Donnerstag 4. Juni 2026

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© helmut.klauninger.info, Helmut Klauninger

Die Stadtpfarrkirche zu den Heiligen Schutzengeln in Gänserndorf

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Die Stadtpfarrkirche Zu den heiligen Schutzengeln ist die römisch-katholische Pfarrkirche von Gänserndorf im niederösterreichischen Marchfeld. Sie liegt auf einer leichten Anhöhe im Norden der Stadt und prägt mit ihrem markanten Westbau das Ortsbild wesentlich.

 

Die Ursprünge der Kirche reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Um 1300 wurde an dieser Stelle eine kleine spätromanische Wehrkirche errichtet. Im 14. Jahrhundert erhielt sie einen gotischen Chor. Bereits 1345 wird Gänserndorf urkundlich als eigenständige Pfarre erwähnt. Nach schweren Brandschäden im Jahr 1683 erfolgte 1695 eine Barockisierung der Kirche.

Pfarre Gänserndorf

Das heutige Erscheinungsbild der Kirche entstand jedoch erst durch eine umfassende Erweiterung und Umgestaltung im Jahr 1961. Nach Plänen der Architekten Ernst Arthofer und Karl Burian wurde die Kirche nach Westen hin deutlich vergrößert. An das historische Langhaus schließt seither ein breiter, moderner Saalbau mit großzügigem Satteldach an, der das ursprüngliche Gebäude optisch dominiert. Durch diese Erweiterung konnte die Kirche der stark wachsenden Bevölkerung im 20. Jahrhundert gerecht werden.

Pfarre Gänserndorf

Die Architektur der Stadtpfarrkirche zeigt heute eine spannende Verbindung von historischer Substanz und moderner Gestaltung: An den Längsseiten sind noch Reste der romanischen und frühgotischen Fenster sichtbar, während der mächtige Westteil mit klaren Formen und großen Glasflächen die sachliche Sprache der 1960er-Jahre widerspiegelt. Der achteckige Turm mit Spitzhelm krönt den Bau.

Pfarre Gänserndorf

Im Innenraum wurde der Altarraum entsprechend den liturgischen Vorstellungen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil zentral und gemeinschaftsorientiert gestaltet. Die Kirche bietet so Raum für eine aktive Teilnahme der Gläubigen bei der Feier der Eucharistie.