Termine statt.
Termine statt.
Die Firmkandidat:innen des Pfarrverbandes Oberes Schmidatal inszenierten ein Theaterstück, dass die ‚Herbergssuche‘ auf gegenwärtige Herausforderungen übertragen hat. Dabei wurden 6 unterschiedliche Szenen von den Firmkandit:innen vorbereitet. Jede und jeder hatte eine Rolle und wurde gebraucht. Zusätzlich wurde jede Szene von einem Musikstück – das machmal sehr christlich und manchmal auch sehr ‚säkular‘ war – begleitet. So konnten die Jugendlichen etwas von ihrer eigenen Lebensrealität mit der Gedanken rund um die Herbergssuche verbinden. Dadurch wurde die Botschaft des Evangeliums für viele Menschen (einige waren seit langem das erste Mal wieder in einer Kirche…) auf authentische und nahbare Weise erlebbar.
Wichtig war, dass jede:r der Firmkandidat:innen eine eigene Rolle hatte. So haben sie sich gegenseitig ‚mitgenommen‘ und es entstand wirklich eine sehr gute Gemeinschaft in der Vorbereitung. Auch die Übertragung von biblischen Texten ins hier und jetzt, angepasst an die Lebensrealitäten der jungen Leute hatte viele Zuseher:innen begeistert. Zudem war die Kombination aus Theater und Musik sehr wichtig, um eine gute Atmosphäre zu schaffen.
Es bleibt tatsächlich eine Herausforderung, pfarrübergreifend zu denken und zu leben. Leider fühlten sich nach wie vor viele Menschen von dem Programm nicht angesprochen (selbst Verwandte der Firmlinge), "weil es ja nicht in meiner Pfarre stattfindet". Die Mobilität ist bei 11 Pfarrkirchen doch nach wie vor eine große Schwierigkeit.
Jeder wird gebraucht. Das war wirklich besonders, weil es von Anfang an nicht so geplant war, dass wirklich jede und jeder der Firmlinge eine Sprechrolle hat. Das hat sich erst im Prozess der Vorbereitung entwickelt. Aber das war der Schlüssel. Das ist wiederum ein Lernprozess für uns als kirchliche Gemeinschaft. Wie geben wir den Menschen in unserem Pfarrverband das Gefühl, dass jede und jeder gebraucht wird. Das ist sicher wesntlich für die kommenden Entwicklungsjahre. Und das schaffen wir nicht von heute auf morgen, es braucht auch Geduld, aber auch Menschen, die sich als ‚Hirtinnen und Hirten‘ berufen fühlen und andere mitnehmen können.
Junge Menschen haben eine große Kreativität. Die Kunst ist, diese Kreativität zum Vorschein zu bringen. Die Form des Theaters hat sich dabei bewährt und damit wollen wir auch weiterarbeiten.
‚Out of the box‘ zu denken. Kirche ist so vielfältig und unglaublich modern. Deshalb müssen wir mehr Mut haben, aus unseren bekannten Mustern ‚auszubrechen‘ und Neues wagen.