Donnerstag 2. April 2026
Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

suchen
  • YouTube
  • facebook
  • instagram
  • twitter
  • anliegen@edw.or.at
Topmenü:
  • Jobs
  • Mitarbeiterportal
  • Pfarren
  • Personen
  • Presse
  • Shop

Sprachenmenü:
  • EN
  • FR
  • ES
  • IT
  • PL

  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Glauben & Feiern
  •  
  • Nachrichten & Magazin
  •  
  • Service & Hilfe
  •  
  • Menschen & Organisation
  •  

Hauptmenü ein-/ausblenden
10.12.2014 · KA&CO

Experten: Gängige islamische Theologie fördert Christenverfolgung

"Solange Juden und Christen als minderwertig angesehen werden, solange wird auch die Christenverfolgung in islamischen Staaten nicht enden", kritisierte der österreichische islamische Religionspädagoge Ednan Aslan.

Pressekonferenz in Wien von 20 Organisationen zum "Tag der Menschenrechte" - Islamischer Religionspädagoge Aslan: Zeitgemäße Interpretation der zentralen Schriften des Islam wäre dringend gefordert.

Die gegenwärtige und zuvor in diesem Ausmaß nie dagewesene Christenverfolgung in vielen islamischen Ländern kann nur über eine inner-islamische Neuausrichtung der vorherrschenden Theologie beendet werden.

 

Das betonten Vertreter christlicher Organisationen und der österreichische islamische Religionspädagoge Ednan Aslan am Mittwoch, 10. Dezember 2014, bei einem Pressegespräch in Wien. "Solange Juden und Christen als minderwertig angesehen werden, solange wird auch die Christenverfolgung in islamischen Staaten nicht enden", kritisierte Aslan. Dringend gefordert sei deshalb eine zeitgemäße Interpretation der zentralen Schriften des Islam, betonte Elmar Kuhn, Generalsekretär von "Christian Solidarity International/Österreich" (CSI).

 

"Solidarität mit verfolgen Christen"

Die aus 20 Menschenrechtsorganisationen bestehende ökumenische Plattform "Solidarität mit verfolgen Christen" hat anlässlich des Tags der Menschenrechte der Vereinten Nationen am Mittwoch zur Pressekonferenz geladen. Nach der Diskussion findet ein Fackelzug von der Oper zum Stephansdom statt, um gegen die weltweite Christenverfolgung zu demonstrieren.

 

Islamische Theologie, so wie sie heute etwa an Fakultäten in Saudi-Arabien aber auch vielen anderen islamischen Ländern gelehrt werde, biete direkte Anknüpfungspunkte für Terrormilizen, um ihre Vertreibungen und ihr Morden zu rechtfertigen. Die Gräueltaten, etwa der Organisation "Islamischer Staat" (IS), zu verurteilen, die dahinter stehende Lehre aber unangetastet zu lassen, genüge nicht, richtete Aslan klare Worte an Islamgelehrte.

 

Theologie für Gesellschaftsstruktur des 7. Jahrhunderts

Zugrunde liege dieser Theologie eine Interpretation der heiligen Schriften, die auf der Gesellschaftsstruktur des 7. Jahrhunderts beruhe. Enthauptungen, Steinigungen oder die Geringschätzung Andersgläubiger seien damals gesellschaftlich akzeptiert gewesen.

 

Ähnliches gelte aber auch für das Alte Testament der Bibel. Knackpunkt sei deshalb nicht die "Verteufelung" der Schriften, sondern ihre zeitgemäße Interpretation, die der Lebensrealität des 21. Jahrhunderts entsprechen müsse. Man könne nicht alles, was im Koran steht, "eins zu eins als Wort Gottes verkaufen".

 

Direkt davon betroffen sei auch der interreligiöse Dialog. "Dort wo Radikalisierung und Gräuelpropaganda betrieben wird, hat Dialog keinen Platz", betonte CSI-Generalsekretär Kuhn.

 

Faktor Bildung

Eine zentrale Stellung komme dem Faktor Bildung zu. Es müsse aber eine Bildung in die richtige Richtung sein, forderte Aslan. In vielen islamischen Ländern liege das "Prinzip der Angst" den Bildungssystemen zugrunde, die die "Unmündigkeit der Bürger unterstützt und ihre Unmundigkeit verhindert".

 

CSI-Generalsekretär Kuhn verwies in diesem Zusammenhang auf die entscheidende Rolle Europas. "Wir müssen in Europa einem solchen innerislamischen Dialog Geburtshilfe leisten. Denn wir leben hier in Freiheit und haben die Möglichkeiten dazu, kritisch nachzufragen und so Impulse in die arabische Welt zu schicken."

 

In dieselbe Kerbe schlug auch Aslan: "Die Freiheit, die Muslime in Europa genießen, nimmt sie in die Pflicht, sich auch für die Freiheit von Christen in islamischen Ländern einzusetzen." Von Europa aus könnten wichtige Impulse in die islamischen Länder gehen. Schließlich gehe es auch um die Zukunftsfähigkeit des Islam in einer modernen Welt.

