Marta und Maria
Aus der Zeitung: der Innenteil der kfb-aktuell Nr. 187 zum Herunterladen
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Maria und Marta als Leitbild der Franziskanerinnen auf den Philippinen |
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Eine Begegnung auf den Philippinen im Rahmen der SANDIWAAN-Exkursion „Church of the Poor“ im Februar 2019 hat sich mir tief eingeprägt. Unsere Gruppe von Theologie-Studentinnen machte sich auf, die indigene Bevölkerung der Aeta in der Region Zambales kennenzulernen. Eine Einstimmung dazu bekamen wir im St. Francis Learning Center. Geleitet wird das Lernzentrum von drei Franziskanerinnen, die uns in ihrer Bambushütte empfingen. Sister Mary Francis erzählte uns vom Start des Projektes: Kurse im Lesen, Schreiben und Rechnen für erwachsene Aeta, die nicht mehr bei Geschäften mit den reichen „Lowlanders“ über den Tisch gezogen werden wollten. Später baten die Aeta darum, auch ihre Kinder zu unterrichten.
Wichtig war Sr. Mary Francis (rechts im Bild ©Brigitte Hafner ), uns die Spiritualität näher zu bringen, die ihre Gemeinschaft trägt: Maria UND Marta. Es braucht beides, um in der Spur Jesu unterwegs zu sein: Einerseits auf sein Wort hören, beten, zur spirituellen Quelle gehen. Andererseits ins Tun und Handeln kommen, für die Menschen sorgen, die Unterstützung benötigen. Nur in der Balance von beidem können Projekte wie das St. Francis Learning Center gelingen.
In dieser Schule mit Internat bekommen Kinder der Aeta aus den entlegenen Bergdörfern die Chance auf Bildung. Allein 100kg Reis werden täglich gekocht, um die Schützlinge zu versorgen.
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Mehr von Maria und Marta im Johannes-Evangelium |
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Maria und Marta haben noch mehr drauf als Bewirten und Zuhören – das erfahren wir aus weniger bekannten Bibelstellen im Johannes-Evangelium. Beide durchbrechen Rollenzuschreibungen von Frauen und handeln selbstbestimmt. Wenn ihr mehr Zeit habt in eurer Frauenrunde, oder interessiert seid an einer zweiten Einheit zu Maria und Marta, könnt ihr euch mit diesen Bibelstellen auseinandersetzen. Im Johannes-Evangelium lesen wir, dass Maria und Marta noch einen Bruder hatten: Lazarus.
Maria handelt hier ohne jemand um Erlaubnis zu fragen. Wieder reagieren Menschen mit Ablehnung, wieder nimmt Jesus sie in Schutz. Sie spürt intuitiv, was Jesus jetzt braucht. Marta legt hier ein Christus-Zeugnis ab wie wir es sonst nur von Petrus kennen – siehe Mt 16,13-20. Beide Frauen handeln aus innerer Gewissheit heraus und fallen aus gewohnten Frauenrollen heraus.
Übung 3: Mehr Facetten zu Maria und Magdalena Nehmt die Plakate aus Übung 2 und ergänzt sie, oder gestaltet neu Plakate: welche Eigenschaften seht ihr jetzt bei den Frauen? Was ist ihnen wichtig? Wie ist ihre Beziehung zu Jesus? Wechselt auch die Gruppen – die bis jetzt zu Maria arbeiteten, gehen jetzt zu Marta und umgekehrt. Trefft euch danach zu einer Runde im Kreis, legt die ergänzten oder neu erstellten Plakate in die Mitte und sammelt Erkenntnisse: was habt ihr heute zu Maria und Marta neu erfahren? Hat sich das Bild der beiden Frauen für euch verändert? Könnt ihr etwas davon für euer eigenes Leben mitnehmen?
Abschluss-Segen mit Salbung Verwendet duftendes Öl wie Maria von Betanien und salbt euch gegenseitig im Kreis damit – eine gibt der nächsten den Segen weiter. |




