Wenn Kinder einen wichtigen Menschen oder auch ein Haustier verlieren, verlieren sie nicht nur eine Person. Sie verlieren gemeinsame Erlebnisse, Gewohnheiten, Nähe und oft ein Stück ihrer vertrauten Welt.
Deshalb brauchen Kinder Menschen, die ihnen helfen, ihre Trauer auszudrücken.
Nicht jede Trauer findet Worte. Manche Kinder malen ihre Gefühle, andere erzählen Geschichten, wieder andere ziehen sich zurück oder werden besonders lebhaft. Trauer hat viele Gesichter und jedes Kind findet seinen eigenen Weg.
Die wichtigste Botschaft lautet:
Es gibt kein richtiges oder falsches Trauern.
Als Eltern, Großeltern oder Bezugspersonen können wir Kindern helfen, indem wir ehrlich und offen mit ihnen sprechen.
Kinder spüren, wenn etwas nicht stimmt. Klare und einfache Worte sind oft hilfreicher als gut gemeinte Umschreibungen. Kinder dürfen wissen, dass ein Mensch gestorben ist und nicht wieder zurückkommt. Gleichzeitig dürfen sie erfahren, dass Liebe, Erinnerungen und Verbundenheit bleiben.
Es tut gut, wenn Kinder erleben:
- Ich darf traurig sein.
- Ich darf Fragen stellen.
- Ich darf weinen.
- Ich darf lachen.
- Ich darf spielen.
- Ich darf mich erinnern.
- Ich bin mit meiner Trauer nicht allein.
Trauer braucht Räume.
So wie Erwachsene Zeit zum Erinnern brauchen, können auch Kinder von kleinen Ritualen profitieren. Rituale schenken Orientierung, Sicherheit und ein Gefühl von Verbundenheit.
Dabei geht es nicht darum, etwas perfekt zu machen. Es geht darum,
- gemeinsam Orte zu schaffen für Trauer und Verbundenheit
- zu erfahren, dass Verstorbene im Himmel leben und
- Erinnerungen, Verbundenheit und eine lebendige Beziehung bleiben dürfen.
Konkrete Rituale und Räume finden Sie hier
Wie Sie Kindern den Tod und ein Begräbnis erklären können finden Sie hier