Wednesday 19. February 2020

Pfarrkirche derzeit wegen aktuer Renovierungsarbeiten geschlossen!

Pfarre Oberwaltersdorf
Pfarrgasse 22
2522 Oberwaltersdorf
F +43 (2253) 200 13
MMag. Andreas Hornig Pfarrer
Evangelium von heute Mk 8,22-26 In jener Zeit kamen Jesus und seine Jünger nach Betsaida....
Gott sagt »Du« zu uns. Wir finden ihn nur, wenn auch wir zu ihm »Du« sagen.
(Hl. Johannes Paul II.)

Pfarrkirche aufgrund von akuten Baumängeln geschlossen

Wir hoffen auf eine rasch beginnende Sanierung durch die Erzdiözese Wien

Unsere Pfarrkirche ist aktuell leider wegen Schäden an der Decke sowie des Dachstuhls und der damit verbundenen Gefahr herabfallender Teile behördliche geschlossen! Auch der Kirchturm ist Außen bereits in einem desolaten Zustand. An der Vorbereitung einer raschen Sanierung wird derzeit eifrig gearbeitet!

 

Hier lesen Sie den aktuellen Stand.

 

Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich, der Gemeinde Oberwaltersdorf und  mit der Erzdiözese Wien, setzen wir aktuell alles daran, schon bald wieder in unserer über 760 Jahre alten Kirche Heilige Messen feiern können.Ohne weitere finanzielle Hilfe schaffen wir es jedoch nicht, den erforderlichen Eigenanteil der Pfarre Oberwaltersdorf aufzubringen. Bitte spenden Sie auch weiterhin auf das eigens beim Bundesdenkmalamt (steuerabzugsfähig) eingerichtete Spendenkonto für unsere Pfarrkirche! Ein herzliches Danke an alle, die uns bisher schon geholfen haben!!!

 

Kontowortlaut:    Bundesdenkmalamt 1010 Wien

IBAN: ​​                    AT07 0100 0000 0503 1050

Aktionscode:​       A218

VERGELT'S GOTT!

 

Die Heiligen Messen werden daher bis auf Weiteres im Pfarrsaal zelebriert. Wir freuen uns ganz besonders auf Ihr zahlreiches Mitfeieren!! 

 

während Renovierung der Pfarrkirche

 

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Die Pfarre liegt im Vikariat unter dem Wienerwald. Für die Pfarre verantwortlich ist Pfarrer MMag. Andreas Hornig. Ihm zur Seite stehend: Diakon (ea) GR Mag. Ludwig Bansich. In Oberwaltersdorf leben zirka 2300 gläubige Mitmenschen. Die Pfarrkirche ist dem Heiligen  Jakob dem Älteren geweiht (1312, Markt).

 

Gottesdienste in der Pfarrkirche

  • Montag hl. Messe 19:00 Uhr
  • Dienstag hl. Messe 19:00 Uhr
  • Mittwoch hl. Messe 07:00 Uhr
  • Donnerstag hl. Messe 19:00 Uhr
  • Freitag hl. Messe 19:00 Uhr
  • Samstag hl. Messe 19:00 Uhr
  • Sonntag hl. Messe 10:00 /19:00 Uhr

Jeweils 30 min. davor Rosenkranzgebet, am Mittwoch nach der Messe.

 

 

Kindermessen

(speziell für unser Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien gestaltet) - neue Termine werden im Kalender angekündigt.