 

Aslan zeigte sich davon überzeugt, dass ein zeitgemäßer Islam in der Lage sei, einen aktiven Beitrag zum Frieden in Europa zu leisten. Eine Theologie wie sie jetzt aber betrieben werde, könne in einem demokratischen Europa nicht überleben, so Kuhn.

 

100 Millionen Christen schwer benachteiligt

Kurt Igler von der christlichen Organisation "Open Doors/Österreich" verwies auf Motoren für Christenverfolgungen. Triebkräfte seien heute islamischer Extremismus, religiös begründete Aggressionen, die Angst totalitärer Regime, radikaler Säkularismus, systematische Korruption oder kommunistische Unterdrückung. Christen stellten heute etwa drei Viertel aller aufgrund ihrer Religion Verfolgten, ca. 100 Millionen von ihnen erlitten schwere Benachteiligungen oder Verfolgung. Zehntausende Christen würden jährlich ihres Glaubens wegen getötet.

 

Johann Marte, Präsident der Stiftung "Pro Oriente" stellte die Frage nach der Zukunft der Christen in islamischen Ländern und verwies dabei auf Statements des chaldäischen Patriarchen Louis Raphael I. Sako, der immer wieder von Raub, Entführungen, Vergewaltigungen, Sklaverei und Modern berichtet. "Während die christlichen Vertreter die vernichtenden Auswirkungen der Tragödie auf die christliche Bevölkerung beschreiben, scheinen den muslimischen Vertretern die negativen kulturellen und gesellschaftlichen Folgen eines vom Christentum entleerten Orients allmählich bewusst zu werden."

 

Herbert Rechberger von "Kirche in Not" verwies auf Möglichkeiten, das Leid bedrängter Christen zu mindern. An oberster Stelle stehe die Informationsweitergabe. Das Schicksal bedrohter Christen dürfe nicht ignoriert oder vergessen werden. Unerlässlich sei außerdem materielle Hilfe und das Gebet. "Kirche in Not" stellte kürzlich vier Millionen Euro für die Unterstützung von Flüchtlingen aus dem Irak und Syrien zur Verfügung.

 

Diskriminierung in Europa

Die Diskriminierung von Christen in Europa nahm schließlich Martin Kugler von der "Beobachtungsstelle zur Diskriminierung von Christen" (OIDAC; www.intoleranceagainstchristians.eu) in den Blick.

 

Der Begriff "Christenverfolgung" treffe für westliche Staaten nicht zu, aber auch in europäischen Ländern gebe es dramatisch viele Fälle von Vandalismus gegen Kirchen und zunehmend auch rechtliche Einschränkungen für praktizierende Christen, so Kugler. Schon 2013 veröffentlichte das in Wien ansässige Archiv in einem europaweiten Beriecht 41 Fälle nationaler Gesetzgebung, die für Christen nachteilige Auswirkungen haben.

 

Auch die parlamentarische Versammlung der OSZE habe bereits im Juli 2011 empfohlen, eine "öffentliche Debatte zu Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen anzustoßen und das Recht von Christen zur uneingeschränkten Teilnahme am öffentlichen Leben zu garantieren". Man fordere, "dass angesichts der Diskriminierung und Intoleranz gegenüber Christen die Gesetzgebung in den Mitgliedsstaaten evaluiert wird".

erstellt von: red/kap
zurück
Mehr:

Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von Youtube und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.


 

CSI Österreich
Singerstraße 7/4/2.Stock
1010 Wien, Österreich
Tel.: 01 712 15 07
(Landesvorwahl +43)
Email: csi@csi.or.at

Nachrichten
zurück
Weitere Artikel zum Thema

"16 Tage gegen Gewalt": Katholische Jugend und Frauen sensibilisieren

Appell dazu, selbst "Vorbild gegen Gewalt" zu sein, und Kampf gegen "strukturelle Gewalt". St. Pöltner Emmausgemeinschaft bietet Schutzräume für Frauen.

Katholische Aktion Wien: Ehrenamtliches Engagement stärken

KA formuliert in "Ehrenamtsmanifest" Rahmenbedingungen für gelingende Freiwilligenarbeit. Präsident Bödenauer: Katholische Aktion ist Lobby für Ehrenamtliche in der Kirche.

Katholische Sozialakademie: Wissenschaftlicher Beirat

Unter dem Vorsitz von Ex-Caritas-Chef Küberl gehören dem Gremium u.a. WIFO-Direktor Felbermayr, Sozialethiker Filipovic und Migrationsforscherin Kohlenberger an.

Katholische Aktion Wien: Kohlendioxid-Ausstoß drastisch reduzieren

Die Katholische Aktion formuliert in ihrem "Politischem Nachtgebet" klimapolitische Forderungen an Politik und macht auf hohen Bodenverbrauch aufmerksam.

