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FAQ rund um die Bischofsbestellung

Fragen und Antworten rund um die Themen Bischof, Ernennung, Weihe, Aufgaben. 

16.10.2025
Was ist ein Bischof?

Ein Bischof (ἐπίσκοπος (episkopos)= „Aufseher“) ist der geistliche Leiter eines Bistums (Diözese) und steht in der Nachfolge der Apostel. Er trägt die höchste geistliche, leitende und rechtliche Verantwortung in seiner Diözese. Kraft der Bischofsweihe verkörpert er seine Ortskirche in der gesamten Kirche. Er nimmt gemeinsam mit den anderen Bischöfen, die in Einheit mit dem Bischof von Rom stehen, das ordentliche Lehramt wahr.

Voraussetzungen für das Bischofsamt

Ein Bischofskandidat muss fest im Glauben stehen, moralisch vorbildlich, klug und mit Seeleneifer erfüllt sein. Menschliche Tugenden wie Empathie und Integrität sind unerlässlich, da er als Hirte und Leiter der Diözese dient. Ein guter Ruf sowie ein Mindestalter von 35 Jahren und fünf Jahre im Priesteramt sind verpflichtend. Theologische Kompetenz wird durch ein Studium in Theologie, Heiliger Schrift oder kanonischem Recht an einer anerkannten Hochschule oder durch nachweisbare Erfahrung in diesen Bereichen belegt. Das letzte Urteil über die Eignung liegt allein beim Papst, der die Ernennung abschließend bestätigt.

 
Wie wird ein Bischof ernannt?

In der lateinischen Kirche, dem größten Teil der katholischen Kirche, ernennt ausschließlich der Papst die Bischöfe. Ohne seine Zustimmung kommt keine rechtlich legitime Bischofsweihe zustande. Der Auswahlprozess beginnt mit einer vertraulichen Befragung von Laien und Klerus durch den Apostolischen Nuntius, der daraus eine Kandidatenliste erstellt. Diese wird dem vatikanischen Dikasterium vorgelegt, und der Papst wählt einen Kandidaten aus. Nach dessen Zustimmung erfolgt die Ernennung. Innerhalb von drei Monaten folgt die Bischofsweihe oder, wenn der Ernannte die Bischofsweihe bereits zuvor erhalten hat, innerhalb von zwei Monaten die Amtseinführung. In einigen Diözesen, wie Salzburg, wird der Bischof vom Domkapitel aus einem Dreiervorschlag gewählt und vom Papst bestätigt.

Welche Aufgaben hat ein Bischof?

Der Bischof leitet als oberster Verantwortlicher seine Ortskirche (Diözese) und ist dabei allein dem Papst unterstellt. Er steht der Eucharistiefeier vor, wird daher auch im Hochgebet genannt und spendet das Weihesakrament sowie die Firmung, letztere oft durch Delegation. Er weiht und segnet jährlich in der Karwoche die Hl. Öle für die Sakramente. Er ist verpflichtet, an Sonntagen die Eucharistie immer in den Anliegen seiner ganzen Diözese zu feiern.

Er trägt die letzte Verantwortung für Personal, Organisation und Finanzen seiner Diözese, erteilt Lehrerlaubnisse und ist oberster kirchlicher Richter, wenngleich er im Diözesangericht vom Diözesanrichter vertreten wird. Regelmäßig besucht er die Pfarren seiner Diözese oder lässt sich dabei vertreten. Zudem arbeitet er in der Bischofskonferenz mit und erstattet alle fünf Jahre dem Papst Bericht (Ad-limina-Besuch). Als Teil des weltweiten Bischofskollegiums übt er zusammen mit anderen Bischöfen und dem Papst das höchste Lehramt der Kirche aus, etwa im Rahmen von Synoden.

 
Wo werden Personalentscheidungen des Papstes veröffentlicht?

Personalentscheidungen des Papstes werden im täglichen Bulletin des Pressesaals des Heiligen Stuhls („Bollettino della Sala Stampa“) unter dem Abschnitt „Rinunce e Nomine“ (Amtsverzichte und Ernennungen) veröffentlicht. Diese sind abrufbar unter press.vatican.va und erscheinen in der Regel täglich um die Mittagszeit.

Wie wird ein Bischof geweiht?

Ein designierter Bischof muss innerhalb von drei Monaten die Bischofsweihe erhalten. In der Regel fallen damit Weihe und offizieller Amtsantritt in eins. Die Bischofsweihe ist die höchste Stufe des dreigliedrigen Weihesakraments (Diakon, Priester, Bischof) und erhebt einen Priester zum Bischof.