 

 

Jungschar
(für Mädchen und Buben von 7 - 12 Jahren)

 

  • Donnerstags 15:30 - 17:00 Uhr

 

Katholische Frauenbewegung


(im Pfarrheim 1. Stock, jeweils 9 - 11 Uhr) 

 

     

14. Jänner         2020

 

 

Katholische Männerbewegung

 

(im Pfarrheim 1. Stock, jeweils 18 - 20 Uhr)

 

13. Februar 2020 "Enzyklika Laudato Si"

 

neue Termine werden regelmäßig bekanntgegeben (auch im Facebook)

 

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Sekretariatszeiten: Donnerstag 10 - 13 Uhr

Pfarrgasse 22    2522 Oberwaltersdorf

 

T: +43 (0) 2253 6506

F: +43 (0)2253 20013

E: pfarre.oberwaltersdorf@katholischekirche.at
W: www.pfarre-oberwaltersdorf.at

 

Katholische Pfarre Oberwaltersdorf

@PfarreOberwaltersdorf

 

 

 

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Schwester Restituta Kindergarten in Oberwaltersdorf

Wir können stolz sein, dass die Ordensfrau und Widerstandskämpferin gegen den NS-Terror die Namenspatin unseres Kindergartens ist. Ihr wurde mit einer eigenen Website ein weiteres informatives Denkmal gesetzt.

 

Neben dem Kindergarten haben wir weitere Denkmäler zum Gedenken an Maria Restituta Kafka. In der Schloßsee-Siedlung einen Gedenkstein mit zwei Emailbildern, geschaffen von der Künstlerin Eva Mazzucco und von Pfarrer Hornig gesegnet, so wie ein Marterl in der Pfarrgasse, das von Weihbischof Scharl und Pfarrer Hornig eingeweiht wurde.

 

Wir wollen ihr Wirken als Mahnung, Vorbild und Verpflichtung verstehen und die Namenspatin unseres Kindergartens in ehrenvoller Erinnerung halten!

 

Gedenkstein am Schlosssee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Haltung der Kirche zum NS-Regime und ihr mangelnder Respekt gegenüber den eigenen NS-Opfern

 

Bereits vor der Machtergreifung von Adolf Hitler war Antisemitismus auch in katholischen Kreisen vorhanden und erleichterte den Nazis ihre Ideologie des NS-Rassismus durchzusetzen. So hatten katholische Vereinigungen den so genannten ‚Arierparagraphen‘ in ihre Statuten aufgenommen und somit Bewerbern, die den nationalsozialisti­schen Rassengesetzen nicht entsprachen, die Mitgliedschaft verweigert. 


Im Punkt 24 des NSDAP-Programms hieß es: ‚Die Partei als solche steht auf dem Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich konfessionell zu binden.‘ Unter dem christlichen Deckmantel wurden aber germanische Riten und Gebräuche in heroischer Idealisierung gepflegt, die ganz und gar nicht mit christlichen Werten vereinbar sind.

 

Dennoch: Die Sympathie vonTeilen des Klerus für Hitler waren der Antrieb für versierte Bibeltheologen, die Basis für entsprechende Pastoralanweisungen zu schaffen: "Jedermann ordne sich der Obrigkeiten Gewalt unter; denn es gibt keine Gewalt, die nicht von Gott ist. Die bestehenden Gewalten sind von Gott angeordnet. Wer sich daher der Gewalt widersetzt, widersetzt sich der Anordnung Gottes, die sich aber widersetzen, ziehen sich selber das Gericht zu" (Röm 13,I, dazu I.Petr 2,17,I Tim 2,1ff.) .

 

Mit der NS-Machtübernahme im März 1938 lieferten diese spezifischen Bibeltexte von Vertretern aus katholischen Kreisen auch Legitimation für Hitlers-Idealogie. Und zwar dahingehend, dass damit die neue Macht Adolf Hitlers samt seinem Regime von Gott stammt. Im März 1938 begrüßte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Innitzer, den Einzug Hitlers mit der Pummerin. Er versicherte Hitler die Loyalität der Kirche und verfasste seine berühmte Pastoralanweisung, die diese Loyalität nochmals unterstreicht und die Tätigkeit der Priesterschaft auf die Seelsorge beschränkt: Der Klerus habe sich von der Politik in jeder Form fernzuhalten.