Katholische Aktion unterstützt Wiener Friedenskundgebung am 13. März und Friedensgebete

Kaineder, Renner und Knell: "Nur auf einem Verhandlungsweg wird es dauerhafte Sicherheit und Freiheit für die Ukraine, für Russland und für ganz Europa geben".

Mutige Frauen im Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit

Zum Weltfrauentag am 8. März: Katholische Frauenbewegung und "Jugend Eine Welt" verneigen sich vor Frauen in Krisenregionen wie Ukraine, Russland, Afghanistan. Familienverband: Kindererziehung bei Pension mehr berücksichtigen.

"Aktion Familienfasttag" stärkt Frauenrechte auf den Philippinen

Von Katholischer Frauenbewegung geförderte Nachbarschaftsinitiative in Region Manila stärkt Frauen und Kinder. Katholische Frauen machen auf Milliarden Stunden unbezahlter Sorgearbeit durch Frauen und Mädchen aufmerksam.

PGR-Wahl: "Pfarren brauchen neue Ideen"

Die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien startet eine Kampagne für mehr junge Menschen im Pfarrgemeinderat.

Katholische Verbände trauern um Josef Zemanek

Katholische Verbände trauern um Josef Zemanek

Langjähriger AKV-Präsident und Dozent an der Hochschule Heiligenkreuz am 29. November im 79. Lebensjahr verstorben. Begräbnisfeier am 10. Dezember.

Katholische Aktion sucht verstärkt außerkirchliche Kooperationen

Bischofskonferenz bestätigt neu gewähltes KAÖ-Präsidium mit Ferdinand Kaineder als Präsident, Katharina Renner und Brigitte Knell als Vizepräsidentinnen und Paul Zulehner als Geistlichem Assistent.

Reinhard Bödenauer neuer Präsident der Katholischen Aktion (KA) der Erzdiözese Wien

Bei der KA-Diözesankonferenz wurde Reinhard Bödenauer zum neuen Präsidenten gewählt, Margit Pröglhöf-Piriwe und Valentina Steigerwald sind Vizepräsidentinnen.

Katholische Frauenbewegung lädt zum ersten "Frauenpilgertag"

Rund 100 Pilgergruppen werden sich am 16. Oktober österreichweit unter dem Motto "Zeit zu leben" auf den Weg machen.

Wien: Symposium zur Rolle der Befreiungstheologie heute

Veranstaltung der Katholischen Aktion Wien am 16. September anlässlich "20 Jahre Welthaus" fragt nach Antworten der Befreiungstheologie auf "aktuelle gesellschaftliche Krisen"

Katholische Frauenbewegung erhält erstmals geistliche Assistentin

In Kärnten beheimatete Theologin Barbara Velik-Frank übernimmt im Team mit Mehrerauer Zisterzienser-Abtpräses Vinzenz Wohlwend die Agenden von P. Franz Helm.

Ein kleines Danke fürs „Autofasten“

Das “FairWandeln-Team“ aus der Dompfarre Wiener Neustadt verteilte gemeinsam mit Mitgliedern vom Fairtrade-Arbeitskreis der Stadtgemeinde Schokoladen und Müsli-Riegel in der Innenstadt an Radlerinnen und Radlern.

Katholische Frauenbewegung: "Familienfasttag" nach neuem Rezept

Für Spendenaktion werden heuer wegen Corona-Pandemie "Köchinnen des Guten Lebens" gesucht.

Assistierte Suizid: Kritik an VfGH-Entscheidung

Salzburger Ärzteforum warnt im Blick auf Länder wie Benelux-Staaten, Schweiz und Kanada vor weitreichenden negativen Folgen der Aufhebung des Verbots an Suizid-Mitwirkung. Auch Ärztekammer sieht falschen Schritt.

Heftige kirchliche Kritik an Vorstoß zu Sonntagsöffnung

Katholischer Familienverband: "Unsolidarisch und unangebracht". Katholische Arbeitnehmer: Stärkung der großen Handelsketten auf Kosten der kleinen Betriebe in den ländlichen Regionen.

"Allianz für den freien Sonntag" gegen Einkaufssonntage im Advent

Gemeinsame Zeit ohne Konsum- oder Erwerbsdruck gerade jetzt wertvoll wie noch nie. Gegen WKO-Argument einer besseren Verteilung der Kundenströme: Viele haben heuer weniger Geld.

Männer-Wallfahrt: "Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau"

Traditionelle Wallfahrt der Katholischen Männerbewegung ins Stift Klosterneuburg stand heuer unter dem biblischen Motto "Selig der Mann einer guten Frau!".

nach oben springen
Sitemapmenü:
Glauben &
Feiern
Nachrichten &
Magazin
Service &
Hilfe
Menschen &
Organisation

ERZDIÖZESE WIEN
Wollzeile 2
1010 Wien
Tel.: +43 1 51552 - 0

anliegen@edw.or.at

Impressum
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Cookie-Einstellungen
https://www.erzdioezese-wien.at/
nach oben springen