Zu Beginn der Feier wird die päpstliche Ernennungsbulle verlesen, die die Rechtmäßigkeit der Weihe bestätigt. Es folgen die Anrufung des Heiligen Geistes und die Allerheiligenlitanei. Der zentrale Akt ist die Handauflegung durch den Hauptkonsekrator (meist der Metropolit der Kirchenprovinz oder der Amtsvorgänger, zuweilen auch der Apostolische Nuntius) und zwei Mitkonsekratoren, ergänzt durch alle anwesenden Bischöfe. Diakone halten das Evangeliar über den Kopf des Weihekandidaten, ein Zeichen für seine Rolle als Verkünder des Evangeliums. Nach der Salbung mit Chrisam erhält der neue Bischof seine Insignien (Mitra, Ring und Bischofsstab) und wird zur Kathedra geführt, womit er für alle sichtbar die Leitung der Diözese übernimmt.

Welche Insignien trägt ein Bischof?

Die Insignien oder Pontifikalien eines Bischofs sind sichtbare Zeichen seines Amtes und symbolisieren dessen Bedeutung:

• Der Bischofsring: Er steht für Treue und Verbundenheit und symbolisiert die enge Beziehung des Bischofs zu seiner Diözese und der Kirche. Der Ring wird ihm bei der Weihe überreicht.

• Die Mitra: Diese spitz zulaufende Kopfbedeckung wird bei liturgischen Feiern getragen und steht für die Autorität und das Amt des Bischofs. Sie wird ihm bei der Weihe als Zeichen der Heiligkeit verliehen.

• Der Bischofsstab (Pastorale): Der Stab symbolisiert das Hirtenamt und wird dem Bischof bei der Weihe überreicht. Er ist ein Zeichen dafür, dass der Bischof wie Christus die Gläubigen als guter Hirte leiten und schützen soll.

• Das Brustkreuz (Pektorale): Dieses zeigt die Zugehörigkeit zu Christus und steht für die Nachfolge Christi, insbesondere unter dem Zeichen des Kreuzes.

• Der Pileolus: Ein kleines violettes (bei Kardinälen purpurrotes) Scheitelkäppchen, das während der Eucharistie auch unter der Mitra getragen wird. Der Pileolus wird – zuweilen auch als „Soli Deo“ (vor Gott allein) bezeichnet – nur während des eucharistischen Hochgebets oder in Gegenwart der eucharistischen Gestalten abgenommen

Der „bischöfliche Dresscode“

Die Kleidung eines Bischofs variiert je nach Anlass. Es gibt drei Hauptformen, die im Caeremoniale Episcoporum festgelegt sind:

• Die liturgische Kleidung:

  • Amikt: Ein Schultertuch, das den Hals bedeckt.
  • Albe: Ein langes, weißes Gewand, das die Reinheit und das Taufgewand symbolisiert.
  • Zingulum: Eine Kordel, die die Albe in der Taille zusammenhält.
  • Stola: Ein schmaler Schal, der über beiden Schultern getragen wird und das Amt des Priesters oder Bischofs symbolisiert.
  • Kasel: Das Messgewand, das über der Albe getragen wird.
  • Pektorale: Prinzipiell wird das Brustkreuz unter der Albe getragen, seit etwa 20 Jahren ist auch das Tragen über der Kasel gestattet.
  • Pallium: Ein weißes Wollband mit sechs Kreuzen und zwei Goldspangen, das Metropoliten nur in ihrer aktiven Amtszeit innerhalb der Grenzen ihrer Erzdiözese und ihrer Kirchenprovinz über der Kasel tragen.
  • Dalmatik: Bei feierlichen Anlässen trägt der Bischof zusätzlich die Dalmatik, das Gewand des Diakons, unter der Kasel.

• Das „Chorgewand“ (außerhalb der Eucharistiefeier):

  • Violette Soutane: Ein bodenlanges Gewand mit einer Seidenschärpe, die in einem Bund von Fransen endet.
  • Rochett: Ein knielanges weißes Gewand aus Leinen, das über der Soutane getragen wird.
  • Mozzetta: Ein violetter Schulterkragen, über dem das Brustkreuz an einer Kordel getragen wird.
  • Pileolus und Birett: Das Scheitelkäppchen und die Kopfbedeckung mit Quaste.

