"Frauengesundheit ist anders. Männergesundheit auch."
Die Gesundheitsexpertin erzählte nachvollziehbar, welche Einflussfaktoren Gesundheit hat: Wie geht’s mir in der Nachbarschaft? Habe ich eine Krankenversicherung? Wie viel Sorgearbeit trage ich?
Dabei gibt es viele Geschlechterunterschiede: So ist zum Beispiel die Lebenserwartung von Frauen in Österreich eine höhere als die von Männern, sie verbringen aber mehr Jahre in schlechter Gesundheit. Männer konsumieren durchschnittlich mehr Alkohol und Nikotin, aber für Frauen ist dies schädlicher. Medikamente wirken anders, Symptome sehen oft anders aus und es greifen auch andere Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. Aber in der Medizin gibt es immer noch viel Geschlechterdiskiminierung: Medikamente werden hauptsächlich an Männern getestet und im Medizinstudium werden hauptsächlich männliche Symptome gelehrt. Endometriose oder Wechseljahrsbeschwerden werden kaum untersucht und weniger ernst genommen.
Dabei ging es auch lustig und spielerisch zu: in einem Quiz testeten die anwesenden Frauen ihr Wissen und konnten direkte Nachfragen stellen. Nach der Mittagspause ging es in den Workshops noch persönlicher, aber stets professionell weiter:
Im Workshop „Kompetent im Umgang mit meiner Gesundheit“ von Mag.a Theresa Schatzmann (Katharina’s Kollegin in Ausbildung) ging es um die Frage: Wo finde und wie erkenne ich gute Gedundheitsinfos? Dabei tauchen sich die Teilnehmerinnen sich dazu aus, wie sie ihre Gesundheitsinformationen auswählten. Dabei kam auch heraus, dass der Austausch in Frauenrunden geschätzt wird, sodass vor Ort gleich eine Runde zu aktuellen Gesundheitsproblemen stattfand.
Der Workshop „Selbstwert - Gefühl für mich und meinen Wert“ von MMag.a Katharina Hotter nahm zum Ausgangspunkt: Sich selbst gut zu kennen und wertzuschätzen, nützt der eigenen Gesundheit! Wichtig dabei sind soziale Beziehungen, Selbstbestimmung und Situationen, in denen wir uns kompetent erleben. Anhand von Arbeitsblättern überlegten die Frauen, was sie an sich schätzen und wofür sie ihrem Körper dankbar sind. Im Austausch dazu wurde es sehr persönlich und berührend. Abschließend durften alle Teilnehmerinnen sich eine ermutigende Karte pflücken, die von einer anderen geschrieben wurde.
Damit ausgestattet gingen alle gestärkt in ein letztes Sammeln von Erkenntnissen. Eine Teilnehmerin zog das Fazit: „Wir hätten was versäumt, wären wir zuhause geblieben“.



