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15.01.2025 · Österreich & Weltkirche · Weltkirche

Weltverfolgungsindex 2025: Religiös motivierte Gewalt nimmt zu

Weltverfolgungsindex 2025: Religiös motivierte Gewalt nimmt zu

Im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2023 bis 30. September 2024 waren weltweit 380 Millionen Menschen christlichen Glaubens "in hohem Maße" Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt, heißt es im Bericht.

Das Hilfswerk "Open Doors" veröffentlicht eine neue Rangliste der 50 Ländern mit der stärksten Christenverfolgung. Gewalt und autoritäre Restriktionen vorrangig in Zentralasien und Subsahara-Afrika gestiegen.

Verhaftungen, Polizeirazzien bei Gottesdiensten, Vandalismus und sexueller Missbrauch christlicher Frauen: Die religiös motivierte Gewalt gegen Christinnen und Christen hat weltweit zugenommen. Das geht aus dem am Mittwoch, 15. Jänner 2025, veröffentlichten Weltverfolgungsindex (WVI) des Hilfswerks "Open Doors" hervor, das jährlich eine Rangliste von 50 Ländern mit der stärksten Christenverfolgung veröffentlicht. Angeführt wurde diese zum dritten Mal in Folge und seit 1993 zum 23. Mal von Nordkorea. Eine deutliche Verschärfung der Christenverfolgung verzeichnete "Open Doors" unter anderem aufgrund von Bürgerkriegen, autoritären Regierungen und anhaltenden Konflikten in Subsahara-Afrika und Zentralasien.

 

Im Berichtszeitraum vom 1. Oktober 2023 bis 30. September 2024 waren weltweit 380 Millionen Menschen christlichen Glaubens "in hohem Maße" Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt, hieß es. Das bedeutet einen Anstieg von mehr als vier Prozent gegenüber dem Vorjahresbericht (365 Mio.). 4.476 Menschen sollen im Kontext der Ausübung ihres christlichen Glaubens getötet worden sein, wobei die Dunkelziffer laut "Open Doors" deutlich höher liegen dürfte. Auch die Anzahl der Angriffe auf christliche Häuser sei binnen eines Jahres um 33 Prozent auf 28.368 gestiegen.

 

Gefährdung durch autokratische Systeme

Insbesondere das zentralasiatische Land Kirgisistan ist mit 7,5 Punkten auf der Rangliste wie kein anderes aufgestiegen. Mit 14 vorgerückten Plätzen liegt es nun auf Platz 47. "Bevor der derzeitige Präsident Sadyr Japarov im Januar 2021 an die Macht kam, war Kirgisistan als das am wenigsten autoritäre Land in der Region Zentralasien bekannt", berichtete Rolf Zeegers, Analyst bei "World Watch Research", der Forschungsabteilung von "Open Doors". Seitdem sei "eine ganze Reihe restriktiverer Gesetze eingeführt worden", die die Regierungsfreiheit einschränkten. Zudem erlebe das Land einen starken Anstieg der Gewalt gegen Kirchen, unter anderem durch Attacken mit Steinwürfen oder Razzien in Gottesdiensten.

 

Auch im benachbarten Kasachstan (Rang 38) wurden die staatlichen Kontrollen laut "Open Doors" erhöht. Die Analysten der Hilfsorganisation protokollierten etwa Berichte über Polizeirazzien bei Gottesdiensten sowie über sexuellen Missbrauch christlicher Frauen. "Die Bedrohung durch autoritäre Regime in Zentralasien hat sich so verschärft, dass viele Christen in der Region zunehmend Angst haben", erklärte dazu Frans Veerman, Geschäftsführer von "Open Doors World Watch Research". In Jemen (Rang 3) hätten Bürgerkriege und eine "zunehmende Gesetzlosigkeit" die Verfolgung von Christinnen und Christen begünstigt.

 

"Größte Vertreibungskrise der Welt"

Anhaltend angespannt ist die Lage laut der Hilfsorganisation in Subsahara-Afrika geblieben. 16 Millionen Christinnen und Christen seien in den vergangenen Jahren vertrieben worden. Im aktuellen Berichtszeitraum wurden beinahe 136.000 Vertriebene gezählt. Von Rang 8 auf Rang 5 kletterte der Sudan. Das Land verzeichnete einen Anstieg der Zahl der getöteten Christen, der sexuellen Übergriffe sowie der Angriffe auf christliche Häuser und Geschäfte, hieß es seitens "Open Doors". Bis Mitte 2024 waren mehr als 7,7 Millionen Menschen auf der Flucht - das mache es "zur größten Vertreibungskrise der Welt".

 

Der WVI zeigt ferner, dass die Kirche in einer Reihe von Ländern in den Untergrund gedrängt wird. So auch in Algerien (Rang 19) und Libyen (Rang 4), wo Christinnen und Christen zum Feiern von Untergrundgottesdiensten gezwungen sind. In Afghanistan sollen etwa christliche Treffen selbst im Verborgenen nicht mehr möglich sein. Christinnen und Christen in China (Rang 15) und anderen autokratischen Staaten seien aufgrund der fortgeschrittenen Überwachung immer vorsichtiger, wenn es darum gehe, ihren Glauben offen zu bekennen, "ob im realen Leben oder in Online-Aktivitäten", so "Open Doors".

 

"Gerechtigkeit für Opfer"

"Der erneute deutliche Anstieg von Gewalt gegen Christen im vergangenen Jahr muss uns alle in den westlichen Ländern aufrütteln und zu gezieltem Handeln bewegen", mahnte Kurt Igler, Geschäftsführer von "Open Doors Österreich". Die österreichische Politik und Öffentlichkeit müsse sich dafür einsetzen, "dass die Regierungen in diesen Regionen sinnvolle Maßnahmen ergreifen, um dem wachsenden Einfluss dschihadistischer Gruppen zu begegnen und dem Schutz der Schwachen vor Aggressoren Vorrang einzuräumen". Anderenfalls drohten "einst blühende christliche Gemeinden" zu verschwinden. Es gelte "Gerechtigkeit für die Opfer und Rechenschaftspflicht der Täter einzufordern", so Igler.

 

"Open Doors" untersucht laut eigenen Angaben jedes Jahr das Ausmaß an Gewalt, staatlicher Unterdrückung sowie gesellschaftlicher und behördlicher Feindseligkeit gegenüber Christen in rund 100 Ländern. Die Daten dafür lieferten betroffene kirchliche Netzwerke, regionale Menschenrechtsanwälte, unabhängige Experten sowie Analysten von "Open Doors International". Die Einhaltung der Methodik des Weltverfolgungsindex wird durch das "Internationale Institut für Religionsfreiheit"(IIRF) geprüft und zertifiziert.

 

Infos: www.opendoors.at

erstellt von: red/kathpress
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