• Die Alltagskleidung:

Im Alltag trägt der Bischof zu amtlichen Anlässen eine schwarze Soutane mit rubinroten Knöpfen und Ziernähten sowie einer rubinroten Schärpe. Dazu kommt das Brustkreuz an einer Kette sowie der Pileolus. Meist trägt der Bischof heute im Alltag jedoch einen einfachen Anzug mit Kollarhemd und eventuell darüber das Pektorale.

Was ist die Kathedra?

Die Kathedra, ein erhöhter Sitz im Zentrum des Altarraums, ist seit der Antike ausschließlich dem Bischof vorbehalten. Sie dient als liturgischer Sitz während der Eucharistiefeier und symbolisiert den Ort seines Lehramtes. Die feierliche Inbesitznahme der Diözese wird durch die Zeremonie betont, in der der neue Bischof zur Kathedra geführt wird und dort Platz nimmt.

Was ist ein Erzbischof?

Ein Erzbischof leitet als Metropolit eine Kirchenprovinz, bestehend aus einer Erzdiözese und mehreren Suffragandiözesen. In Österreich gibt es zwei Kirchenprovinzen:

Salzburg mit Gurk-Klagenfurt, Graz-Seckau, Innsbruck und Feldkirch.

Wien mit Linz, St. Pölten und Eisenstadt.

Der Erzbischof hat eine Aufsichtsfunktion über die Suffragandiözesen, kann aber nicht direkt in deren innere Angelegenheiten eingreifen. Als Zeichen seines Amtes trägt er das Pallium, jedoch nur innerhalb seiner Kirchenprovinz und während seiner aktiven Amtszeit. Dieses wird ihm üblicherweise vom Papst am Fest der Apostel Petrus und Paulus im Petersdom verliehen.

Was ist das Pallium und welche Bedeutung hat es?  

Das Pallium ist ein weißes Wollband, das mit sechs schwarzen Kreuzen verziert ist. Es wird von Erzbischöfen als Zeichen ihrer besonderen Verbindung zum Papst getragen. Es symbolisiert das Hirtenamt des Erzbischofs. Die Wolle für dieses liturgische Zeichen stammt von Lämmern, die im Trappistenkloster Tre Fontane in Rom gehalten und am Gedenktag der heiligen Agnes gesegnet werden.

Die handwerkliche Fertigung der Pallien übernehmen die Benediktinerinnen der Abtei Santa Cecilia in Trastevere. Bis zur Verleihung werden sie in einem Behältnis am Grab des Apostels Petrus aufbewahrt und gelten deshalb als Berührungsreliquien. Der Papst überreicht die Pallien den Erzbischöfen während des Festgottesdienstes zum Hochfest der Apostel Petrus und Paulus im Petersdom.

Das Pallium symbolisiert die Hirtenfunktion des Erzbischofs sowie seine besondere Verantwortung als Metropolit innerhalb der Kirchenprovinz.

Wird jeder Wiener Erzbischof Kardinal?

Nein, die Erhebung zum Kardinal ist nicht an eine bestimmte Diözese gebunden, sondern eine persönliche Entscheidung des Papstes. Er wählt Priester und Bischöfe aus, die er für geeignet hält, seinen Nachfolger zu wählen und ihn in der Leitung der Kirche zu unterstützen. In der Vergangenheit wurden oft Bischöfe großer Diözesen zu Kardinälen ernannt, weshalb irreführend von „traditionellen Kardinalssitzen“ gesprochen wird. Eine solche Qualifizierung kennt das Kirchenrecht jedoch nicht.

Wie viele Bischöfe gab es bislang in Wien?

Insgesamt hatte Wien bisher 32 Bischöfe, davon 16 Erzbischöfe seit der Erhebung zur Erzdiözese im Jahr 1723. 14 der Wiener Bischöfe wurden in das Kardinalskollegium berufen. Bei 13 Papstwahlen waren Wiener Erzbischöfe als Kardinäle beteiligt, zuletzt Kardinal Christoph Schönborn (2005 und 2013).

