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In dieser Workshopreihe studieren wir die Enzyklika Magnifica Humantis von Leo XIV. über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.

"I was fascinated by Pope Leo XIV’s encyclical on AI [...] It lays a strong foundation for the work that needs to be done."
Treffen
Wann: Zeitpunkt wird von Teilnehmern bestimmt
Wo: Gußhausstraße 10/2/22A, 1040 Wien
Anmeldung bitte bei
Die Enzyklika
https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html
Inhalt
Die Enzyklika Magnifica Humanitas („Die großartige Menschheit“), unterzeichnet am 15. Mai 2026 von Papst Leo XIV., widmet sich als erstes Lehrschreiben seines Pontifikats dem Thema „Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“. Anlässlich des 135. Jahrestags der wegweisenden Sozialenzyklika Rerum Novarum von Papst Leo XIII. knüpft das Dokument direkt an die Tradition der katholischen Soziallehre an und erweitert sie um die drängenden Fragen des digitalen Epochenwandels. Der Papst stellt die unantastbare Würde des Menschen als Abbild Gottes in den Mittelpunkt und fordert, den technologischen Fortschritt konsequent an ethischen Grundsätzen wie dem Gemeinwohl, der Solidarität, der Subsidiarität und der sozialen Gerechtigkeit auszurichten.
Inhaltlich setzt sich das Schreiben intensiv mit den Gefahren einer ungehemmten Technokratie auseinander. Papst Leo XIV. warnt vor der beispiellosen Konzentration digitaler und ökonomischer Macht in den Händen privater, transnationaler Konzerne sowie vor trans- und posthumanistischen Strömungen, die das menschliche Wesen entwerten oder Maschinen gleichstellen wollen. Neben Bedrohungen für die Demokratie und den gesellschaftlichen Diskurs durch automatisierte Falschinformationen hebt die Enzyklika vor allem die Würde der menschlichen Arbeit hervor. Künstliche Intelligenz dürfe den Menschen nicht ersetzen oder entfremden; die Arbeitswelt müsse weiterhin als Ort der persönlichen Entfaltung und gesellschaftlichen Teilhabe gewahrt bleiben.
Abschließend ruft der Papst zu einer globalen, verantwortungsvollen Steuerung und rechtlichen Regulierung von KI-Technologien auf, um neue Formen der Überwachung, Abhängigkeit und sozialen Kontrolle zu unterbinden. Eine scharfe Mahnung richtet er gegen die Militarisierung von Algorithmen und autonomer Waffensysteme. Dem stellt er die Vision einer „Zivilisation der Liebe“ gegenüber: KI könne zwar ein nützliches Hilfsmittel sein, doch bedürfe es der Diplomatie, des ethischen Bewusstseins und eines Erhalts der menschlichen Herzensbildung, um den Frieden zu sichern und eine menschenwürdige Zukunft zu gestalten.