Tuesday 24. November 2020

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Jahresthema 2020/21

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"Gemeinsam für eine Zukunft in eigener Hand"

Weltgebetstag der Frauen

5. März 2021
"Worauf bauen wir?"

Internationaler Frauentag

8. März
gegen Diskriminierung und Ausbeutung von Frauen und Mädchen

Corona und die kfb-Frauen

Wir haben sehr ungewöhnliche Monate hinter uns und die Zukunft ist noch ungewiss. Innerhalb kürzester Zeit hat sich unsere Welt komplett verändert. Es dreht sich praktisch alles nur mehr um das Corona-Virus und die Auswirkungen auf unser Leben.

Wir haben kfb-Frauen nach ihren Erfahrungen und Gedanken dazu gefragt.

 

Vollständiger Brief der kfb-Diözesanleitung an die kfb-Mitgliedsfrauen

Wien im Mai 2020

 

Liebe Frau kfb-Frau!

 

Wir haben zwei sehr ungewöhnliche Monate hinter uns und die Zukunft ist noch ungewiss. Innerhalb kürzester Zeit hat sich unsere Welt komplett verändert. Es dreht sich praktisch alles nur mehr um das Corona-Virus und die Auswirkungen auf unser Leben. Vielen von uns macht das Angst. Viele leiden unter dem Abstand, den wir erzwungener Maßen jetzt voneinander halten müssen. Manche vereinsamen sogar. Einige sind jetzt noch mehr gefordert als sonst (zB Beschäftige im Gesundheitswesen, Familien mit Homeoffice und Schulkindern, …) andere haben wiederum den Stress, keine Arbeit/Einkünfte mehr zu haben. Besonders Frauen sind davon betroffen, dass die ausländischen Pflegerinnen nicht mehr ins Land dürfen und müssen die häusliche Pflege ihrer Angehörigen alleine stemmen. All das ist nicht leicht und dabei reden wir noch gar nicht von den Menschen in ärmeren Ländern ohne soziale Absicherung wie wir sie in Österreich haben…

 

Auf der anderen Seite entsteht plötzlich Neues: manche von uns erleben, dass ihr Alltag ein stückweit langsamer geworden, entschleunigter ist. Die Hetzerei von einem Termin zum nächsten hat abgenommen. Wir finden neue Formen, wie wir miteinander Kontakt halten können, wir sind solidarisch und unterstützen diejenigen, die kaum aus dem Haus können. Vor allem das Engagement junger Leute in der unmittelbaren Nachbarschaftshilfe ist bemerkenswert und schön zu sehen! Das lässt uns spüren, dass wir im selben Boot sitzen. Vielleicht fragen auch Sie sich: Wer von uns Frauen braucht Unterstützung, wie können wir verbunden bleiben ohne unvorsichtig zu sein?  Wir erleben eine Solidarität, die uns stärkt. Auch unsere Umwelt atmet auf, der Fluglärm stört nicht mehr und wir genießen die kurzen Ausflüge in die Natur und nehmen diese bewusster wahr.

 

Es sind sehr intensive und wertvolle Erfahrungen, die wir durch diese Ausnahmesituation machen. Wie geht es Ihnen / dir damit? Was erleben Sie? Was ist schwierig bzw. was hilft dir beim Durchhalten? Hat sich Ihr Blick auf das, was Ihnen wichtig ist, verändert? Welche neuen Gewohnheiten bzw. Sichtweisen möchtest du dir für die Nach-Corona-Zeit behalten?

 

Schreiben Sie uns oder schicken Sie uns ein kurzes Video (mp4)! Lass uns Anteil haben an deinen Gedanken und Erlebnissen. Wir würden uns sehr freuen, von Ihren Erfahrungen zu lesen und sie – wenn Sie einverstanden sind – mit anderen kfb-Frauen auf unserer Homepage bzw. in unserer Mitgliederzeitung zu teilen.

 

Denn wenn wir uns voneinander erzählen und mitteilen, was uns bewegt/berührt, schaffen wir Verbundenheit und Solidarität – und dafür steht die Kath. Frauenbewegung: Gemeinschaft ist ein wesentliches Element und eine Säule der kfb. Gemeinsam zu wachsen, wäre doch etwas sehr Positives, das wir aus der aktuellen Krise mitnehmen könnten. Deshalb möchten wir Sie ermutigen, lassen Sie uns Ihre Gedanken zukommen – Ihre Meinung ist uns wichtig!

 

Herzlichen Dank im Voraus für deinen Beitrag und alles Gute und viel Gesundheit für Sie und Ihre Familie!

 

Liebe Grüße

Franziska Berdich und Gerti Täubler,

im Namen des Diözesanleitungsteams der kfb-Wien

 

Wenn Sie uns Ihre Gedanken zukommen lassen wollen, bitte per

  • Post: kfb Wien, Stephansplatz 6/540, 1010 Wien
  • e-mail: kfb.wien@edw.or.at
  • Fax: 01/ 51552-2731

 

DIE ANTWORTEN

 

Hedi S.:  Ich glaube, dass sich manche Freundschaften so erst entwickeln konnten… - Corona-Tagebuch (Kurzfassung)

Am Donnerstag, 12. März, am Weg in die Turnstunde, kam ein Telefonanruf meiner jüngeren Tochter, Ärztin: ich solle sofort nach Hause gehen und nicht mehr weggehen – die Corona-Gefahr sei zu groß! Schnell ging ich noch eine größere Menge Lebensmittel einkaufen – aber am Nachmittag, als ich mich auf die Freitag-Frauenrunde unserer Pfarre vorbereitete, rief auch meine ältere Tochter an: ich solle unbedingt daheim bleiben – ab Sonntag würden auch alle Gottesdienste abgesagt! Und prompt am nächsten Morgen verkündete Kanzler Kurz das „Herabfahren aller sozialen Kontakte“ oder so ähnlich - und so begann meine 11-wöchige „Klausur“!

