Mittwoch 22. Juli 2026

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Bild von Mutter Gottes und Kräuter
Gerti Berthold / Bild von Mutter Gottes und Kräuter
13.07.2026
Herzliche Einladung

Mariä Himmelfahrt, 15.8., 9.30 Uhr, Heilige Messe mit Kräutersegnung

Rund um Mariä Aufnahme in den Himmel finden in vielen Pfarren Kräutersegnungen statt. Wissenswertes rund um den Kräuterbuschen gibt's hier zum Nachlesen.

 

Warum gibt es Kräuterbuschen?

Schon in vorchristlicher Zeit wurden den Göttern Heilkräuter geopfert – als Dank für deren Schutz und für die Heilkraft der Kräuter. Im achten Jahrhundert nach Christus wurde die Kräutersegnung zunächst verboten. Das Volk missachtete dieses Verbot jedoch – und so deutete die katholische Kirche den Brauch um und verband ihn mit der Gottesmutter Maria und einer Legende. Drei Tage nach dem Tod der Gottesmutter kamen die Apostel laut Legende an ihr Grab, doch das Grab war leer, da Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden war. Aus dem Grab jedoch strömte – so die Legende – der Duft von Rosen, Lilien und ein lieblicher Wohlgeruch wie von duftenden Heilkräutern.

 

Was muss hinein in die Kräuterbuschen?

Sieben bis neunundneunzig Kräuter gehören in einen Kräuterbuschen zu Mariä Aufnahme in den Himmel – die Zahl schwankt je nach Region, es handelt sich jedoch immer um eine symbolträchtige Zahl wie zum Beispiel eine der folgenden:

Sieben: Zahl der Schöpfungstage, Zahl der Vollendung

Neun: Drei mal drei für die heilige Dreifaltigkeit, Zahl der Fruchtbarkeit

Zwölf: Zahl der Apostel, Zahl der Stämme Israels

Vierzehn: Zahl der Nothelfer

Vierundzwanzig: Zwei mal zwölf für die Stämme Israels und die Apostel (Altes und Neues Testament)

Neunundneunzig: Dreiunddreißig mal drei für die heilige Dreifaltigkeit

 

Je nach Region werden unterschiedliche Pflanzen in den Buschen geflochten. In der Mitte des Buschens steckt oft eine Königskerze, die von zahlreichen anderen Kräutern umrankt ist. Häufig darunter zu finden sind heimische Kräuter wie Alant, Arnika, Baldrian, Beifuß, Frauenmantel, Johanniskraut, Kamille, Liebstöckl, Pfefferminze, Salbei, Schafgarbe, Thymian und Wermut. Als Symbol für Maria werden häufig auch Rosen und Getreideähren in den Buschen integriert.

 

(Auszug aus:  Diözese Linz)