 

Diese Anweisung war geprägt von der Pastoraltheologie des dominierenden Wiener Pastoralmanagers Prälat Dr. Karl Rudolf. Er hat Innitzers Pastoralanweisung theologisiert. 
In seinem Buch Aufbau im Widerstand. Ein Seelsorgerbericht aus Österreich 1938-1945 schreibt er: "Die Wirkkraft der Seelsorge zum Sturz des Regimes einzusetzen, war nie zur Diskussion gestanden. Das hätte ja die Anwendung kirchlicher Mittel, also auch der vom Erlöser gestifteten Gnadenmittel, zu einem politischen Zweck bedeutet, eine wesenswidrige Vermengung von kirchlichem und politischen und Wesen, die der großen Linie Pius XII. und seines erleuchteten Vorgängers geradezu widersprochen hätte. Derartiges lag der Seelsorge fern"

 

Damit hat Prälat Rudolf den NS-Widerstand mit bibeltheoretischer Interpretation klar verurteilt. Aber auch dem NS-kritischen Verhalten von Papst Pius XII wurde damit eine Absage erteilt.

Widerstand war für Prälat Rudolf nur erlaubt, wenn er damit Innitzers Pastoralanweisung entsprach, also praktisch ausgeschlossen.

 

Deshalb konnte Innitzer nach dem NS-Zusammenbruch resumieren, dass er keinen Priester verloren habe, der ausschließlich pastoral tätig gewesen war. Wer aber wegen NS-kritischer oder politischer Aussagen in die Mühlen der NS-Justiz geraten war, dem wurde vorgeworfen, unklug und vorlaut gewesen zu sein und sich nicht an die Pastoralanweisung gehalten zu haben. Die Opfer des NS-Widerstands haben da keinen Platz. Ein Seligsprechung von Sr. Restituta oder Franz Jägerstätter überstieg damals den Horizont in der bibeltheologischen Sicht dieser Leute.


Im Vorwort zu Aufbau im Widerstand schreibt Prälat Rudolf: "Von der politischen Widerstandsbewegung im engeren Sinn, die Tausende Blutopfer kostete, soll hier nicht die Rede sein. Sie wird wohl selbst das Wort nehmen, um der Welt über ihre Leistung Rechenschaft zu geben."

 

Dieses Wort soll heuer, am 1. Mai 2019 zum 125. Geburtstag der seligen Schwester Restituta Kafka, zu hören und eine Mahnung sein!

 

Denn auch nach 1945 brach die Zusammenarbeit zwischen hohen geistlichen Würdenträgern und Nazis nicht ab. Einer von ihnen war Bischof Alois Hudal, der zeitlebens der NSDAP verbunden war. Für sein Buch Die Grundlagen des Nationalsozialismus erhielt er auch das goldenen NSDAP-Parteiabzeichen. 

 

Nach dem NS-Zusammenbruch war Bischof Hudal maßgeblich an jenem Netzwerk im Vatikan beteiligt, das hochrangige Nazis die Flucht nach Südamerika ermöglichte. Dieser als Rattenlinie oder Klosterroute bekannt gewordene Weg ermöglichte auch den ärgsten NS-Schergen die Flucht nach Argentinien unter dem Schutz höchster geistlicher Vertreter wie Bischof Hudal, mittlerweile in höchsten Positionen im Vatikan. 

 

Zu den bekanntesten derartigen Flüchtingen zählten Adolf Eichmann, verantwortlich für den Tod von 4 Millionen Juden in Vernichtungslagern, Josef Mengele berüchtigter KZ-Arzt in Auschwitz wegen sadistischer Menschenversuche, Walter Rauff, Chefkonstrukteur der sog. Gaswagen, Klaus Barbie, SS- und Gestapochef von Lyon und als eigenhändiger Folterer und "Schlächter von Lyon" bekannt, Franz Stangl und sein Stellvertreter Gustav Wagner, Kommandant von Sobibor und Treblinka und weitere 300 Nazis, welche sich als KZ-Kommandanten, als verantwortliche SS-Offiziere in Massakern an Zivilisten und als Kriegsverbrecher hervorgetan hatten.

