Die Lebenskerze
Suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine schöne Kerze aus.
Vielleicht erinnert die Farbe an Oma, Opa oder einen anderen geliebten Menschen. Vielleicht gestaltet Ihr Kind die Kerze selbst mit kleinen Symbolen oder Zeichnungen.
Wenn die Kerze angezündet wird, sprechen Sie den Namen des verstorbenen Menschen aus.
Sie können sagen:
"Mit dem Licht dieser Kerze leuchtet die Liebe von Oma weiter in unser Leben."
Nehmen Sie sich einen Moment Zeit. Vielleicht erzählt Ihr Kind eine Erinnerung. Vielleicht möchte es schweigen. Beides ist gut.
Die Erinnerungsbox
Gestalten Sie gemeinsam eine kleine Schachtel oder Kiste.
Darin können Fotos, Briefe, Zeichnungen oder andere wertvolle Erinnerungsstücke aufbewahrt werden.
Wann immer das Kind möchte, darf die Erinnerungsbox geöffnet werden.
So wird sichtbar:
Die gemeinsame Geschichte bleibt und die Beziehung darf bleiben.
Der Erinnerungsstein
Suchen Sie bei einem Spaziergang einen schönen Stein.
Das Kind kann ihn bemalen oder beschriften.
Der Stein kann einen besonderen Platz im Garten, auf dem Balkon oder im Kinderzimmer bekommen.
Wenn das Kind traurig ist, kann es den Stein in die Hand nehmen und an den geliebten Menschen denken.
Tröstend kann auch sein: wenn ich den Stein in Händen halte, dann denkt der Mensch / das Tier auch ganz fest an mich.
Die bleibende Beziehung
Manchen Kindern hilft es, Briefe oder Bilder für den verstorbenen Menschen / das verstorbene Haustier zu gestalten.
Diese können in einer Beziehungsmappe gesammelt werden, die den Namen des/der Verstorbenen trägt, bei einem besonderen Ritual vorgelesen oder an einem schönen Ort aufbewahrt werden.
Dadurch erleben Kinder:
Meine Gedanken und meine Liebe haben einen Platz.
Orte der Erinnerung
Es gibt Kinder, die gerne Gräber besuchen, andere tun sich schwer damit oder wollen gar nicht hin. Wichtig ist auch hier: es gibt kein richtig oder falsch. Nehmen Sie die Bedürfnisse Ihres Kindes ernst und zwingen sie es zu nichts, etwa im Sinne von "das gehört sich so". Trauer ist individuell und damit ein höchst persönlicher Weg. Wenn Ihr Kind Angst vor Friedhöfen verspürt, kann es helfen, ihm behutsam zu erklären, worum es sich bei Friedhöfen handelt. Hier finden Sie eine gute Anleitung dafür.
Sicher gibt es aber verschiedene Orte, an denen Sie und Ihr Kind sich an die/den Verstorbenen erinnert. Das können gemeinsame Ausflüge gewesen sein oder Urlaubsorte. An einem solchen Ort können Sie sich auch ganz bewusst erinnern, einen Erinnerungsstein hinterlegen oder - wenn es in der Natur ist - vielleicht sogar einen kleinen Baum pflanzen.
Wichtig sind Plätze und Orte der Erinnerung - sie können überall sein.
Hier finden Sie Impulse dazu für Erwachsene, die Sie aber auch gut für Kinder adaptieren können