Wien, 1. Februar 2021: Das Fest der Darstellung des Herrn, im Volksmund als „Maria Lichtmess“ bekannt, ist der 40. Tag nach Weihnachten und wird seit der Frühzeit der Kirche gefeiert - am 2. Februar jeden Jahres.
Theologischer Hintergrund ist die Geschichte von Maria und Josef, den Eltern Jesu, die sich mit ihrem Kind zum Tempel begeben, um das im Judentum vorgeschriebene Reinigungsopfer darzubringen. Ein frommer Mann namens Simeon erkennt den Säugling in den Armen Marias als „Licht zur Erleuchtung der Heiden und Herrlichkeit für das Volk Israel“.
Die christliche Liturgie greift das Wort Simeons auf und begeht das Fest der „Darstellung des Herrn“, das mit dem Ende der dunkelsten Jahreszeit zusammenfällt und in vielen Pfarren bis heute mit der Segnung von Kerzen und Lichterprozessionen gefeiert wird. Das in Jerusalem entstandene Fest wurde im Westen im Lauf der Zeit zum Marienfest - „Maria Lichtmess“ - und gilt als Abschluss der Weihnachtszeit.
Aufgrund des Lockdowns finden die Lichtmessfeiern heuer nur in sehr beschränkter Form und nicht öffentlich statt. Traditionell wird an diesem Tag in den Pfarren für die Finanzierung der vielen Kerzen gesammelt, die das ganze Jahr die Kirche erleuchten.
Tag der Ordensleute
Seit 1997 wird am 2. Februar auch der „Tag des geweihten Lebens“, also der Tag der Ordensleute, gefeiert, weil das „geweihte Leben der Ordensleute“ eine besondere Form der Nachfolge Jesu ist. Durch das Engagement von Ordensleuten wird die christliche Botschaft in aller Welt auch an Orte und in Situationen getragen, die von den großen kirchlichen Strukturen (noch) nicht erreicht werden.
Heil und Segen – Das Fest des Hl. Blasius
Am 3. Februar feiert die Kirche den Gedenktag des Bischofs und Märtyrers Blasius. Er war Bischof von Sebaste (heute Sivas, im Nordosten der Türkei) und erlitt wahrscheinlich das Martyrium unter Diokletian. Die Überlieferung berichtet, dass Blasius einen Burschen vor dem Erstickungstod gerettet hat. Daraus ist der Glauben entstanden, dass alle, die ihn um Heilung von einer Halskrankheit anrufen, Erhörung finden. Durch die Verbreitung seiner Reliquien in ganz Europa wurde Blasius zu einem der am häufigsten angerufenen Volksheiligen und einem der sogenannten „Vierzehn Nothelfer“.
Seit dem 11. Jahrhundert sind zahlreiche Segnungen am Tag des Hl. Blasius nachweisbar. Dazu gehörte auch die Segnung der Gläubigen. Im Normalfall spendet ihn ein Priester oder Diakon - oft mit gekreuzten Kerzen, die auf den Märtyrertod des Heiligen hinweisen: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“
Traditionell gibt es am 3. Februar in den Pfarren die Möglichkeit zum persönlichen Blasiussegen durch den Priester. Heuer ist dafür eine Anmeldung und die Einhaltung alles Corona-Maßnahmen erforderlich. Interessierte mögen sich an ihre Pfarre wenden. Im Grunde kann aber jeder Getaufte andere Menschen segnen. Ein Segen ist gleichzeitig ein an Gott gerichteter Lobpreis, eine Bitte um Heil und eine Zusage an den Empfangenden: „Gott will dein Heil!“
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