Die längst dienenden Bischöfe und Erzbischöfe Wiens
  1. Kardinal Christoph Anton Migazzi (1757–1803): 45 Jahre, 11 Monate, 6 Tage
  2. Kardinal Sigismund Kollonitz, erster Erzbischof von Wien (1716–1751): 34 Jahre, 9 Monate, 23 Tage
  3. Kardinal Melchior Khlesl, erster Kardinal unter den Wiener Bischöfen (1598–1630): 32 Jahre, 7 Monate, 8 Tage
  4. Philipp Breuner (1639–1669): 29 Jahre, 8 Monate, 27 Tage
  5. Kardinal Christoph Schönborn (1995–2025): 29 Jahre, 4 Monate, 7 Tage
  6. Kardinal Franz König (1956–1985): 29 Jahre, 3 Monate, 4 Tage
Liste der bisherigen Bischöfe und Erzbischöfe von Wien
  1. Georg von Slatkonia (1513–1522)
  2. Petrus Bonomo (1522–1523)
  3. Johann von Revellis (1524–1529)
  4. Johann Fabri (1530–1541)
  5. Friedrich Nausea (1541–1552)
  6. Christoph Wertwein (1552–1553)
  7. Anton Brus von Müglitz (1558–1563)
  8. Johann Caspar Neubeck (1574–1594)
  9. Kardinal Melchior Khlesl (1598–1630)
  10. Anton Wolfradt OSB (1631–1639)
  11. Philipp Friedrich Graf Breuner (1639–1669)
  12. Wilderich Freiherr von Walderdorff (1669–1680)
  13. Emerich Sinelli (1681–1685)
  14. Ernst Graf von Trautson (1685–1702)
  15. Franz Anton Graf von Harrach (1702–1705)
  16. Franz Ferdinand Freiherr von Rummel (1706–1716)
  17. Kardinal Sigismund Graf von Kollonitz (1716–1751)
  18. Kardinal Johann Joseph Graf von Trautson (1751–1757)
  19. Kardinal Christoph Anton Graf Migazzi (1757–1803)
  20. Sigismund Anton Graf von Hohenwart (1803–1820)
  21. Leopold Maximilian von Firmian (1822–1831)
  22. Vincenz Eduard Milde (1832–1853)
  23. Kardinal Joseph Othmar Ritter von Rauscher (1853–1875)
  24. Kardinal Johann Rudolf Kutschker (1876–1881)
  25. Kardinal Cölestin Joseph Ganglbauer OSB (1881–1889)
  26. Kardinal Anton Josef Gruscha (1890–1911)
  27. Kardinal Franz Xaver Nagl (1911–1913)
  28. Kardinal Friedrich Gustav Piffl CanReg. (1913–1932)
  29. Kardinal Theodor Innitzer (1932–1955)
  30. Kardinal Franz König (1956–1985)
  31. Kardinal Hans Hermann Groër OSB (1985–1995)
  32. Kardinal Christoph Schönborn OP (1995-2025)
Welche Funktionen sind mit dem Amt des Erzbischofs von Wien verbunden?

Ein Ausschnitt der verschiedenen Aufgabenbereiche des Wiener Erzbischofs:

Ordinarius der Erzdiözese Wien; Ordinarius für die Katholiken der katholischen Ostkirchen in Österreich;

Vorsitzender des Priesterrats, Vorsitzender des Diakonenrats der Erzdiözese Wien, Vorsitzender des Diözesanen Rates der pastoralen Berufsgemeinschaften, Vorstand der Caritas der Erzdiözese Wien (Caritasverband), Protektor der St. Elisabethstiftung, Protektor der Caritas Socialis, Protektor der Stiftung Korbgemeinschaft - Hilfe für Syrien

Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung PRO ORIENTE, Protektor des Hospizes zur Hl. Familie in Jerusalem

Großkanzler der theologischen Fakultät der Universität Wien, Großkanzler der theologischen Hochschule ITI in Trumau , Protektor der Hochschulstiftung der Katholisch pädagogischen Hochschule Wien-Krems, Protektor der Schulstiftung der Erzdiözese Wien, Protektor der St. Nikolausstiftung der Erzdiözese Wien

Protektor des Otto Mauer-Fonds, Protektor der Kardinal König-Stiftung, Protektor des Kardinal Innitzer-Studienfonds

Protektor der St. Paulusstiftung der Erzdiözese Wien für Medienarbeit, Protektor der Stiftung Radio Stephansdom, Mitglied des Vereins Unser Stephansdom - Verein zur Erhaltung des Stephansdoms, Protektor des Wiener Domerhaltungsverein, Protektor der St. Josef-Stiftung der Erzdiözese Wien für sakrale Baudenkmäler, Protektor der St. Augustinus-Stiftung der Erzdiözese Wien für Immobilienbewirtschaftung

Was ist eine Diözese?  

