| Kinder |
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Je nach Bedarf kann die Beratung nicht nur im Setting mit den Eltern oder einem Elternteil, sondern auch mit dem Kind/Jugendlichen allein oder der ganzen Familie stattfinden.
Für die psychosoziale Beratung von Kindern ist es oft hilfreich die Stunde mit Eltern/Müttern/Vätern und Kindern zu beginnen und dann je nach Alter des Kindes einen Teil der Einheit mit dem Kind alleine zu arbeiten. Über ein Spiel, ein Buch oder eine Zeichnung beginnen Kinder darüber zu erzählen, was für sie von Bedeutung oder belastend ist. Der Aufbau von Vertrauen und professionelles Bindungsangebot ist von grundlegender Bedeutung für das Gelingen von Beratungsgeschehen in der Arbeit mit Kindern. Gegen Ende der Einheit kommen wieder die Eltern/Mütter/Väter dazu und nur nach klarer Absprache mit dem Kind darf ein Inhalt in dieses Gespräch mit den Elternteilen einfließen.
Diese besondere Form von Beratung kann Eltern oder Elternteilen Wissen und Erfahrung zugänglich machen, die sie selbst nicht haben. Im Gespräch wird auf Anliegen und Fragen der Klienten eingegangen und informiert. Weiters wird die kindliche Entwicklung und die Lebensperspektiven des Kindes besprochen. Dadurch kann es den Eltern ermöglicht werden besser zu verstehen, was mit ihrem Kind ist und warum es sich so und nicht anders verhält.
Beratung kann eine konkrete Hilfestellung für den Alltag bedeuten, jedoch auch helfen, die eigenen Ressourcen sowie Problemlösungspotentiale und Handlungsmöglichkeiten zu finden und zu stärken. Zusätzlich kann sie den Weg zu professionell arbeitenden Berufsgruppen für eine diagnostischen Abklärung oder Behandlung ebnen. Beratung von Eltern, Kindern und JugendlichenEltern sehen sich in den unterschiedlichen Phasen ihrer Elternschaft mit verschiedenen, oft sehr herausfordernden Situationen konfrontiert. Schon die Geburt eines Kindes wirft viele Fragen auf: zB. Wie komme ich eigentlich selbst noch zu Schlaf und Erholung? Was tut unserem Alltag gut? Einige Zeit später wird das Baby zum Kleinkind und es ergeben sich neue Situationen und Themen: zB. Wie gehe ich mit einem Trotzanfall um? Wann wird mein Kind endlich sauber? Was ist eigentlich „richtige“ Erziehung? Später kommt das Kleinkind dann in die Krabbelstube oder den Kindergarten und wieder gibt es Fragen über Fragen und Situationen, in denen sich solche Gedanken einstellen können: zB. Manchmal fühle ich mich einfach überfordert. Mein Kind macht einfach nicht, was ich von ihm will. Mein Kind lässt sich alles von mir machen und hilft gar nicht mit. Mit dem Schuleintritt ergeben sich neue Themen und mögliche Konflikte: zB. Wir haben einen ständigen Hausaufgabenkrieg. Mein Kind trödelt in der Früh und bringt mich damit zur Weißglut. Was kann ich eigentlich tun, wenn mein Kind gehänselt wird? Auch in der Pubertät gibt es viele Anlässe, in denen Beratung hilfreich sein kann: zB. Wie können wir in der Familie aufeinander bezogen bleiben und trotzdem eine eigenständige Entwicklung möglich machen? Wie begegne ich meiner Tochter oder meinem Sohn, die Teenager geworden sind, bei Konflikten? Nicht nur Eltern, auch junge Menschen brauchen manchmal jemanden, mit dem du über Verschiedenes reden kannst. Hast du Fragen, die du mit deinen Eltern nicht so gerne besprechen willst? Du weißt aber nicht so genau, zu wem du gehen sollst? Hier findest du Stellen, an die du dich wenden kannst.
