Mittwoch 4. Februar 2026
Termine
Derzeit finden keine
Termine statt.
FAQ

FAQs zum Bereich Pfarrliche Gebäude

Stefan Lobnig antwortet den Pfarrgemeinderäten:

Kann die Diözese garantieren, dass die Mittel für den Erhalt der Kirche und der Pfarrräume im bisherigen Umfang für gemeinsame Feiern (Wortgottesdienste, Andachten, stilles Gebet unter Tags) zur Verfügung stehen?

Für diözesane Subventionen gibt es (bei größeren Projekten) natürlich keine Garantie. Für den Pfarrverband ist ihre Pfarre autonom. In einer Pfarre mit Teilgemeinden ist der gemeinsame VVR für die Erhaltung der Räumlichkeiten verantwortlich. Es liegt im Auge des Betrachters ob eine gemeinsame Kasse für die konkrete Gemeinde ein Fluch oder ein Segen ist. Es ist zu bedenken, warum es so schwer fällt solidarisch zu sein mit den Nachbargemeinden mit einem Geld, das nicht uns gehört, sondern dass uns zur Verwaltung anvertraut ist.

Ist es denkbar, dass mittelfristig keine Messen mehr in der Kirche in unserer Pfarre stattfinden (Priestermangel) und z.B. in der Pfarre mit Teilgemeinden entschieden wird, dass unsere Kirche nicht mehr erhalten wird und die vorhandenen Mittel für die Hauptkirche im Pfarrverband / Pfarre mit Teilgemeinden gebündelt werden?

Das ist eine gute und wichtige Frage. Folgende Thesen würde ich dazu aufstellen:
- Die Nichterhaltung einer Kirche hängt nicht daran, ob dort Hl. Messen gefeiert werden, sondern an der vorhandenen Gemeinde, an den erforderlichen Investitionskosten und an der Relation zum pfarrlichen Aufwand, den der Erhalt erfordert. Wenn eine Gemeinde zum Kirchenerhaltungsverein mutiert, dann muss pastoral fragen, ob das dem Auftrag Jesus entspricht.
- Gerade im ländlichen Bereich gibt es keinen Grund, warum eine Kirche nicht in der Grundsubstanz (Mauern, Dach) erhalten werden sollte. Man wird vielleicht nicht mehr in der jeder Kirche die perfekte Licht-, Ton- und Heizanlage brauchen. Sie achten ja auch heute auf Filialkirchen, die nicht rechtlich selbstständig sind.
- Was die Entwicklung des Immobilienstands betrifft, dann ist auch die Entwicklung der Pfarrhäuser und der pastoralen Räume in den Blick zu nehmen. Aber diese Entwicklung ist leichter im Entwicklungsraum anzuschauen, als für jede Pfarre alleine.
- Bitte verabschieden sie sich vom Bild einer „Hauptkirche“. Das gibt es nicht. Sie haben in ihren beispielsweise 7 Pfarren 10 Kirchen, die Sie bitte so einsetzen, dass die richtigen – weil wichtigen – Gebäude langfristig erhalten bleiben.


 

Diözesaner Entwicklungsprozess APG2.1

E-Mail schreiben
Datenschutzerklärung
Barrierefreiheitserklärung
Darstellung: Standard - Mobil