchern im Jahr, ist es einer der meist aufgesuchten Gnadenorte: Maria Pócs im Stephansdom. Thomas Dolezal über das Gnadenbild der Gottesmutter.

Wie in vielen anderen Kirchen unserer Erzdiözese befindet sich auch in der Wiener Kathedrale ein Gnadenbild. 

 

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Wer den Dom durch das Hauptportal betritt, steht sogleich vor dem Baldachinaltar mit der Ikone ”Maria Pócs“, an der jährlich Millionen Besucher  innehalten und ihr Gebet mit dem Entzünden eines Opferlichtes verbinden. Der Standort der Ikone gleich beim Eingang ist bedeutsam: sie gehört zum Typus der Weg-Weiserin, die auf Christus hinzeigt. Benannt ist das Bild nach seinem Herkunftsort Pócs in Nordungarn, wo es ab dem 4. November 1696 ”vierzehn Tag ohne Unterlass“ Tränen vergossen hat.

Auf Betreiben des seligen Kapuzinerpaters Marco d’Aviano ließ Kaiser Leopold I. das wundertätige Bild einst nach Wien bringen und auf  Wunsch der Bevölkerung in verschiedenen Kirchen zur Verehrung aufstellen; schließlich kam es nach St. Stephan. Anlässlich der Übertragung des Bildes in den Dom stiftete Kaiserin Eleonora einen prunkvollen Silberrahmen und den nach ihr benannten Prachtornat (”Eleonoren-Ornat“).

Im Gedenken des ersten Tränenwunders wurde und wird in St. Stephan jährlich am Sonntag um den 4. November das so genannte ”Maria Pócs-Amt“ gefeiert. Die Pflege dieser Tradition geschah in den letzten Jahrzehnten nicht immer mit der gleichen Hingabe, doch blieb wenigstens die Namensgebung ”Pócs-Amt“ (bzw. ”Pötsch-Amt“) erhalten.

Im Zuge der Revitalisierung der Marienverehrung in den letzten Jahren hat die Dommusik etwas Bemerkenswertes zu Tage gefördert, das dem Festkalender der Domkirche eine Ergänzung beschert und  selbst Stephansdom-Kennern einen bisher verborgenen Hintergrund wiedererschließt.

 

Das ”Maria Pócs-Fest“ im Juli

Die Übertragung des Gnadenbildes in den Stephansdom (1697) bewirkte ein Aufblühen der Frömmigkeit, dem mit vielfältigen Gottesdienstfeiern entsprochen wurde. Neben zahlreichen Messen und Andachten wurde täglich um 11 Uhr ein ”solennes musicalisches Hoch-Amt gehalten“, um ”5 Uhr die Lauretanische Litaney solemniter gesungen“. An Sonn- und Feiertagen wurde dazu sogar der Rosenkranz ”bey einem jeden Gesätzlein…mit Trompeten und Paucken herzlich gehalten.“ Dieses Aufkommen war also nicht nur der Seelsorge, sondern auch der Kirchenmusik ein besonderes Tätigkeitsfeld, so dass ab dieser Zeit für fast 100 Jahre lang zwei Dommusikkapellen mit zwei Kapellmeistern wirksam waren (die Essential- und die Gnadenbild-Kapelle).

Einer dieser Gnadenbild-Kapellmeister war Johann Joseph Fux, der spätere Hofkapellmeister von Kaiser Karl VI. (Stifter der Karlskirche). Fux, bedeutendster Barockkomponist unseres Landes und stilistisch der universale Musiker seiner Zeit, beeinflusste die österreichische Musikgeschichte nachhaltig - Werke z. B. von Haydn oder Mozart sind ohne ihn undenkbar.


Aus Fux’ umfangreichem kompositorischen Schaffen wurden nun vor kurzem Stimmabschriften in Brünn entdeckt, die mit ”Missa / Lachrymantis Virginis /…/ Auth: Sig: Fux Maestro di Capella /…/“, betitelt sind, also als Messe zu Ehren der ”Tränen der Jungfrau“.  Ohne Zweifel hat Fux die Messe dem Stephaner Gnadenbild zugedacht, mit Sicherheit in seiner Zeit als Gnadenbild-Kapellmeister (1705-1712). Die Beschäftigung mit diesem Werk führte zu einer weiteren Kostbarkeit von Maria Pócs: einem in St. Stephan aufgelegten Gebet- und Gesangbuch zum Gnadenbild aus dem frühen 18. Jhdt.
Es titelt ”Erneuert und vermehrter Gnaden-Brunn in dem wunderthätigen Bild der weinenden Mutter Gottes von Pötsch, welches in Original in der Wiennerischen Metropolitan-Kirchen verehret wird“ und wurde, unter Berücksichtigung einer früheren Auflage im Jahr 1739 von Christoph Zennegg verfasst, vom damaligen Kirchenmeister Joh. Anton Geissenhof ”aus selbst eignen Mitten“ gedruckt und veröffentlicht.

Das Buch kann wohl als umfassendstes Dokument zum Stephaner Gnadenbild erachtet werden: In mehreren Kapiteln beschreibt es auf 172 Seiten die Geschichte seiner Entstehung und Wundertätigkeit, benennt Zeugnisse von Wunderheilungen und Wohltaten, bringt detaillierte Gottesdienst- und andere liturgische Ordnungen und bietet eine ansehnliche Sammlung von Maria Pócs-Liedern (teils mit Noten) und Gebeten.

Darüberhinaus wird in dem Buch das bislang nicht mehr bekannte Hauptfest des Gnadenbildes genannt: Im Zusammenhang mit der Erwähnung einer Maria Pócs-Bruderschaft (”Marianische Liebs-Versammlung“), die sich ”Zur Vermehrung der Ehr der Mutter Gottes bey dem Pötschischen Gnaden-Bild“ um 1729 konstituiert hatte, legte Papst Benedikt XIII. am 18. Jänner 1730 ”den nächsten Sonntag nach dem Fest Mariä Heimsuchung“ (2. Juli) als Patrozinium  fest – in Erinnerung der Übertragung der Ikone nach St. Stephan an diesem Tag (im Unterschied zum Gedenken an das erste Tränenwunder im November).

Dieser höchste Maria Pocs-Festtag des Jahres im Juli wurde noch bis in das vorige Jahrhundert gefeiert, jedenfalls können sich Ältere noch an ein ”Pócs-Amt“ im Sommer erinnern. Somit haben wir (wieder) zwei wichtige Maria-Pócs-Tage, die, ähnlich wie die Marienmonate Mai und Oktober, als ”Achse der Marienverehrung“ das liturgische Jahr im Stephansdom bereichern.    

erstellt von: Redaktion der Sonntag / Thomas Dolezal
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