 

Die "andere Seite" darf dabei nicht unbeleuchtet bleiben - der Widerstand gegen das NS-Regime

 

Ohne den Namen Innitzer zu nennen, verdammte das Vatikanblatt "Osservatore Romano" am 25. März 1938 Innitzers Vorstellung, der NS-Kampf gegen den Bolschewismus sei "Gegenstand des Segens göttlicher Vorsehung", als "krasse Blasphemie". Und am 1. April machte das Blatt deutlich, daß die Erklärungen der österreichischen Bischöfe "ohne jede vorherige Verständigung mit dem Vatikan und ohne seine nachträgliche Approbation" abgegeben worden seien. Der päpstliche Nuntius in Wien, Cigognani, drängte den Kardinal, zur "Kaltdusche" nach Rom zu fahren. 

 

Zurückgekehrt erkaltete der anfangs positive Zugang zu Hitler und dem NS-Regime - wie bei so vielen Österreichern. Zug um Zug wurde der Katholizismus in Österreich vom Regime aus dem öffentlichen Leben gedrängt. Und im Oktober 1938 verschärften sich die Gegensätze zwischen Staat und Kirche in Wien wie bis dahin in keiner anderen Kardinalsstadt. Innitzer rief im Stephansdom 9000 Jungkatholiken zur Standhaftigkeit auf ("Laßt euch nicht abreden vom Glauben, wenn auch noch so viele gleißende Worte fallen"), und die Jugendlichen brachten ihn in einem Triumphzug in sein Palais zurück.

 

Am nächsten Tag antwortete die Partei: Hitlerjungen zertrümmerten 1200 Fensterscheiben des Erzbischöflichen Palais und stürmten den Kardinalssitz. Als sie den Kardinal nicht fanden (er hielt sich im Aktenarchiv versteckt), versuchten sie, Innitzers engsten Mitarbeiter, den Weihbischof Jakob Weinbacher, aus dem Fenster zu stürzen.

 

Fünf Tage später zogen NS-Trupps durch die Straßen und hängten eine Puppe, gekleidet wie der Kardinal, an einem Galgen auf. Als die Braunhemden grölend und "mit gezückten Dolchen" am Palais vorbeizogen, saß der Kardinal in seinem Zimmer und -- so sein Biograph -- "zuckte bei jeder Beschimpfung, die zu ihm heraufdröhnte, zusammen". Sieben Monate lang hatte Innitzer überall als Kollaborateur gegolten. Nun schlug die Stimmung weithin um. Ausländische Bischöfe feierten Innitzer als Helden.

 

Innitzer ging in die innere Emigration.  Er schuf 1940 eine illegale Erzbischöfliche Hilfsstelle für katholische Juden. Laut Reimann hat Innitzers Büro "einige hundert" Juden vor der Gaskammer gerettet. Allerdings: Öffentlich sagte Innitzer kein einziges Wort gegen die Verfolgung der Juden -- sowenig, wie es Papst Plus XII. je getan hat. Als Innitzer am 14. Oktober 1955 im Stephansdom beigesetzt wurde, war jedoch auch der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde unter den über 100 000 Trauergästen. 

 

Der antinationalsozialistische Haltung von Priestern und Ordensangehörigen, wie jene von Sr. Restituta, brachte damals große Teile der Bevölkerung zur Verbindung mit der Kirche. Das Beispiel von Sr. Restituta bestärkt uns auch heute im Glauben an christlichen Werte, Menschenwürde und demokratischer Freiheit!

 

 

Quellen: 
https://restituta.at - Hofrat Dr. Heinz Arnberger im Vortrag von 27.03.2000
Academia-Zeitschrift des Österr. Cartellverband 2/2019 - Dr. Maximilian Liebmann 
Die Rattenlinie - Lukas Mihr; Der Spiegel 16/1967 https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46461401.html

 


 

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