Sonntag 31. Mai 2026

20. Mai: Ein historischer Tag

Die UN-Generalversammlung hat die Klimaresulution angenommen: 141 Ja, 8 Nein, 28 Enthaltungen. Das höchste Gericht der Welt hat gesprochen. Klimaschutz ist Rechtspflicht nicht politische Kür.

Am 20. Mai 2026, stimmte die UN-Generalversammlung über eine Resolution ab, die Klimaschutz als völkerrechtliche Pflicht stärken soll. Die Katholische Frauenbewegung Österreichs forderte ein klares österreichisches Ja.

 

Ausgangspunkt ist das historische Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH) aus dem Jahr 2025: Klimaschutz ist keine freiwillige politische Maßnahme, sondern eine völkerrechtliche Pflicht. Staaten, die zu wenig tun, können künftig rechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

 

Von Laudato si' bis New York. Eine historische Klammer.

 

2015 hat Papst Franziskus in Laudato si' das Klima als Gemeingut aller und für alle beschrieben, als moralische Pflicht der Menschheit. Er hat klar benannt: Die Klimakrise trifft jene am härtesten, die am wenigsten zu ihr beigetragen haben. Das sind, weltweit, Frauen. Wenn Dürren Brunnen austrocknen, tragen Frauen das Wasser. Wenn Ernten ausfallen, kürzen Familien zuerst bei Mädchen. Laudato si' hat dieser Realität einen Namen gegeben: strukturelle Sünde.

 

2025 hat das höchste Gericht der Welt daraus Recht gemacht: Der Internationale Gerichtshof hat einstimmig festgestellt, Klimaschutz ist völkerrechtliche Pflicht, nicht politische Kür. Das Recht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt ist Grundlage aller anderen Menschenrechte.

 

Was Franziskus 2015 prophetisch nannte, hat das Weltgericht 2025 zum Recht gemacht. 

 

„Klimawandel ist eine Frage der Gerechtigkeit, denn Menschen sind unterschiedlich betroffen und haben ungleich verteilte ökonomische Möglichkeiten, ihn zu bewältigen. Doch Gerechtigkeit ist eine Vorbedingung für Frieden. Das weiß die Kirche seit Jahrhunderten. Jetzt muss die Politik endlich handeln." Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der kfbö

 

Von Rom bis New York und die kfbö mittendrin.

 

Die Debatte rund um die Resolution verbindet Stimmen, die selten gemeinsam sprechen. Eingebracht wurde sie vom Pazifikstaat Vanuatu, einem der verletzlichsten Staaten der Welt, dem das Meer buchstäblich den Boden wegzieht.

 

Die kfbö hat sich aktiv eingebracht: mit einem Brief an Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und einem Brief an Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Darin ersucht die kfbö den Heiligen Stuhl, Kirchenakteure und katholische Organisationen weltweit zu ermutigen, ihre Regierungen zur Zustimmung zu bewegen. Laudato si' ist bereits zum völkerrechtlichen Referenzdokument geworden, jetzt muss die Kirche auch auf der politischen Bühne handeln.

 

Und die kfbö ist in New York nicht nur Brief-Absenderin. Über die WUCWO, World Union of Catholic Women's Organisations – ist die Katholische Frauenbewegung direkt bei den Vereinten Nationen vertreten. Was in unseren Diözesen beginnt, hat eine Stimme bis in den UN-Saal.

 

„Schöpfungsverantwortung bedeutet nicht reden, sondern tun." Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der kfbö

 

Die Klimakrise hat ein zutiefst weibliches Gesicht.

 

Für die kfbö ist das keine Theorie. Es ist das, was unsere Partnerinnen täglich leben.

In Subsahara-Afrika legen Frauen wegen Dürren immer weitere Strecken zurück, um Wasser zu holen – auf Kosten ihrer Bildung und ihrer Zeit.

In Bangladesch kommt die Flut nicht plötzlich. Erst verschwindet der schmale Weg zwischen den Häusern, dann dringt das Wasser in die Felder, schließlich in die Wohnungen. Zurück bleiben Schlamm, zerstörte Ernten – und Frauen, die mit nichts neu anfangen müssen.

In Kolumbien kämpfen indigene Frauen gegen abgeholzte Wälder, vergiftete Flüsse und die Zerstörung ihres Lebensraums. Unsere Partnerinnen stehen täglich gegen die Zerstörung durch internationale Konzerne auf.

 

„Frauen leisten einen besonderen Beitrag zur Pflege der Menschheit und der Umwelt."

Laudato si', §231

 

Unsere Projekte. Unsere Verantwortung.

 

Mit der Aktion Familienfasttag unterstützt die kfbö jährlich mehr als 70 Projekte im Globalen Süden. Diese Frauen sind nicht bloß Betroffene der Krise, sie sind Organisatorinnen, Friedensstifterinnen und Trägerinnen von Wissen und Veränderung:

 

Nepal: Frauen sichern durch klimaangepasste Landwirtschaft die Ernährung ganzer Dörfer und machen Gemeinschaften widerstandsfähiger gegen extreme Wetterereignisse.

Tansania: Wasserversorgungssysteme für Dürregebiete entstehen, damit Frauen nicht mehr stundenlang laufen müssen, sondern Zeit haben für Bildung, Arbeit und Familie.

Kolumbien: Frauen verteidigen ihre Lebensräume gegen Umweltzerstörung und Vertreibung, rechtlich, organisatorisch und mit dem Rückhalt der internationalen kfb-Gemeinschaft.

 

Die kfbö steht seit Jahrzehnten an ihrer Seite. Steh auch Du an ihrer Seite!

www.kfb.at     I     www.teilen.at

 

Termine
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Di.., 30. Juni 2026 17:00
kfb-Frauentreff

Die kfb ist Teil der Katholischen Aktion:

 

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