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass diese Wochen für mich nichts Negatives bedeuteten, sondern eher wie Ferien waren – und wenn ich immer wieder hörte, wie einsam sich vor allem meine Altersgenossinnen fühlten, bekam ich so etwas wie ein schlechtes Gewissen, weil es mir so gut ging. Ich habe ja trotz meines Alters noch immer einige Jobs in der Pfarre und im Nachbarschaftszentrum – und da gab es plötzlich so viel freie Zeit, dass ich geradezu aufatmete!

 

Ich nahm mir aber vor, meine Freizeit nicht zu verplempern, sondern meinen Tag zu strukturieren: früh nach dem Turnen mir mehr Zeit für geistliche Lesungen zu nehmen und die 8-h-Messe im Livestream mit Kardinal Schönborn zu hören – täglich 1-2 Stunden zu spazieren: meist im Grünen im Alten AKH, aber auch, Gegenden in Wien kennenzulernen, die ich noch nie besucht habe! Natürlich gab es auch Tätigkeiten, die ich schon lange vor mich hergeschoben hatte: Ordnen der Texte für die kirchliche Arbeit und Ordnung in meinen Büchern, und da meine liebe Hilfe in der Slowakei festsaß, auch die Hausarbeit. Dass manche Leute auch tagsüber im Pyjama blieben, wie ich hörte, kam mir merkwürdig vor!

 

Ich hätte auch nicht gedacht, wieviel Kontakte sich durch mein Smartphone aufrechthalten und vermehren würden: jeden Morgen schon gab es gute Wünsche meiner Freundinnen, und unzählige Videos und Audios und wöchentlich Familien-Skypes füllten die Tage aus! Ich glaube, dass sich manche Freundschaften so erst entwickeln konnten - wenn ich einsame Freundinnen anrief, spürte ich geradezu ihre Dankbarkeit. Und natürlich saß ich auch oft vor dem Fernseher und las Zeitungen (danach immer Hände waschen!) um auf dem Laufenden zu bleiben. Da wurde mir dann manchmal wirklich schlecht, wenn ich erfuhr, wie sich die Pandemie weltweit ausgebreitet hatte – wie schlecht viele Spitäler vorbereitet waren und wie viele neue Infektionen täglich stattfanden! Dann schämte ich mich für meine privilegierte Stellung und nahm mir vor, mich noch dankbarer zu erweisen und zu tun, was mir möglich war – wenigstens durch Gespräche!

 

Ja, und meine Versorgung funktionierte auch problemlos: von meinen 3 Kindern und 6 Enkeln wohnt zwar nur ein Enkel in Wien, und der brachte jede Woche am Motorrad meine bestellten Lebensmittel bis zu meiner Wohnungstür, vor die ich einen Korb gestellt hatte – und so bei der offenen Tür im gehörigen Abstand und mit Maske im Gesicht konnten wir uns auch kurz unterhalten. Da meine jüngere Tochter ihre Ordination im Stock oberhalb dem meinen hat, brachte auch sie mir oft frisches Gemüse und Obst von ihrem Bauern – ich war also gut versorgt – nur Fleisch hatte ich bereits 5 Wochen lang keines verzehrt. Da kam die Öffnung der Gaststättentüren und so holte ich mir beim Nachbarbeisl – zum 1. Mal im Leben! - ein gebackenes Putenschnitzel, an dem ich dann 4 Tage lang satt wurde.

 

Hände waschen hatte ich ja bereits wochenlang geübt, aber Masken und Abstand halten wurden erst aktuell, als ich endlich wieder selber einkaufen durfte, gegen Ende April. In der Pfarre war unsere Frauengruppe die 1., die wieder zusammenkommen wollte – und unser Pfarrer gestattete es im Festsaal, wo große Abstande möglich sind – das war am 21. April. Und dann folgten andere Runden und schließlich die Gottesdienste, die wir allerdings schon vorher dank unserer tüchtigen „Burschen“ im Livestream mitfeiern hatten können.

 

Was ich von Corona gelernt habe? Menschliche Kontakte sind wichtig, aber auch über Entfernungen möglich - Hilfsbereitschaft soll so aktiv bleiben - unsere Ansprüche können heruntergefahren werden, ohne dass unsere Lebensqualität leidet - wir müssen jederzeit mit weltweiten Gefahren rechnen und uns darauf vorbereiten – wir brauchen aber nie zu verzagen – die Welt steht solange Gott es will!

Ilse G.: Ich hoffe, dass viele nachgedacht haben über die Zustände in unserer Gesellschaft und Kirche.

