kfbö-Reise: Auf den Spuren der Maria Magdalena im August 2026
185 kfb-Frauen aus allen Diözesen einschließlich Südtirol waren vom 4. – 9. August 2026 in verschiedenen Kirchen und Klöstern unterwegs. Sie lernten viel über die fatale Fehldeutung, die Maria, die Magdalenerin, Apostelin der Apostel, im Laufe der Geschichte erfahren hatte.
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https://kfb.at/2026/07/presseaussendung-zu-maria-magdalena
https://kfb.at/2026/07/maria-magdalena
Maria Magdalena stand unter dem Kreuz, als die männlichen Jünger flohen. Sie war die Erste am leeren Grab. Jesus erschien ihr zuerst und sandte sie. „Geh zu meinen Brüdern und sag ihnen …“ (Joh 20,17). Diese Sendung macht Maria Magdalena zur Apostelin der Apostel, „apostola apostolorum“, wie Kirchenvater Hippolyt sie schon im 3. Jahrhundert nannte.
Was die Institution dann mit ihr gemacht hat, ist eine der folgenreichsten Fehldeutungen der Kirchengeschichte: Papst Gregor I. setzte 591 in einer Predigt vier verschiedene Frauenfiguren des Neuen Testaments gleich. Aus der Apostelin wurde die büßende Sünderin, ein Bild, das 1.400 Jahre lang das populäre und kirchliche Bild dieser Frau prägte. Die Kirche hat die Gleichsetzung 1969 offiziell aufgegeben. 2016 hob Papst Franziskus ihren Gedenktag auf den Rang eines Apostelfests. Eine überfällige Geste, die viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat.
„Die Frauenreise nach Südtirol ist für uns mehr als Spiritualtourismus. Es ist ein Akt der Wiederaneignung: Wir gehen dorthin, wo Frauen seit Jahrhunderten verehrt wurden und wir fragen laut, warum diese Verehrung bis heute keine Konsequenzen für die Stellung von Frauen in der Kirche hat.“ Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende kfbö