Eine Diözese (dioíkēsis, griechisch: Verwaltung) ist ein kirchliches Verwaltungsgebiet, auch bekannt als Ortskirche. Jede Diözese verwirklicht die katholische Kirche vor Ort; zusammen bilden sie die Gesamtkirche. Der Sitz des Apostels Petrus verleiht der Diözese von Rom eine besondere Rolle als „Vorsitz in der Liebe“. Ein Bischof leitet die Diözese mit Unterstützung von Priestern, Diakonen und anderen Diensten. Das Zentrum bildet der Sitz des Bischofs mit der Kathedrale. Kleinere Verwaltungseinheiten innerhalb einer Diözese umfassen Pfarren, Pfarrverbände, Dekanate und Bischofsvikariate.

Die Erzdiözese Wien besteht aus drei Vikariaten: 1. Vikariat Stadt: Bundeshauptstadt mit Klosterneuburg, Vikariat Nord: „Unter dem Manhartsberg“: Weinviertel, Vikariat Süd: „Unter dem Wienerwald“: „Industrieviertel“

Diözesen werden vom Papst errichtet und können in ihren Grenzen an pastorale oder andere Erfordernisse angepasst werden. Die Erzdiözese Wien entstand überwiegend aus der Diözese Passau und Teilen der Erzdiözese Salzburg.

Die übrigen Diözesen in Österreich

Die ältesten bestehenden Diözesen Österreichs sind:

• Salzburg (gegründet 739)

• Gurk (1072)

• Graz-Seckau (1218)

• Wien (1469)

Kaiser Joseph II. gründete:

• Linz (1784)

• St. Pölten (1785)

Im 20. Jahrhundert wurden die folgenden Diözesen errichtet:

• Eisenstadt (1960)

• Innsbruck (1964)

• Feldkirch (1968)

 

Ein Sonderfall ist die nicht territoriale Militärdiözese, die 1986 gegründet wurde. Ihre Kathedrale befindet sich in Wiener Neustadt (St Georgs Kathedrale). Einer Diözese rechtlich gleichgestellt ist die Territorialabtei Wettingen-Mehrerau in Bregenz. Für die Katholiken der katholischen Ostkirchen besteht seit 2018 ein eigenes Ordinariat, das die Nachfolge des Ordinariats für die Katholiken des byzantinischen Ritus (1956) antrat. Sein Ordinarius ist Kardinal Christoph Schönborn.

Historische Diözesen in Österreich

Antike, mittlerweile untergegangene Diözesen auf dem Gebiet Österreichs sind:

• Tiburnia (St. Peter in Holz, westlich von Spittal an der Drau)

• Virunum (auf dem Zollfeld bei Maria Saal)

• Lauriacum (Lorch in Oberösterreich)

• Aguntum (Dölsach bei Lienz/Osttirol)

Weitere historische Diözesen sind:

• Wiener Neustadt

• Lavant

• Leoben

Große Teile Österreichs gehörten über viele Jahrhunderte:

• zum Patriarchat von Aquileia,

• zur Diözese Passau,

• zur Diözese Brixen.

 

Diözese oder Bistum?

„Bistum“ wird üblicherweise als Synonym für „Diözese“ verwendet.

• In Deutschland und der Schweiz wird überwiegend der Begriff „Bistum“ oder „Erzbistum“ verwendet.

• Mancherorts wird zwischen „Diözese“ als Territorium und „Bistum“ als die wirtschaftliche Dotierung des Bischofsstuhls (Mensalgut) unterschieden.

• In den (katholischen) Ostkirchen wird eine Diözese als „Eparchie“ bezeichnet.

Und die Bischofskonferenz?

Die Österreichische Bischofskonferenz, gegründet 1849, zählt zu den ältesten Bischofskonferenzen weltweit. Sie ist der Zusammenschluss der Bischöfe aller österreichischen Diözesen und wurde mit Zustimmung des Apostolischen Stuhls eingerichtet. Hauptaufgaben: Koordination kirchlicher Arbeit, Förderung pastoraler Ziele, Erlass verbindlicher Entscheidungen. Struktur und Abläufe: Vollversammlung: Dreimal jährlich (Frühjahr, Sommer, Herbst), bei Bedarf auch außerordentlich. Verpflichtend für alle Mitglieder, Ausnahmen nur bei wichtigen Gründen wie Krankheit. Vorsitzender: Leitet die Sitzungen, legt die Tagesordnung fest, vertritt die Konferenz und informiert die Öffentlichkeit über Ergebnisse.

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