(…) Mein religiöses Leben spielte sich so ab, dass ich die vielen schönen Angebote in Radio und Fernsehen konsumiert habe. Ich habe gelernt, geistig zu kommunizieren und es war erstaunlich positiv. Wenn eine Messe übertragen wurde, habe ich mich ganz darauf eingestellt, Kerze angezündet, Lesungen und Gotteslob vorbereitet, einen Knieschemel habe ich mir auch hergerichtet, sodass ich wirklich ganz da und bereit war. (…) Da ich nicht alleine wohne, war ich auch niemals einsam. Der tägliche Waldspaziergang war für meine körperliche Gesundheit sehr gut. Es ist ein Privileg am Land zu wohnen in solchen Zeiten. (…)

Meine Enkeltochter, die 15jährige, hat sich viel für FFF (Fridays for Future) eingesetzt. Zuletzt campierte sie mit vielen anderen vor dem Bundeskanzleramt. Da hat sie sich von mir selbstgestrickte Socken gewünscht. Darum nützte ich die Zeit gut und strickte drei Paar Socken in den letzten Wochen.

Sie sehen, es geht mir gut und mir wird nie fad. Die Zeit war für die Menschen sicher wichtig und ich hoffe, dass viele nachgedacht haben über die Zustände in unserer Gesellschaft und Kirche. Viel Kreatives ist geschehen.

Videobotschaft: Brigitte Hatzak
C.H.: Feste, Kultur und Freunde machen den Alltag bunt, das hat mir gefehlt...

Liebes KFB-Team!

 

Ich hab die Idee gut gefunden, dass wir Gedanken schreiben sollen über die veränderte Zeit - durch Corona.

Euer Brief ist jedoch in einem Stoß auf meinem Schreibtisch unter gegangen... in homeoffice-zeiten liegt dort jetzt vieles zusätzlich...

 

Jetzt beim Aufräumen ist der Brief wieder zu tage gekommen - und so will ich euch schreiben, was sich für mich verändert hat, was ich nun stärker spüre als je zuvor:

 

Ich hab durch Corona ca 12 Wochen im Homeoffice als Lohnverrechnerin einer Steuerberatungskanzlei gearbeitet - und ich hatte sehr viel zu tun... Kurzarbeitsanträge.... viele Fragen von Unternehmern usw... und es war für mich durchaus herausfordern .... Die Anspannung und das lange Sitzen hat dazu geführt, dass ich nun ziemlich hartnäckige Schmerzen beim Sitzen habe und im ganzen linken Bein... Ich bin also zuviel 'fleißig' gewesen und hab mich nicht viel hinausbewegt in diesen 3 Monaten ('sehr brav' - und blöd gleichzeitig) weil ich mich an die Regeln halten wollte...

  • Ich hab also beim Arbeiten nicht auf mich selbst geachtet, vor lauter ,voraus-eilendem Gehorsam'... und das werde ich in Zukunft nicht mehr so machen...
  • Ich habe in diesen Monaten innerhalb der Familie mit meinen 4 erwachsenen Kindern (20-35 Jahre) Kontakt gehabt, das war fein - sie hatten mehr Zeit als sonst und kamen zu uns essen und Karten spielen, gemeinsam Radfahren usw, wie wir es sonst nur im Urlaub gemacht haben...
    Diese Nähe hat mir und meinem Mann gut getan - und ich hab stärker als zuvor gespürt, dass ich großes Glück habe mit meinen Kindern :-)
  • Gleichzeitig haben mir alle 'Sozialkontakte' = Freundinnen, KollegInnen usw... sehr gefehlt. Anscheinend ist mir das miteinander Reden abgegangen - (mein Mann ist nicht so gesprächig) gerade in Zeiten wo sich in meinem Kopf und in meinem Herzen soviele neue Gedanken entpuppt haben, habe ich mich kaum austauschen können mit jemandem...(ich bin nicht so eine Telefoniererin...)
  • Jetzt weiß ich wie wichtig mir der Austausch mit Freundinnen ist - den Austausch habe ich sehr sehr vermisst. Jetzt wo man wieder gemeinsam spazieren gehen kann, bin ich sehr sehr froh darüber.

Die Zeit ohne 'wirklichen Kontakt' mit den vielen Freunden und Bekannten die wir aus der Pfarre kennen - und ohne Gottesdienste - war auch eine Herausforderung...
Ich halte nicht viel von diesen ZOOM-Gesprächen und Bildschirm-Gottesdiensten, das war also kein Ersatz für mich.

Ich habe mich teils sehr sehr allein gefühlt - und teils auch sehr autark im Glauben.

Ostern ohne Kirche war sehr oberflächlich für mich... ich hatte den Kopf in dieser Zeit nur für Büroaufgaben - oder ich hab mich in diese Aufgaben geflüchtet, ich weiß es nicht.

Meinen 'autarken' Glauben habe ich aber stärker wahrgenommen - als je zuvor.
Ich würde es so beschreiben:

Ich hab gemerkt, dass ich tief verbunden bin mit Gottes Kraft - und auch der Heiligen Geistkraft - ich hab durch Corona keine Ängste gespürt - ich hab alle negativen Veränderungen mit Langmut über mich ergehen lassen... in der Zuversicht, dass diese Einschränkungen nicht für immer sein werden...

Dieses Jahr ohne die 'Oster-Tradition der kath. Kirche, der Messfeier usw' war seltsam, die Gemeinschaft und Verbundenheit mit allen in unserer Pfarre ist mir abgegangen...

 

Jetzt wo sich manche Einschränkungen gelockert haben, ist mir erst der Schmerz gekommen - dass das mit dem Termine planen für die kommenden Monate / für den Herbst / fürs kommende Frühjahr usw... weiterhin unmöglich ist - und dieser Schreck der hält mich momentan gefangen.

 

Nur Alltag - Arbeiten / Haushalt / Wochenende mit Naherholung - dann wieder Arbeiten / Haushalt / Wochenende mit Naherholung ist schon ein wenig langweilig..

