Schöpfungsverantwortung
Weil Gott alles gut erschaffen hat
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Markus Gerhartinger, als aktueller Umweltbeauftragter der Erzdiözese Wien zeigt sich sehr betroffen von der Nachricht des Todes von Wolfgang Schindegger: "Ich habe ca. 14 Tage vor seinem Tod noch mit ihm telefoniert, denn er war immer noch sehr interessiert, was sich in der kirchlichen Umweltarbeit tut. Es war für ihn eine große Freude, was hier alles möglich geworden ist und wie auch die offizielle Kirche (z.B. durch die Enzylika Laudato Si) diese Themen vermehrt aufgegriffen hat."
Wolfgang (ganz rechts) und Evelyn (2. von rechts) beim ökologischen Umweltgespräch 2011 in der Pfarre Inzersdorf
Die direkte Nachfolgerin von Wolfgang im Umweltbüro Evelyn Hödl erinnert sich noch gut an viele Begegnungen: "Wolfgang und ich waren miteinander – lange bevor er die Leitung des Wiener Umwelltreferats übernahm – durch unsere Zusammenarbeit in der Friedensbewegung Pax Christi freundschaftlich verbunden. Der Konziliare Prozess, der mit der europäischen ökumenischen Versammlung in Basel begann und 1990 mit der ökumenischen Weltkonferenz in Seoul fortgesetzt wurde, betonte die Verantwortung der christlichen Kirchen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. In vielen kirchlichen Bereichen wurde diesen Themen Aufmerksamkeit geschenkt. Die Anfänge der diözesanen Umweltreferate lagen in diesem Konziliaren Prozess.
Wolfgangs Pensionierung 2005 - 1 Jahr vor seinem regulären Termin - stand unter dem Druck der Personal- und Sacheinsparungen, die die Katholische Aktion seit einigen Jahren belastete. Eine Nachbesetzung des Umweltbüros schien illusorisch. Es war wohl eine Blitzeingebung, als ich Wolfgang Im Herbst 2004 fragte: „Und wenn ich das Umweltbüro übernehmen würde….?“ Ich war zu diesem Zeitpunkt mit 20 Stunden (Altersteilzeit) in der Katholischen Frauenbewegung angestellt. In meinem Fall ging es also nur um eine Versetzung.
So wurde ich Wolfgangs Nachfolgerin, doch eigentlich waren wir von Anfang an ein Team. Wolfgangs ehrenamtliche Mitarbeit war etwas selbstverständliches, ich konnte mich auf seine Erfahrung und seine Kontakte verlassen, und auch auf seine takträftige Unterstützung etwa bei Versandarbeiten. Highlights unserer gemeinsamen Aktiivitäten waren die Initiierung der Aktion Autofasten in der Diözese oder die ökumenischen Gottesdienste im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen.
In den drei Jahren meiner Tätigkeit im Umweltbüro stand Wolfang mir immer zu Seite, als Freund und Ratgeber, verlässlich, ermutigend und in herzlicher Verbundenheit. In Kontakt blieben wir auch danach noch viele Jahre durch unsere Funktion als Rechnungsprüfer der Konferenz der Umweltbeauftragten Österreichs.
Und dann gibt es noch den interreligiösen SOL-Kalender, an dessen Anfängen Wolfgang maßgeblich mitgewirkt hat und in dessen Redaktionsteam ich jetzt mitarbeite.
Es bleibt mir nur noch, ein letztes DANKE zu sagen für die gemeinsame Zeit, in der wir doch ein paar Weichen gestellt haben für die Umweltarbeit in der Diözese.
DANKE für das Miteinander, für deine Freundschaft, für deine Unterstützung, lieber Wolfgang."
Parte von Wolfgang Schindegger
Beim Aufgang der Sonne und bei ihrem Untergang
erinnern wir uns an dich.
Beim Wehen des Windes und in der Kälte des Winters
erinnern wir uns an dich.
Beim Öffnen der Knospen und in der Wärme des Sommers
erinnern wir uns an dich.
Zu Beginn des Jahres und wenn es zu Ende geht
erinnern wir uns an dich.
So lange wir leben wirst auch du leben,
denn du bist ein Teil von uns, wenn wir uns an dich erinnern.
(Quelle: jüdisches Gebet, gekürzt)