Neben solchen schon allein durch die Entwicklung und daraus resultierendenVeränderungen der Familie und des Kindes bedingten „Krisen“, gibt es auch solche, die durch ein äußeres belastendes Ereignis wie beispielsweise die Trennung der Eltern, oder der Tod eines Elternteils, Umzug, Arbeitslosigkeit etc. verursacht werden können. Beratung kann also in vielen Situationen hilfreich sein und soll dazu verhelfen, durch das fachliche Wissen und die Außensicht der Beraterin/des Beraters einerseits sowie die dadurch ermöglichte eigene Reflexion, eine Klärung oder Lösung zu ermöglichen. Je nach Bedarf kann die Beratung nicht nur im Setting mit den Eltern oder einem Elternteil, sondern auch mit dem Kind/Jugendlichen allein oder der ganzen Familie stattfinden. Der Zugang in der Beratung mit Kindern und Jugendlichen kann je nach Alter des Kindes und den jungen Heranwachsenden vielfältig sein – über Spiele, Zeichnungen, Visualisierungen, Aufstellungen. Beratung kann eine konkrete Hilfestellung für den Alltag bedeuten, jedoch auch helfen, die eigenen Ressourcen sowie Problemlösungspotentiale und Handlungsmöglichkeiten zu finden und zu stärken bzw. den Weg zu andernorts professionell arbeitenden Berufsgruppen für eine diagnostische Abklärung oder Behandlung bzw. Therapie zu ebnen. Wir beraten anonym, verschwiegen und kostenfrei. |
| Jugend |
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ist für Jugendliche ab ca. 12 Jahren und junge Erwachsene gedacht.
Jugendliche kommen meist alleine zu uns, du kannst dich aber auch von jemandem begleiten lassen, dem du vertraust. Gründe für eine Beratung können z.B. sein:
Mehr Infos zum Ablauf findest Du hier
An der Beratungsstelle kannst du einmal in aller Ruhe erzählen, was dich bewegt. Du bestimmst, worüber du sprechen möchtest. Wir schauen uns gemeinsam an, wie sich die Situation ergeben hat und was vielleicht schon unternommen wurde. Wir überlegen, wie es anders werden könnte und wer dazu welchen Beitrag leisten könnte. Vielleicht weißt du auch schon, was du tun willst und hast konkrete Fragen dazu. Dann kann es hilfreich sein, die nächsten Schritte zu planen. Was muss dringend getan werden, womit kann man sich Zeit lassen?
Manchmal kann es auch darum gehen, dass du gezielte Informationen zu einem bestimmten Thema erhältst. Solltest du eine spezialisierte Beratungsstelle oder Therapie benötigen, helfen wir dir gerne, den Kontakt herzustellen.
Wenn du möchtest, vermitteln wir auch zwischen dir und deinen Eltern, sodass wieder ein respektvollerer Umgang miteinander möglich wird. Sollte es dabei jeweils Einzelgespräche mit dir und deinen Eltern geben, sind auch diese vertraulich. Nur mit deiner Zustimmung können Gesprächsinhalte weitergegeben werden.
Meist wirkt es aber schon ein bisschen entlastend, mit uns zu reden, deine Situation einzuordnen und herauszufinden, welche Fähigkeiten du schon hast. Vielleicht wächst dann wieder dein Vertrauen darauf, dass es auch aus deinen Schwierigkeiten einen guten Ausweg gibt. |
| Elternberatung nach §95 AußStrG |
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Beratung zum Wohl minderjähriger Kinder im Zuge der Verpflichtenden Elternberatung bei einvernehmlicher Scheidung nach § 95 Abs. 1a AußStrG (Kindschaftsrechtsänderungsgesetz, gültig seit 1.2.2013) wird bei allen 19 Beratungsstellen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Kategorialen Seelsorge der Erzdiözese Wien angeboten.
Anmeldung
telefonisch bei der Beratungsstelle Ihrer Wahl Am besten, Sie hinterlassen eine Nachricht auf der Mobilbox. Sie werden zur Terminvereinbarung zeitnahe angerufen. Termine werden individuell außerhalb dieser Zeiten angeboten.
Rund 19.500 Kinder und Jugendliche sind jährlich österreichweit von der Scheidung der Eltern betroffen, 10.000 davon sind unter 14 Jahre.
Weitere Informationen
01/51552-3348 und 01/51552-3778, efl@edw.or.at |