Ich fehlt mir nicht der Urlaub im Ausland - ich bin immer nur in Österreich gewesen - aber es fehlen mir Feste, Kultur, Einladungen, gemeinsames Chorsingen - die den Alltag bunt machen.

 

Jetzt ists genug ... ich muss meinen Schreibtisch weiter abräumen :-)

LG C. H.

Hannelore E.: Wenn die „Fälle“ plötzlich bekannte Gesichter bekommen, dann erschüttert einen das – und dann beginnt das Beten.

Zuerst den Ernst der Lage nicht erkennen, na – eine Grippe halt, dann mit ungläubigem Staunen die Nachrichten verfolgen von immer mehr Fällen; dann hören, dass auch aus der eigenen Gemeinde Menschen betroffen sind: das macht betroffen. Wenn die „Fälle“ plötzlich bekannte Gesichter bekommen, dann erschüttert einen das – und dann beginnt das Beten.

 

Ein ganz lieber Freund, ein Priester, ist betroffen. Er kommt ins Krankenhaus, in die Intensivstation. Über seine Schwester, Kontaktpersonen im Krankenhaus, erfahren wir, wie es ihm geht – über eine WhatsApp-Gruppe. Ich verbreite die Nachrichten weiter, an ganz viele Menschen im Weinviertel, die ihn kennen und schätzen. Alle beten für ihn. Große Krise am Palmsonntag: man dreht ihn auf den Bauch, „in 3 Tagen die Entscheidung“. Wie ein Messer in der Brust, diese Worte. Diese Karwoche lässt den ganzen Schmerz, das Unverständnis, die Angst erleben – und die Hoffnung, immer wieder die Hoffnung. Und zu Ostern die Nachricht „Er hat es geschafft, es geht aufwärts“ – HALLELUJA! So oft haben wir miteinander Eucharistie gefeiert, was jetzt nicht möglich ist.

 

„Hauskirche“ ist für meinen Mann und mich die Alternative, die wir immer mehr zu lieben beginnen. Wir alle sind durch unsere Taufe gesalbt zu Priestern, Königen und Propheten (Priesterinnen, Königinnen und Prophetinnen). Hauskirche: wann, wenn nicht jetzt? Wenn zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, dann bin ich mitten unter ihnen…. Ja, miteinander beten, miteinander Gottesdienst feiern, das haben wir in dieser Zeit wirklich gelernt und lieben gelernt. Das wird bleiben.

 

Und der Freund? Er ist jetzt daheim, wartet auf die Reha. Versucht, die Zeit im Krankenhaus zu verarbeiten und erzählt, was ihm geholfen hat, als er aufgeben wollte, weil das Atmen so schwerfiel: das Wissen, dass so viele Menschen für ihn beten. Er hat unsere Namen buchstabiert, hat an zwei ganz besondere Kreuze gedacht: das Dreifaltigkeitskreuz vor dem Krankenhaus „Göttlicher Heiland“ und das Auferstehungskreuz in der Kirche in Oberrohrbach: das Kreuz, das einen hellen Schatten wirft.

 

 

Er hat es geschafft! Und wir beten weiter, für jene, die krank sind; ob mit oder ohne Corona. Sie alle stellen wir unter das Kreuz, das einen hellen Schatten wirft. Das wird bleiben.

F.L.: Die Krise war meiner Meinung nach "zu kurz" um die Menschen zu verändern.

Ich bin 65 Jahre und seit 6 Jahren in Pension. Unser Sohn führt unseren Betrieb weiter, also bin ich nicht ganz in Pension. Es gibt immer etwas zu tun. Ich habe diese 2,5 Monate eigentlich "genossen". Ich war noch nie so viel zu Hause (wir wohnen seit 14 Jahren in unserem Haus). Ich habe sehr viel geputzt, gekocht, Brot gebacken, vieles ausprobiert. Ich habe aussortiert, was mir zum Glück nicht schwerfällt. Fotos sortiert, Bücher weggegeben, mit meinem Mann den Familienstammbaum vorbereitet.

 

Die Sorgen waren und sind aber immer da: Bleiben wir gesund? Bleibt meine Familie gesund? Wie geht es mit unserer Firma weiter? Wir haben ca. 90 Mitarbeiter.

Wie geht es weltweit weiter? Wie geht es armen, kranken Menschen? Ich habe viel gebetet und sehr gerne die Hl. Messe im Fernsehen mitgefeiert. Diese Messen in verschieden Kirchen und mit verschiedenen Priestern haben mich sehr berührt. Ich glaube, dass die vielen Gebete weltweit und das Gottvertrauen geholfen haben, die Krise bei uns relativ schnell zu verbessern. Natürlich haben die schnelle Reaktion der Politiker und die Disziplin der Menschen geholfen.

Die Krise war aber meiner Meinung nach "zu kurz" um die Menschen zu verändern. Ich für mich möchte gerne wichtige Dinge mehr beachten, nicht so viel unterwegs sein, meine Termine reduzieren.

Liebe Grüße und alles Gute, F.L.

Elise Bauer: Mir ist nicht allzu viel abgegangen, weil ein allzu aufwändiges Leben bei mir nie drinnen gewesen ist.

Ich habe Ihren Brief bekommen und sage Folgendes dazu:

Mir ist nicht allzu viel abgegangen, weil ich finanziell mit einer Mindestpension gerade so über die Runden komme und ein allzu aufwändiges Leben ist da nie drinnen gewesen.

