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„Komm, Heiliger Geist! Hilf uns, unseren Egoismus zu überwinden.“
Papst Franziskus

Aus der Chronik von St. Severin

 Der Bau der Kirche

 

Im September 1875 wurde nach den Plänen von Dombaumeister Friedrich Schmidt - dem Erbauer des Wiener Rathauses - auf einem von der österreichischen Lazaristenprovinz erworbenen Grund auf dem Ganserlberg in Neuwähring begonnen. Dies geschah den Bedürfnissen der Zeit entsprechend und nicht zuletzt auf Wunsch des Wiener Kardinals Rauscher. Am 19. März 1876 erfolgte der erste Spatenstich.

Zur Förderung des Kirchenbaues wurde der "Kreuzerverein" gegründet, dessen Mitglieder wöchentlich mindestens einen Kreuzer, zu zahlen hatten. Die erste Spende waren 30 Kreuzer von zwei Arbeiterinnen. Bald kamen aber auch die Gulden der Wohlhabenden hinzu und auch das österreichische Herrscherhaus spendete namhafte Beträge.

Während des Baues äußerte Papst Pius IX den Wunsch, dass das neue Gotteshaus der Hauptsitz der Erzbruderschaft "Königin der Engel" für die gesamte österreichisch-ungarische Monarchie werden sollte. Leider ist durch das Ende der Monarchie 1918, und die weiteren politischen Ereignisse der Folgezeit, die Verbindung zu den einzelnen Bruderschaften, die gleichgesinnte Gläubige zur Verehrung Mariens und der hl. Engel ermutigen sollte, um die Werke Gottes durch Gebet, Opfer und persönlichen Einsaz zu fördern, abgebrochen.

Am 20. Oktober 1878 weihte Kardinal Rudolf Kutschker die neue Kirche ein, die unter den Schutz des heiligen Severin, des Apostels von Noricum, gestellt wurde. Die Kirche besitzt u. a. eine 3 cm große Reliquie des Heiligen.

Das neugotische Gotteshaus ist ein dreischiffiger Rohziegelbau mit zweitürmiger Fassade.

Auch die Stadtverwaltung anerkannte die Leistungen der Lazaristen, indem sie die Lazaristengasse nach dem Namen des Ordens, die Vinzenzgasse nach seinem Gründer den hl. Vinzenz von Paul und die Klostergaasse nach dem Kloster der Barmherzigen Schwestern und dem Missionshaus benannte.

Am 17. Mai 1925 fand die feierliche Weihe dreier Glocken durch Bischof Dr. Seydl statt, am 12. Juni 1927 erhielt die Kirche zwei weitere Glocken.

 

Deutsche Herrschaft und Zweiter Weltkrieg

 

Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen 1938 hatten bald auch die Niederlassungen der Orden des hl. Vinzenz in Währing die Macht des Nationalsozialismus zu spüren bekommen. Das "Haus der Barmherzigkeit" wurde den Schwestern weggenommen, die Schule in der Antonigasse geschlossen und die kirchlichen Vereine aufgelassen. Die pfarrliche Seelsorge aber blieb vom Zugriff der NSDAP verschont. Am 1. September 1939 errichtete Erzbischof Dr. Theodor Innitzer die neue Pfarre "St. Severin". Bei ihrer Gründung zählte sie über 7000 Seelen.

Im Herbst 1944 begannen die Luftangriffe auf Wien, wobei am 5. November auch einige Häuser im Pfarrgebiet beschädigt wurden. Am 15. Jänner 1945 wurde bei einem schweren Bombenangriff ein Teil des "Hauses der Barmherzigkeit" zerstört und die Kapelle der Schule beschädigt. 35 Todesopfer waren zu beklagen.

Der 12. März 1945 brachte dann schweres Leid über die Pfarrgemeinde von St. Severin. Bei einem Luftangriff fanden 6 Menschen den Tod. Darunter 2 Missionsbrüder und 2 Priester sowie eine Barmherzige Schwester. Die Kirche war schwer beschädigt und das Missionshaus völlig zerstört worden.

  

Nach dem Krieg

 

Nach Ende des Krieges begann sich das religiöse Leben in der Pfarre rasch wieder zu normalisieren. Mit 1. Juli 1945 begann H. H. Löser CM seine Tätigkeit und ab September wirkte P. Payr SJ als Jugendseelsorger.

