Saturday 10. April 2021

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Das Leinen ein "liturgischer Stoff"?

Leinen - ein "biblischer" Stoff: Die Evangelien berichten uns, dass der Leichnam Jesu in ein reines Leinentuch gelegt wurde. Davon ausgehend reicht der Gebrauch des Leines weit zurück, bis in die erste Zeit der Kirche.

Das Altartuch gehört zu den ältesten Paramenten. Das früheste schriftliche Zeugnis über seine Verwendung finden wir im 4. Jahrhundert:

 

"Wer von den Gläubigen weiß nicht, dass bei der Feier der heiligen Geheimnisse das Holz des Altares mit einem Linnentuch bekleidet werde?" schreibt Optat von Mileve um 370

 

Die Symbolik des Altartuches kommt schon in den angeblichen Dekret Silvesters I. zum Asudruck. Das Altartuch erscheint darin als Sinnbild der Grabtücher, in welche Christus bei seinem Begräbnis gehüllt wurde, darum soll es weiß und nicht farbig sein und aus Linnen bestehen. Die heilige Menschheit Christi, welche durch die Altartücher symbolisiert wird, ist aber seine im Himmel verklärte Menschheit. Darauf weist auch der Umstand hin, dass sie aus weißem Linnen gemacht sind. Der Flachs, aus dem das Linnen gewebt wird, entstammt der Erde, seine herrliche Weiße aber erhält er durch langwierige, harte Behandlung. Im moralischen Sinn galten die Altartücher als das Sinnbild eines durch Bußübung geläuterten Herzens.

 

Im Mittelalter fand die Leinwand viel häufigere Verwendung in der Paramentik als heute. Die Tunicella der Subdiakone und des Bischofs bestanden ursprünglich aus Leinen. Caseln aus Leinwand haben sich teilweise noch erhalten, z.B. im Dom zu Halberstadt und Namur. Mittelalterliche Mitren aus Leinwand gibt es z.B. noch im Dom zu Ferentio und sonst. Ausdrückliche, allgemein geltende kirchliche Bestimmungen über die Verwendung von Leinwand betrachte erst das 19. Jahrhundert: Leinwand wurde vorgeschrieben für den Altar, für das Korporale, die Palla und das Purifikatorium - das Kelchtuch.

 

ROMANO GUARDINI über das Leinen in der Liturgie:

"Köstlich ist echtes Linnen, rein, fein und edel.

 

Wenn es so weiß und frisch daliegt, - ich muss an einen Gang im winterlichen Wald denken. Mit einem Mal kam ich auf eine Halde, die lag voll frisch gefallenen Schnee, makellos gearbeitet zwischen schwarzen Tannen. Da habe ich mich nicht getraut, mit meinen großen Schuhen hinüber zu laufen. Ganz ehrfürchtig bin ich gegangen ...

 

So liegt Linnen für das Heilige ausgebreitet, es liegt als Korporale unter Kelch und Hostie, der Priester wrid darin gehüllt, wenn er den heiligsten Dienst tut, in der Albe, das Weißgewand.

Echtes Linnen ist fest.

 

Kein luftiges Spinnwebzeug, das vor jedem Wind zerflattert.

 

Es war nicht gleich so fein und rein wie es nun daliegt.

 

Erst war's rau, unscheinbar, musste oft gewaschen und gebleicht werden, bis es eine duftende Frische gewann.

 

Reinheit ist nicht von Anfang da. Gewiss ist sie Gnade!

 

Heute ist die Verwendung von Reinleinen im liturgische Bereich für die Kelchwäsche, Purifikatorium, Korporale und Palle vorgeschrieben.

 

Für Altartücher, Alben, Chorröcke, Kredenztischdecke, Schultertücher, Stolaschoner ist das Leinen eine beständige und gute Wahl.

 

Wir vermitteln Ihnen gerne für den kirchlichen Gebrauch Kirchenleinen in sehr schöner Qualität, geeignet für Kelchwäsche, Altartücher und alles "Linnene" im Altarraum. Das Besondere des Kirchenleinens ist u.a. die Stoffbreite von 185cm, optimal und vielseitig verwendbar. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an unsere Fachreferentin: Sr. Imelda Ruf.

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