Zum Glück wohne ich in der Nähe von der Donauinsel und konnte da eigentlich immer wieder Spaziergänge in die Natur machen.

Wir haben in der Pfarre eine sehr nette und ansprechende Seniorenrunde, haben Vorträge und machen zu normalen Zeiten auch schöne, gemeinsame Ausflüge und man kann sich bei Kaffee und Kuchen gut mit den anderen austauschen, es ist sehr nett! Die Seniorenrunde hat mir schon sehr gefehlt und auch die Kirchenbesuche sind mir abgegangen.

 

Natürlich, Theater, Konzert, Kino vermisst man schon auch, ich kann es mir aber sonst auch nicht allzu oft leisten, also schaute ich mir im Fernsehen interessante Sendungen an und wenn's die Schulsendungen für die Kinder waren, zur Auffrischung und Wiederholung schadet das nie!

Und so allgemein: Für die Familien war's halt schon schwierig, mit den Kindern so viele Tage in oft viel zu kleinen Wohnungen zu verbringen, das ist schon eine Herausforderung. Die Digitalisierung ist sicherlich schneller vorangeschritten, als in normalen Zeiten, weil es sein musste!

Jetzt müssen wir halt alle noch aufpassen, dass uns keine zweite Coronawelle überrollt, die Gebote einhalten ist sicherlich noch wichtig, dann so gut wie möglich weiterarbeiten und alles wieder aufbauen, dass es gut weitergeht mit uns!!

 

Gott ist immer der beste Halt. Wenn ich einsam bin oder sonst Schwierigkeiten habe, dann beginne ich sofort intensiv zu beten. Das hilft meist, man ist dann nicht mehr alleine, vertraut auf Gott, das stärkt und hilft ungemein weiter! Ich sage dann immer: Mein Gott, hilf uns heraus aus der misslichen Lage, aber wie Du es machst, wird es gut sein, ich vertraue auf Dich!!

Mit herzlichen Grüßen, Elise Bauer

Maria Macheiner: Natürlich hätten wir uns das alles nicht vorstellen können, noch vor ganz kurzer Zeit! 

Vielen Dank, dass Ihr Euch Gedanken macht, wie es uns Frauen so ergeht in dieser Zeit. Aber Ihr gehört ja auch dazu und seid davon betroffen!?

Natürlich hätten wir uns das alles nicht vorstellen können, noch vor ganz kurzer Zeit! Doch gerade wir Frauen sind doch so flexibel, worauf wir ja stolz sind!

Mein Motto in dieser Zeit: wer lacht, lebt besser. Ich bin 77 und mein Mann 82 Jahre alt und pflegebedürftig. Die Raumpflegerin darf nicht ins Haus. Da ich aber all meinen üblichen Aktivitäten nicht nachgehen kann, wird mir zu Hause wenigstens nicht langweilig. Unsere Kinder versorgen oder versorgten uns mit allem Notwendigem. Wobei die Enkelkinder darunter litten, dass sie nicht ins Haus durften. Ich bin dankbar, dass wir alle gesund sind.

 

Sehr schön finde ich die Übertragung der Gottesdienste aus unserer Kirche. Außerdem bin ich über Facebook mit der Außenwelt verbunden. Meine Sorge ist, nicht zu wissen, wie sich die Pandemie weiterentwickeln wird. Wo jetzt alles lockerer wird!

Ich wünsche Ihnen viel Segen für Ihre Arbeit und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ihr langjähriges Mitglied,

Maria Macheiner

Maria Schinner: In normalen Zeiten waren wir selten auf dem Land, da unsere  pfarrlichen Tätigkeiten sehr zeitaufwändig und fordernd sind.

Liebe Damen,

ich hatte die Möglichkeit, mich mit meinem Mann auf unseren Zweitwohnsitz in Niederösterreich zurückzuziehen. Wir sind beide Pensionisten und mussten daher keine Rücksicht auf Berufliches nehmen. Da wir dort auch einen Garten haben und das Wetter sehr schön war, haben wir die Zeit des Lock-down gut nützen können. Wir haben dadurch an Lebensqualität nicht viel eingebüßt. Gefehlt haben uns in dieser Zeit lediglich unsere Kinder und Enkel, aber wir waren in gutem Kontakt über Telefon und WhatsApp. Ebenso mit anderen Verwandten.

 

Wir sind beide in unserer Pfarre Gersthof-St. Leopold ehrenamtlich tätig, mein Mann im PGR und als Liturgieverantwortlicher und ich als Kantorin. In normalen Zeiten konnten wir nicht so viel Zeit auf dem Land verbringen, da diese pfarrlichen Tätigkeiten sehr zeitaufwändig und fordernd sind.

Mit einem Leben ohne Messfeiern haben wir uns - zwar zögerlich - aber dann doch abgefunden.

Ein Kurzaufenthalt in Bayern und einer in Siena mussten leider ausfallen. Wird nächstes Jahr nachgeholt. Ebenso eine Reise nach Israel mit Biblisch Reisen im August.

Sie sehen also, insgesamt gesehen, war die Quarantänezeit für uns persönlich nicht wirklich schlimm.

Mit besten Grüßen,

Maria Schinner

Maria F.: Die gleichen Menschen (Politiker) die unsere kleinen Krankenhäuser immer zusperren wollten, brauchen sie jetzt dringend.

Liebe Franziska! Liebe Gerti!