Am 7. April 1946 fand die erste Sitzung des neu zusammengesetzten Kirchenrates unter dem Obmann Dr. Franz Salomon statt. Die geistliche Leitung übernahm Pfarrer Grabner CM. Am 21. April weilte zum ersten Mal Herr Pleininger als Diakon in der Pfarre und mußte bereits am 19. Mai die Vertretung für den erkrankten Superior übernehmen. Im Juni 1946 wurden die ersten bemalten Fenster geliefert und beim Marienaltar eingesetzt. Am 17. August kehrte H. H. Grabner gesund zurück. Am 26. August begann H. H. Schüller seine Tätigkeit in St. Severin und am 4. September kam Herr Wiedermann als Kleriker zum erstenmal in die Vinzenzgasse zu Besuch. Im Dezember gründete H. H. Schüller die Marianische Frauenkongregation.

 

1947 konnte mit der Beseitigung der ärgsten Schäden in der Kirche begonnen werden: Die restlichen Fenster wurden verglast und Steinmetzarbeiten durchgeführt. Im September 1947 gründete H. H. Wozasek  eine Pfadfindergruppe und übernahm gemeinsam mit H. H. Schüller die Jugendseelsorge.

 

Für November 1947 hatten die Bischöfe Österreichs zu allgemeinen Buß- und Bettagen aufgerufen. An der Bußprozession von St. Severin nach Gersthof nahmen 6000 Personen teil.

 

Am 1. April 1948 kam zum erstenmal ein Pfarrblatt heraus. Am 19. April gründete H.H. Prof. Alois Kovar eine Männerkongregation. Am 29. August 1948 hielt H. H. Leopold Wiedermann CM seine Nachprimiz in St. Severin. Vom 16. bis 31. Oktober hielten die H. H. Leopold Wagner CM, Ludwig Suchy CM und Franz Pleininger CM anläßlich der 70-Jahr-Feier eine Volksmission, die einen beondesr guten Verlauf nahm.

Im Oktober 1948 wurde zwischen Pfarrer Grabner und Architekt Dipl.Ing. Hruska ein Vertrag abgeshlossen, in dem der Architkt mit der Durchführung des Wiederaufbaues des zerstörten Pfarrhauses beauftragt wurde. Am 7. Nov. 1949 erteite der Wiener Magistrat die Baubewiligung.

Am 4. Februar 1950 starb Pfarrer Grabner. Er hatte in schwerer Zeit mit vorbildlicher Umsicht und festem Gottvertrauen die Pfarre geleitet und es stets verstanden, das religiöse Leben zu fördern.

 

Wiederaufbau des Pfarrhauses und 1. Kirchenrenovierung

 

Am 6. August 1950 trat H. H. Romstorfer CM sein Amt als Pfarrer an, wurde jedoch bereits am 24. September 1950 zum Visitator der österreichischen Lazaristenprovinz ernannt, sodass Anfang Oktober H. H. Pleiniger CM die Leitung der Pfarre übernahm und am 23. Oktober 1951 mit dem Bau des Pfarrhauses begann, welches am 8. November 1952 eingeweiht wurde. 

 

Am 25. Oktober 1953 hielt Erzbischof Koadjutor Dr. Franz Jachym anläßlich der 75-Jahr-Feier der Kirche ein Pontifikalamt.

1955 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten ausgeführt zu deren Finanzierung die Gläubigen aufgefordert wurden, monatlich 5,- Schilling zu spenden.

Am 16. August 1956 nahm H. H. Frind CM seine Tätigkeit in der Pfarre St. Severin auf. 

Da nur eine Glocke den Krieg überstanden hat, wurden 3 neue angeschafft und am 22. März von Prälat Josef Wagner geweiht. Das Geläute besteht seither aus vier Glocken, der Antoniusglocke, der Marienglocke, der Josefsglocke und der Glocke mit dem Auferstandenen.

 

Am 1. August 1959 trat H. H. Schüller CM die Nachfolge von Superior Pleininger an, der zum Direktor des Seminars in Graz ernannt worden war. Im Herbst 1959 wurde H. H. Wiedermann CM als Seelsorger zugeteilt. Ein Jahr später wurden die Herren Frind und Löser durch die Herren Boyer und Krasser abgelöst.

Am 7. Jänner 1961 hielt zum ersten Mal der damalige Nuntius von Österreich Dr. Opilio Rossi

das Pontifikalamt zum Patrozinium von S. Severin. Von da an eine alljährliche Tradition bis zu seiner Rückberufung nach Rom 1977. 

 

 

Nach 12-jähriger Amtszeit als Visitator kehrte am 16. September 1962 H. H. Romstorfer CM als Superior nach St. Severin zurück. H. H. Schüller blieb weiterhin als Kaplan und Präses der Marianischen Frauenkongregation tätig.

