Termine statt.
Termine statt.
Die langfristige Planung im Theaterteam der Pfarre, das aus den Jungscharführerinnen und einem jungen Techniker aus Wien sowie zwei ehrenamtlichen Erwachsenen besteht, hat sich gelohnt. Das Team suchte und fand Unterstützung von Freundinnen, die im Ablauf mithalfen und Erwachsenen, die die Kulinarik organisierten (frisch gekocht, aber ganz nach dem Geschmack der Kinder rusammengestellt). Der Bühnenaufbau und die Bühnentechnik wird seit dem Vorjahr durch ein Team von Jugendlichen und Erwachsenen, auch von Auswärts, die schon zu einem Team zusammengewachsen sind, durchgeführt und mit Begeisterung immer weiter verbessert. Das Stück, das Drehbuch, der Bühnenaufbau und der lnhalt
der Szenen auf Basis des Buches von Antoine de Saint Exupery mit seinen zentralen Aussagen ,,Man sieht nur mit dem Herzen gut" und ,,Du hast Verantwortung für das, was Du Dir vertraut gemacht hast!" stand nicht nur im Stück, sondern auch beim Umgang miteinander im Mittelpunkt. Das Drehbuch bestand aus einem Textteil mit großen und kleinen Rollen für alle 24 Kinder und drei Tänzen. Die Tanzchoreografie, erstellt von Tanzpädagogen, sowie das Einstudieren der Tänze mit den Kindern gemeinsam mit den Jungscharleiterinnen, war ein wichtiger Teil des Workshops. Zwischendurch wurden Texte geübt, Kulissen gebastelt und Kostüme zusammengestellt. Tischgebete, und das am Freitag in der Kirche abgehaltene Ferienspiel der Pfarre, bei dem eine Entdeckungsreise in der Kirche, wo die Begegnung mit Jesus als Freund mit allen Sinnen auf dem Programm standen, stellten einen Bezug zu Pfarre und Kirche her. Danach erfolgte die Generalprobe mit Mikrofon und die Aufführung vor Eltern, Freunden und Verwandten. Das tolle Feedback des Publikums, vor allern der Eltern, freute das Team sehr. Der Höhepunkt war allerdings der Auftritt und Erfolg beim Seniorenfest, bei dem die Kinder ihre Tänze als Einlage nochmals zur Aufführung brachten. Selten sah man im Pfarrsaal alle Generationen, Kinder, Jugendliche, Eltern und Senioren so fröhlich vereint.
Es hat sich bewährt, dass unsere Jungscharleiterinnen bewiesen, dass sie Verantwortung übernommen haben und sich für diesen Workshop voll eingesetzt haben. Die Größeren haben die Kleinen geschwisterlich mitgenommen, wodurch eine gute Gemeinschaft entstanden ist. Alle sind immer pünklich und lt. Eltern gerne gekommen, alle waren bis zum großen Erfolg am Schluss dabei. Die Aufführung vor Eltern und Freunden am Freitag gibt Ziel und Motivation für alle. Die Einlage beim Seniorenfest bringt alle Generationen zusammen.
Die Kinder haben mit den Jungscharführerinnen selbständig gearbeitet und geprobt. Der Kreis der jungen Leute, die mitgestaltet haben, war heuer schon viel größer. Es war immer wieder wichtig, sich abzustimmen, und sich im Team auszutauschen, um Missverständnisse zu vermeiden. Wichtig ist dann immer, miteinander zu reden. Da heuer einige unserer Jungscharführerinnen Matura gemacht haben und Auslandsaufenthalte planen, ist es wichtig, Strukturen in der Jugendarbeit aufzubauen, die durch Teamarbeit und durch solche Projekte rechtzeitig Jüngere einbinden, die in diese Aufgabe hineinwachsen können.
Der Unterschied zwischen Jungschargruppe, wo Gemeinschaft und Spaß im Mittelpunkt steht und einer Workshopgruppe, die ein gemeinsames Ziel zu einem bestimmten Zeitpunkt hat, ist uns allen bewusst geworden. Wenn die Kinder und Jugendlichen das Ziel von vornherein kennen, sind sie mit großer Verantwortung und Motivation dabei. Sie haben mit viel Freude eine Top Performance hingelegt. Jedes Jahr zeigen sich neue Talente, die durch die Ferienwoche in unserer Pfarrgemeinschaft andocken können.
Drei von unseren Jungscharleiterinnen gehören auch zu den Ministranten der Pfarre. Bei der Evaluierung erklärten die Jungscharleiterinnen zukünftig auch Schnupperministrieren für zukünftige Ministrantinnen und Ministranten anzubieten. Die Pfarre wird sich um regelmäßige Ministrantenstunden mit Einbeziehung auch der Ministranten der Filialkirchen bemühen. Um so ein Projekt weiterführen zu können, braucht es aber auch Kandidaten bei der PGR-Wahl, die diesen Weg weitergehen wollen.
Frühzeitig anfangen zu planen! Die Auswahl des Theaterstücks ist sehr wichtig, damit sich Mädchen und Buben angesprochen fühlen. Texte in Reimen werden leichter gelernt und mit Mikrofonen akustisch besser verstanden. Das Stück darf nicht zu lange sein. Tänzerische und artistische Einlagen sprechen Jugendliche und Kinder sehr an. Ein Techniker für die Beleuchtung und Ton ist von Vorteil. Es empfiehlt sich auch, den Speiseplan vorher schon mit dem Theaterteam abzustimmen, damit das gekocht wird, was Kinder und Jugendliche besonders gerne essen. Und die Verantwortlichen sollte man möglichst schon im Vorfeld klären.