Ich habe die Corona-Krise als für mich wertvolle Pause empfunden. Ich habe Zeit für mich gehabt, zum Auftanken. Zwar habe ich im Dekanat viele Termine absagen müssen – was uns wichtig ist, holen wir sicher nach – aber nicht immer einladen zu müssen, immer alle an etwas erinnern müssen, also organisieren, ist auch entlastend.

 

Ich habe auch darüber nachgedacht, was wirklich wichtig ist, von dem was wir tun. Mir ist aufgefallen, dass manche Menschen schon sehr viel Angst haben obwohl sie keine Risikopatienten sind. Ich bin Krankenschwester in Pension und kann es nicht ganz verstehen.

Die gleichen Menschen (Politiker) die unsere kleinen Krankenhäuser immer zusperren wollten, brauchen sie jetzt dringend.

Hoffentlich hat es langfristige Auswirkungen, dass wir uns merken, das manches doch in Österreich erzeugt werden sollte, und auch die Landwirtschaft wichtig ist.

Alles Gute und bleibt gesund!!!

wünscht euch Maria F.

G.G.: Alle Personen, die in Kurzarbeit arbeiten, oder gekündigt wurden berühren mich ordentlich…

Liebes kfb – Team!

Zur Idee, über die persönlichen Erlebnisse in der Coronazeit zu berichten, möchte ich gerne nachkommen. Da ich zur altersmäßigen und krankheitsbedingten Risikogruppe gehöre (MS), hielten mein Mann und ich längere Zeit strikte Maßnahmen ein. Einmal in der Woche

schon um 8:00 in der Früh in einen Supermarkt gehen, der ein sehr gutes Desinfektionsverhalten zeigte, um einzukaufen. In den ersten Wochen verbrachten wir viel Zeit in der Wohnung, wobei wir das Glück haben, in einer sonnigen Wohnung mit Loggia zu wohnen.

 

So konnten wir bald in die nahen Weingärten gehen. Auch mit den Walkingstöcken zu gehen ist eine Alternative. Manchmal war diese Zeit auch schon „fade“. Trotzdem konnte ich diese Zeit auch genießen, was aber leichter fällt, wenn es in einer Partnerschaft passiert. Was mir geholfen hat ist, dass es in unserer Wohnhausanlage einen eigenen TV–Sender gibt. Da wurden alle kirchlichen Aktivitäten direkt ins Wohnzimmer übertragen. Es ist nicht dasselbe, wie persönlich dabei zu sein, aber es ist der Blick auf die „eigene“ Kirche. In dieser Zeit ist mir bewusst geworden, dass mir der Empfang der hl. Kommunion schon sehr abgegangen ist.

 

Mit den Frauen meiner Frauengruppe war der Kontakt leider auf die Medien beschränkt.

Was ich in dieser Zeit nie hatte und habe ist Angst. Unser Sohn bekommt eine Dialyse, ihn unterstützen wir sehr und mit allem Lebensnotwendigen. Ich bin nach wie vor vorsichtig, jedoch in einem vernünftigen Verhältnis.

 

Worüber ich froh bin ist, dass es uns als Pensionisten gut und ohne Existenzängste geht. Das heißt nicht, dass mir alle Personen, die in Kurzarbeit arbeiten, oder gekündigt wurden egal sind. Im Gegenteil sie berühren mich ordentlich. Besonders die Frauen, die Homeoffice und zugleich Homeschooling machen müssen, sowie Haushalt und Familienleben organisieren und leben müssen und die jungen Leute, die ohne wirkliche Perspektive sind. Da ist das in Urlaub fahren das Unwichtigste. Es gäbe noch Vieles, das zu erzählen wäre.

 

Ich möchte anderen Frauen Mut machen, was die psychische Verfassung angeht. Es kann nur besser, aber anders werden. Wir müssen sehr glücklich sein, dass die Ansteckungen durch die gegebenen Maßnahmen und Abstandhalten zurückgegangen sind. Ich hoffe, dass es so bleibt und wir wieder ohne Probleme auf andere zugehen können!

Liebe Grüße G.G.

Margarete Krenn: Es war (ist) für mich eine gute Zeit…

Nur zum Verständnis meiner Person: Ich bin schon 86 und daher auch konservativer als viele meiner lieben Mitschwestern. Jetzt zur Coronazeit: Es war (ist) für mich eine gute Zeit. Endlich in Ruhe so Vieles erledigen können, nicht immer hinter den Erfordernissen herhetzen. Dazu dieses ungeheuer reichhaltige Angebot an hl. Messen, RKRen, Andachten, spirituellen Texten im TV, YouTube, WhatsApp etc. Aber nicht nur das, ich hatte (habe) Zeit genug, auszuwählen und in Ruhe mitzutun.

 

Außerdem viel lesen, TV, Seele baumeln lassen. Kontakte waren tel. gut zu halten, da ich eine große Familie sowie einen großen Bekanntenkreis habe. So wie ich das sehe wurde sehr viel gebetet und aneinander gedacht.

Der ganz große Wermutstropfen: die Toten. Also beten wir weiter füreinander!

LG Margarete Krenn

Hilde Hampapa: Eine eher lustige Anregung für eine neue Sichtweise für die Nach-Corona-Zeit…

Liebes kfb-Team!

