Lucia Greiner ist neue Vorsitzende der kfb Österreich
Lucia Greiner, Jahrgang 1965, wuchs auf einem Bauernhof in Oberösterreich auf. Sie war nach ihrem vielfältigen beruflichen Weg von der Katholischen Hochschulgemeinde über das Afro-Asiatische Institut mit einem langen Aufenthalt in Bolivien und Brasilien, von der Leitung eines Eltern-Kind-Zentrums bis zur Studienleitung im Bildungszentrum St. Virgil zuletzt Leiterin des Seelsorgeamts der Erzdiözese Salzburg. Diese Funktion beendete sie im Juli 2026. Ab November wird sie neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit bei der kfbö hauptamtlich als Pastoralassistentin im Tennengau arbeiten.
Lucia ist seit 1992 mit der Katholischen Frauenbewegung verbunden, angefangen mit der Aktion Familienfasttag über die Mitarbeit in der Katholischen Frauenbewegung der Erzdiözese Salzburg bis zur Mitwirkung in der kfb-Gruppe an ihrem Wohnort.
„Die Katholische Frauenbewegung ist für mich ein Ort, wo mein Glaube konkret wird.“ L.G.
Eine besonders praktische Eigenschaft von Lucia ist, dass sie mit der Vielfalt an Spiritualitäten und mit innerkirchlichen Spannungen gut umgehen kann. Ihre Vision als Vorsitzende beschreibt sie so:
„Wir wollen nicht Polarisierungen bewirtschaften, sondern stärken, was Frauen in Leben und Glauben fördert. Dies betrifft soziale, Geschlechter- und Umweltfragen genauso wie die Themen Frieden und Gerechtigkeit.“ L.G.
Nach innen wirkend soll die gute Zusammenarbeit mit den katholischen Frauenbewegungen in den Diözesen fortgesetzt werden, deren Arbeit seitens der Bundesorganisation unterstützt wird.
Gertraud Ladner, die neue stellvertretende Vorsitzende legt einen Schwerpunkt auf die Vernetzung und Zusammenarbeit der kfbö mit anderen Frauenorganisationen und -initiativen österreichweit und im globalen Süden. Besonders wichtig ist ihr dabei ein Bewusstsein für das Ineinander der Bereiche Kirche und Gesellschaft. Hier ist die kfbö eingebunden in die weltweiten Bemühungen katholischer Frauenbewegungen
„Mir ist es ein Anliegen, dass wir Räume eröffnen, in denen Frauen miteinander die Welt deuten und einander bestärkend das Leben bewältigen." G.L.
Gertraud, Jahrgang 1962, ist ebenfalls Theologin und kommt aus Tirol. Sie wird besonders bei der Aktion Familienfasttag - Teilen spendet Zukunft mitwirken.
„Legen wir den Fokus auf das, was Frauen miteinander schaffen und schaffen können, lokal und global.“ G.L.
Wir freuen uns auf die vielversprechenden neuen Vorsitzenden und danken den scheidenden Vorsitzenden, Angelika Ritter-Grepl, Anni Raab und Lydia Lieskonig für ihr Engagement in den vergangenen Jahren aus. Ihr Einsatz für Frauen und Geschlechtergerechtigkeit, gegen Diskriminierung in Gesellschaft und Kirche hat wichtige Weichen für die Zukunft gelegt. So ist es eine große Errungenschaft, das "wegfallende vatikanisches Redeverbot" (Angelika Ritter-Grepl) über das Frauenpriestertum gibt und eine wachsende Anzahl von Frauen in pastoraler Verantwortung und kirchlichen Leitungsfunktionen sind. Eine Reflektion von Angelika Ritter-Grepl über ihre Amtszeit ist auf katholisch.at nachzulesen. Eine offizielle feierliche Übergabe findet am 6. November 2026 im Bildungshaus Schloss Puchberg statt.



