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05.12.2024 · Österreich & Weltkirche

"Kirche in Not": Christenverfolgung hat weltweit zugenommen

Man in prison hands of behind hold Steel cage jail bars. offender criminal locked in jail.

"Die Lage der Christen hat sich in vielen Ländern verschlechtert", fasste Lynch zusammen. Dabei wies sie ausdrücklich darauf hin, dass die Verfolgung und Diskriminierung nicht nur Christen, sondern auch Angehörige anderer religiöser Minderheiten betrifft.

Ein neuer Bericht "Verfolgt und Vergessen?" der Menschenrechtsorganisation: "Afrika ist zum Epizentrum islamistischer Gewalt geworden". Bischof berichtet über Gewalt in Nigeria.

Christinnen und Christen in zahlreichen Ländern weltweit leiden unter steigender Gewalt, Diskriminierung und weiteren Verletzungen der Menschenrechte. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht "Verfolgt und Vergessen?" des weltweiten katholischen Hilfswerks "Kirche in Not" (ACN) hervor.

 

Der alle zwei Jahre erscheinende Bericht liefert für den Zeitraum von Sommer 2022 bis Sommer 2024 globale und regionale Informationen über Christenverfolgung in 18 Ländern. "Kirche in Not" stützt sich dabei auf "Zeugenaussagen aus erster Hand von Überlebenden antichristlicher Angriffe", etwa auf Schilderungen von Bischof Gerald Mamman Musa aus Katsina in Nigeria über die Verletzungen des Menschenrechts auf Religionsfreiheit in seiner Heimat.

 

Nicht nur im mit Abstand bevölkerungsreichsten Staat des Kontinents gebe die Lage Anlass zur Sorge. Auch in den untersuchten afrikanischen Ländern wie Burkina Faso oder Mosambik lösten "islamistische Angriffe eine Massenmigration christlicher Gemeinschaften aus", heißt es in dem Bericht. Diese Entwicklung werfe "Fragen zum langfristigen Überleben der Kirche in afrikanischen Schlüsselregionen auf". Die Geschäftsführende ACN-Präsidentin Regina Lynch erklärte: "Afrikas ist zum Epizentrum islamistischer Gewalt geworden."

 

Christen leiden "unverhältnismäßig stark"

Die Region im Nordwesten Nigerias, in der Bischof Musa amtiert, sei zu einem Brennpunkt organisierter Kriminalität und des gewalttätigen Extremismus geworden. Neben dschihadistischen Gruppen wie "Boko Haram" stellten Milizen aus dem Nomadenstamm der Fulani mittlerweile eine "noch größere Bedrohung" dar. Die Gewalt treffe Muslime wie Christen, betonte der Bischof. Allerdings litten Christen "unverhältnismäßig stark": Zwischen 2019 und 2023 seien mehr als 16.000 Christen getötet worden.

 

Christen sind laut Musa am Arbeitsplatz, in der Politik oder in der Rechtsprechung diskriminiert, da in zahlreichen nigerianischen Bundesstaaten die Scharia gelte. Entführungen von Priestern und kirchlichen Mitarbeitern seien mittlerweile an der Tagesordnung. "Angriffe auf Kirchen, Entführungen und Morde sollen Angst schüren, das Gemeinschaftsleben stören und die Aufmerksamkeit auf die Anliegen dieser Gruppen lenken", sagte der Bischof.

 

Die Ursachen für die Anfeindungen seien vielfältig, beruhten aber häufig auch auf einer Unkenntnis der Lebensweise und Ansichten der jeweils Andersgläubigen. Musa forderte deshalb umfassende Bildungsbemühungen und Initiativen für Religionsfreiheit und Frieden: "Kirche in Not" leiste den Christen Nigerias hier wertvolle Unterstützung.

 

Der Bischof wies darauf hin, dass Verfolgung und Gewalt nicht zu einem Rückgang der religiösen Praxis geführt hätten. Im Gegenteil: "Die Christen, die getötet wurden, haben ihr Blut nicht umsonst vergossen. Viele Menschen werden angezogen vom Glauben."

 

Schikanen in China, Indien, Nicaragua

Präsidentin Lynch nannte China, Eritrea und den Iran als Beispiele für Länder, "in denen Christen als Feinde des Staates ins Visier genommen werden." In anderen im Bericht "Verfolgt und vergessen?" erfassten Ländern setzten staatliche und nichtstaatliche Akteure "Gesetze zunehmend als Waffe ein, um Christen und andere Minderheiten zu unterdrücken". So seien im zunehmend nationalistischen Indien im Berichtszeitraum mehr als 850 Christen inhaftiert worden.

 

Wiederholt finden sich im Bericht Schilderungen von Entführungen und Zwangskonversionen christlicher Frauen und Mädchen, zum Beispiel in Pakistan, oder abwertende Beiträge über Christen in Schulbüchern. Einzig in Vietnam, das 2023 diplomatische Beziehungen mit dem Heiligen Stuhl aufnahm, seien leichte Verbesserungen für Christen festzustellen.

 

Neu in der 18-jährigen Geschichte von "Verfolgt und Vergessen?" ist ein Bericht zur Lage in Nicaragua. Dort geht die Ortega-Regierung massiv gegen die Christen vor; zahlreiche kirchliche Mitarbeiter wurden verhaftet, Priester und Bischöfe ausgewiesen.

 

"Die Lage der Christen hat sich in vielen Ländern verschlechtert", fasste Lynch zusammen. Dabei wies sie ausdrücklich darauf hin, dass die Verfolgung und Diskriminierung nicht nur Christen, sondern auch Angehörige anderer religiöser Minderheiten betrifft. "Kirche in Not" mache sich für die generelle Einhaltung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit stark.

 

Der 45-seitige Bericht "Verfolgt und vergessen?" ist zum Preis von 2,50 Euro erhältlich (Info: www.kircheinnot.at/shop, Mail: kin@kircheinnot.at; "Kirche in Not", Weimarer Str. 104/3, 1190 Wien, Telefon: 01/405 25 53)

erstellt von: red/kathpress
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