Eine eher lustige Anregung für eine neue Sichtweise für die Nach-Corona-Zeit habe ich in einer Geschichte gefunden, die ich gerne teilen möchte:

 

Ein alter Indianer erzählte am abendlichen Lagerfeuer seinem Enkel:

‚In mir tobt ein Kampf zwischen zwei Wölfen. Der eine Wolf ist gut,

der andere böse. Der böse Wolf ist zornig, neidisch, gierig, arrogant,

ablehnend, bemitleidet sich. Der gute Wolf ist voller Freude, Frieden,

Liebe, Hoffnung, Bescheidenheit, Güte, Mitgefühl.‘

Da fragte sein Enkel: ‚Und welcher Wolf gewinnt den Kampf?‘

Darauf der Indianer: ‚Der, den ich füttere.‘

 

Seither stelle ich mir des Öfteren die Fragen: Hilde, welchen Wolf fütterst du eigentlich immer wieder? Welcher Wolf wird kräftiger? Hat nicht der böse Wolf schon genug Futter bekommen? Tut es mir nicht auch gut, wenn ich den guten Wolf füttere?

So ließen sich noch einige Fragen hinzufügen. Die Antworten könnten neue Sichtweisen entstehen lassen!

 

Anmerken möchte ich noch, dass ich die kreative Arbeit der kfb-Frauen sehr schätze!

So wünsche ich alles Gute, weiterhin viel Mut und Gesundheit!

Liebe Grüße, Hilde Hampapa

 

(Die Geschichte habe ich entnommen aus dem Buch: "WARUM NICHT" von Uwe Böschemeyer)

Silvia P.: Ich habe mir neue Geschichten ausgedacht. Meine Träume zu Papier gebracht. Ein neues Projekt begonnen.
Liebe Frauen!
Es hatte endlich Zeit für Liegengebliebenes. Oft liegen Pläne zusammengerollt in der Ecke, neue Projekte in der Tasche. war die Chance Neues zu beginnen, Altes, Verstaubtes und Abgetragenes zu erneuern. AUSMUSTERN ;-)

Ich habe mir neue Geschichten ausgedacht.
Meine Träume zu Papier gebracht.
Ein neues Projekt begonnen.
Ich wollte schon immer bei Radio Maria arbeiten, so hab ich mich für eine ehrenamtliche Stelle beworben. Mich mit meiner Gesundheit auseinandergesetzt.
Walken, Fitness, Ernährung waren und sind ein Thema.

Kontakte wurden gepflegt durch SMS und Telefon.
Surovi, eine junge Dame aus Indien vom Verein ZUKI, wo ich auch einen Patensohn habe, hat mit mir Kontakt aufgenommen, dadurch konnte/ kann ich mein Englisch verbessern.
Ich habe auch meine Beziehung zu Maria, zu Jesus, zu Gott, zur himmlischen Familie verbessert/ erneuert.

Ich hoffe, dass es wieder einen Impulstag im Herbst geben wird, wo wir Erlebtes persönlich beplaudern können.
Liebe Grüße , Silvia P.
Bleibt gesund!!!
MARG er IT e: Irgendwann ist Covid 19 vorbei und wir dürfen wieder küssen…

IN ZEITEN VON "CORONA"!

ICH MACH MIR SO MEINE GEDANKEN,

KOMMT DIE WELT JETZT ORDENTLICH INS WANKEN.

 

MEIN HERZ STRÖMT ÜBER,

MACHEN WIR UNS WIRKLICH ALLE GEDANKEN DARÜBER,

DASS ES SO WIE BISHER NICHT WEITERGEHEN KANN,

SIND ALLE MÄCHTE WIRKLICH SO HILFLOS - UND DANN ....

 

...GEHT ALLES, WIE MAN SO SCHÖN SAGT: "DEN BACH HINUTER!"

WERDET ENDLICH GANZ SCHNELL MUNTER!

 

BLEIBT AM BODEN, DENN MIT IMMER MEHR PROFIT,

IST DIE MENSCHHEIT NICHT MEHR LANGE FIT.

 

DIE NATUR IST SCHON KAPUTT

UND NIEMAND WAS DAGEGEN TUT!

 

LEIDER MUSS DER MENSCH ERST MIT DER NASE DARAUF GESTOSSEN WERDEN

UM ZU ERKENNEN, WIR LEBEN NUR SO LANGE AUF DIESER ERDEN

WENN WIR ALLE ZUSAMMENHALTEN.

UND JETZT AUCH NICHT VERGESSEN, DEN GROSSEN BEVÖLKERUNGSANTEIL DER ALTEN,

DIE UNS DIE HEIMAT NACH KRIEG UND ENTBEHRUNG,

AUFGEBAUT HABEN

UND WIR BAUEN KONNTEN AUF UNSERE ZUKUNFTSGESTALTUNG.

 

DIE NÄCHSTEN GENERATIONEN MÜSSEN

DIE GROSSEN OPFER UNSERER ELTERN UND GROSSELTERN SCHÄTZEN

SONST ERREICHEN WIR SCHNELLER ALS WIR DENKEN - DER MENSCHHEIT GRENZEN!

 

UND NICHT ZULETZT - DENKT IMMER DARAN:

"DER MENSCH DACHTE - GOTT ABER LACHTE!"

 

IRGENDWANN IST COVID 19 VORBEI UND WIR DÜRFEN WIEDER KÜSSEN.

BIS DAHIN BLEIBT GESUND UND GEMEINSAM WERDEN WIR MÜSSEN

DAS LEBEN GANZ ANDERS GESTALTEN

UND DIE LETZTEN RESERVEN SORGSAM VERWALTEN!

 

Die Welt muss sich langsamer drehen!

