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25.04.2014 · Glaube

Die Maiandacht

Pater Benno Mikocki

P. Benno Mikocki OFM ist Franziskaner und seit 1982 der geistliche Leiter des Rosenkranz-Sühnekreuzzuges für den Frieden in der Welt.

Pater Benno Mikocki vom Rosenkranz-Sühnekreuzzug schildert die Geschichte der besonderen Marien-Andachten im Mai.

Woher kommt der Brauch der Maiandachten?


Die Wurzeln der Maiandachten gehen auf einen marianischen Brauch zurück, der von Passionsfrömmigkeit, Kreuzverehrung und Bitten um eine gute Witterung bestimmt ist. Quellen dieser Zeit sprechen davon, zum Maibeginn einen „geistlichen Mai zu setzen”, das heißt konkret spirituelle Schwerpunkte in den Mittelpunkt zu stellen. Die Interpretation passender Bibelstellen vor allem Hld 2,1: „ Ich bin eine Blume auf den Wiesen….eine Lilie der Täler” führte dazu, den Monat Mai als Blüten- und Blumenmonat der Muttergottes zu weihen.

 

Der Ursprung der herkömmlichen Maiandacht liegt noch weitgehend im Dunkeln. Sicher ist, dass diese Form der Marienverehrung von Italien ausging. Im Jahre 1784 wurden erstmals in Ferrara in der Kirche der Kamillianer öffentlich den ganzen Monat hindurch Maiandachten  abgehalten. Bis dahin scheint die Maiandacht eher eine private Frömmigkeitsübung, wenn auch teils in öffentlichem Rahmen gewesen zu sein.

In Rom war die Maiandacht bis 1813 in wenigstens 20 Kirchen üblich. Von Italien aus verbreitete sich die Maiandacht bald nach Frankreich und andere europäische Länder weiter. Die Quellen belegen, dass die Maiandacht täglich und auch öfter in der Woche als wichtiges Glaubenszeugnis sowohl öffentlich, als auch in den Familien begangen wurde.

Die Blütezeit der Maiandacht fällt in die Zeit von 1850 bis 1950. Heute spielt die Maiandacht in der Frömmigkeit großer Volksschichten kaum noch eine Rolle. Allerdings ist nach einer rückläufigen Phase wieder ein Ansteigen des Interesses an den Maiandachten festzustellen.

Freilich ist dazu auch eine intensive Beschäftigung der Theologie mit Maria vonnöten. Ist denn das lebendige Gotteswort der Bibel über Maria je auszuschöpfen?

erstellt von: Redaktion der Sonntag
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Weitere Informationen:

Marienort Fatima

 

Schwerpunkt Heilige, Selige und Vorbilder

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