Wien, 26. Juni 2026 – Unter dem Motto „Erzähl mir was, ich hör dir zu“ ist auch dieses Jahr wieder die Festivalseelsorge auf dem Donauinselfest (3.-5. Juli) im Einsatz. An den drei Tagen des Festivals sind 35 speziell geschulte Seelsorgerinnen und Seelsorger mit einem Zelt in der Nähe der Electronic Music Bühne (Nr. 10 auf dem Inselplan) präsent und auf dem Festivalgelände unterwegs. Erkennbar sind sie an den grünen Warnwesten mit der Aufschrift „Festivalseelsorge“ und magentafarbenen Kappen mit der Aufschrift „Für Dich Da".
Das Seelsorgeteam hört aufmerksam zu, geht auf die Emotionen, Anliegen und Probleme der Festivalgäste ein und hilft dabei, persönliche Herausforderungen zu meistern. Bei Bedarf verweisen sie auf hilfreiche weiterführende Beratungsstellen bzw. die zuständigen Einsatzorganisationen vor Ort. Das Team setzt sich aus erfahrenen Seelsorgerinnen und Seelsorgern, Jugendarbeiterinnen und -arbeitern sowie Psychologinnen und Psychologen aus der katholischen und evangelischen Kirche zusammen und ist für alle Menschen kostenlos da – unabhängig von ihrer Religion oder Weltanschauung. Die Festivalseelsorge am Donauinselfest ist ein Projekt der Erzdiözese Wien gemeinsam mit der „Festivalseelsorge Österreich“ und der Initiative „Denk Dich Neu“.
Edina Kiss, Koordinatorin der Festivalseelsorge: „Auf dem Donauinselfest feiern wir das Leben. Doch nicht immer läuft es rund: Stress, Konflikte und Probleme können sehr belastend sein. Wir sind am Donauinselfest für alle da, die ein offenes Ohr brauchen, ihre Freude mit uns teilen oder ihr Herz bei uns ausschütten möchten. Gemeinsam suchen wir nach hilfreichen nächsten Schritten und leisten so einen Beitrag zum Awareness-Konzept auf der Insel.“
Die Festivalseelsorge ist bereits zum vierten Mal auf dem Donauinselfest vertreten. Im Vorjahr verdoppelte sich die Anzahl der geführten Gespräche auf 1600 – ein neuer Gesprächsrekord. Am häufigsten wurden von den Besucherinnen und Besuchern Lebenskrisen, Sorgen und das Gefühl der Einsamkeit angesprochen. Auch Beziehungsprobleme, Mobbingerfahrungen, psychische Erkrankungen sowie Sinnfragen kamen in den Gesprächen zur Sprache. 60 Prozent der Gesprächspartnerinnen und -partner waren unter 35 Jahre alt.
Die Festivalseelsorge ist Teil des Awareness-Teams, das gemeinsam mit den Einsatzorganisationen, Behörden und Veranstaltern für das Wohlbefinden und die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher auf der Donauinsel sorgt. Jörg Neumayer, Veranstalter des Donauinselfestes: „Seit 2023 ist die Festivalseelsorge ein fester Bestandteil unseres Awareness-Konzepts – und längst nicht mehr wegzudenken. Mitten im Trubel des Donauinselfests schafft das Team einen Raum, in dem zugehört wird, ohne zu werten. Das ergänzt unser Sicherheits- und Hilfsangebot um eine Dimension, die kein anderer Einsatzbereich abdecken kann. Ein offenes Ohr ist für viele Besucherinnen und Besucher Gold wert – danke für diesen wertvollen Beitrag zum Fest.“
Bilder zur Festivalseelsorge finden Sie in unserer Galerie der Pressefotos.
Erzdiözese Wien Presseteam
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