 

Am 2. September 1964 wurde H. H. Romstorfer CM von H. H. Krasser CM als Superior und Pfarrer abgelöst Zur gleichen Zeit begann H. H. Rosenberger mit großem Erfolg seine Tätigkeit als Kinder- und Jugendseelsorger.

Am 23. Dezember 1964 wurde eine Warmluftheizung in Betrieb genommen, sodass das Weihnachsfest erstmals in einem geheizten Gotteshaus gefeiert werden konnte.

 

Am 21. März 1965 fand eine Visitation durch Kardinal König statt. Am 5. Mai starb H. H. Pleininger in der Kaiserstraße.

 

Die letzten 50 Jahre

 

In den Jahren 1967 bis 1969 wurde an den Fastensonntagen von der Pfarrjugend ein Passionsspiel aufgeführt, welches auch außerhalb der Pfarre großen Anklang fand.

Im Jänner 1968 wurde H. H. Rosenberger CM nach Graz versetzt. Dies bedeutete einen schweren Schlag für die Pfarre, in der es seither keinen Jugendkaplan mehr gegeben hat.

Ebenfalls im Jahr 1968 wurde von Hr. Herbert Wagner der Kirchenchor St. Severin gegründet, der vorallem aus Mitgliedern der Pfarrjugend bestand.

 

Am 1. September 1969 wurde H. H. Superior Klein CM als neuer Pfarrer bestellt.

Ende November 1969 wurde mit den Vorarbeiten zur Errichtung des Volksaltares begonnen. Im Advent 1969 erschien die erste Nummer eines neuen Pfarrblattes. Am 20. Dezember starb H. H. Boyer CM.

 

Am 25. September 1971 weihte seine Excellenz Dr. Franz Jachym den neuen Volksaltar. Die Kanzel und das Kommuniongitter waren erhalten geblieben, die Tische der beiden kleinen Seitenaltäre entfernt worden. Der Taufstein wurde zwischen Volksaltar und Hochaltar aufgestellt. Mit der Neugestaltung des Presbyteriums war eine glückliche Verbindung des Alten mit dem Neuen gelungen.

 

Am 29. September 1971 kam H. H. Stephan Frühwirt CM als Kaplan nach St. Severin. Zu Weihnachten erstrahlte die Krippe in neuem Glanz -  Vorarlberger Künstler hatten sie neu gestaltet.

 

Am 20. Mai 1973 spendete Nuntius Dr. Rossi in St. Severin zum erstenmal  das Sakrament der Firmung an 106 Firmkandidaten.

 

Ende April 1974 wurde der Bau einer neuen Orgel durch die Firma Walcker-Mayer beschlossen. Im September wurde das erste Gartenfest durchgeführt. Am 14. Juni 1975 erfolgte die Weihe der neuen "Jubiläumsorgel" durch Erzbischof-Koadjutor Dr. Franz Jachym. Am 10. Dezember 1975 fand unter Leitung von Wolfgang Guhswald ein Orgelkonzert statt, an dem auch der Apostolische Nuntius Dr. Rossi und Bundespräsident Dr. Kirchschläger teilnahmen.

Anläßlich der Heiligsprechung des Lazaristenmissionars Justinus de Jacobis wurde in diesen Tagen ein Triduum abgehalten.

Vom 5. bis 12. Februar 1978 fand eine Jubiläumswallfahrt nach Rom und zum Grab des Hl. Severin in der Kirche S. Ossio in Frattamaggiore bei Neapel statt. Am 10. April wurde - ebenfalls anläßlich der 100-Jahr-Feier - mit der Innenrenovierung der Kirche begonnen, in deren Verlauf 10 Fenster erneuert wurden. Die beiden Glasgemälde über den früheren beiden Seitenaltären stellen die hl. Katharina Labourè und den hl. Justinus de Jacobis dar und stammen von Architekt Prof. Engel.  Im Sommer 1978 konnten die Arbeiten in der Kirche abgeschlossen werden, sodass sie zu den Jubiläumsfeierlichkeiten im September und Oktober in neuem Glanz erstrahlen konnte. Zum Abschluß der Jubiläumsfeierlichkeiten zelebrierte Eminenz Dr. Franz König das Pontifikalamt, bei dem der Kirchenchor die Krönungsmesse von W. A. Mozert und das Halleluja aus dem Oratorium "Der Messias" von G. F. Händel aufführte. 

 

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