DER SCHRECKLICHE SCHADEN HAT..... NICHT WIRKLICH EINEN NUTZEN.

TROTZDEM WERDEN DIE MENSCHEN DIESE ZEIT BENUTZEN

NACHZUDENKEN UM ENDLICH WIEDER EINZUSEHEN!

 

"DIE WELT MUSS SICH LANGSAMER DREHEN !"

 

DIE GROSSE WEITE WELT WIRD KLEIN, SEHR KLEIN,

DIE LUFT - AUF EINMAL - FAST GANZ REIN,

DAS NÖTIGSTE - WIE EIN WECKEN BROT,

SOLL IMMER HELFEN - IN DER NOT,

UND AUS DER NOT ENTSTEHT..... NICHT WIRKLICH EINE TUGEND,

DOCH - AUF EINMAL - SCHÄTZT DIE JUGEND,

DEN GROSSEN BEVÖLKERUNGSANTEIL DER ALTEN

IRGENDWANN IST COVID 19 VORBEI

HOFFENTLICH BLEIBT DANN DIESE FREUNDLICHKEIT ERHALTEN!

 

MARG er IT e

Elfi Moser: Sehr gefreut hat mich, als mich eine junge Frau vom Strickstammtisch angerufen hat, um zu fragen, ob ich irgendwas bräuchte…

Liebe Frauen vom kfb- Team!

Gerne komme ich eurer Anfrage nach und schildere meine Eindrücke.

Diese Krise hat mich natürlich sehr getroffen. Ich bin 65 Jahre – gehöre somit zur Risikogruppe – lebe allein in einer Wohnung in Gloggnitz, habe keinen Garten. Ich habe 2 Söhne, einer lebt in meiner Nähe und einer in Hollabrunn. Ich bin gesund und sehr aktiv. Ich arbeite an vier Stellen ehrenamtlich und organisiere in den Wintermonaten einen Strickstammtisch. Mit einem Schlag waren alle Aktivitäten weg.

 

Mein hier lebender Sohn hat angefragt, ob sie für mich einkaufen gehen sollen, aber ich ging mit den Vorsichtsmaßnahmen 1 x wöchentlich selbst einkaufen, das war mir lieber.

Sehr gefreut hat mich, als mich eine junge Frau vom Strickstammtisch angerufen hat, um zu fragen, ob ich irgendwas bräuchte und auch danach hat sie mich mehrmals kontaktiert.

 

Dass ich trotzdem ganz gut über die Zeit gekommen bin, verdanke ich dem, dass ich täglich vormittags eine Stunde in den Wald gegangen bin und meinen kreativen Arbeiten – Nähen, Stricken, Weben. Aber ich habe mich sehr eingeschränkt gefühlt, dazu hat auch beigetragen, dass die Menschen einen weiten Bogen machten, wenn ich spazieren ging und man selber auch ein ungutes Gefühl hatte, wenn man rausging.

 

Mein zweiter Sohn hat mich 3 Mal täglich angerufen, das hat mich auch getröstet. Ich habe dann gehofft, dass ich zu Ostern zu meinem Sohn nach Hollabrunn fahren könne, wie ich das immer tat. Aber das war nicht möglich, auch keine Ostergottesdienste. Das Wetter war zudem auch ganz besonders schön, und da sollte man so wenig als möglich raus!!! Das hat mich schon bedrückt.

 

Dennoch muss ich zufrieden sein, es war niemand in meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis krank.

Jetzt ist schon alles leichter, man kann wieder einkaufen, ins Kaffeehaus gehen (leider gibt’s dort noch keine Zeitungen) und ich kann zu meinem Sohn fahren.

 

Ich bin in meiner 29jährigen Ehe nirgends hingekommen, habe nur gearbeitet und gespart und muss nach meiner Scheidung mit meiner kleinen Pension leben, da ich den größten Teil der Lebensarbeitszeit in Teilzeit gearbeitet habe und in der Pension noch ein wenig reisen wollte.

Wie ich das jetzt abschätzen kann, werden Auslandsreisen ohne Risiko längere Zeit nicht möglich sein und wer weiß, wie lange ich noch so fit bin.

 

Nach Pfingsten will ich auch wieder die Gottesdienste in meiner Pfarre besuchen, das habe ich bisher nur über Fernsehen verfolgt. Das ist auch sehr tröstlich.

Nun hoffe ich, dass sich die Situation weiterhin gut entwickelt, damit auch der Besuch von KulturVA und Festen möglich ist.

Mit Gottes Hilfe wird alles wieder gut werden!

 

Liebe Grüße aus Gloggnitz sende ich euch

Elfi Moser

Erika Hampl: Danke für den Brief und das Interesse an meinen Leben. Durch Internet und Live-Stream bin ich mit der turbulenten Welt in Kontakt…

Die Corona Pandemie ist zurzeit ein wenig bei mir in den Hintergrund gerückt, da ich eine Operation hatte: Ein Shant an der linken Hand wurde neu gemacht und so musste ich mich schonen. Da ich auf die Operation vorbereitet war, hatte ich die wichtigsten Einkäufe getätigt.

Als ich für die Auszeit nach der Operation einen Museumsbesuch geplant hatte, war ich etwas enttäuscht. Die Einschränkung hatte ich nicht als Problem empfunden. Weil ich in den letzten Jahren viele Urlaubsfahrten machte, so waren in Schachteln die Urlaubskarten und Reisenotizen zum chronologischen Sortieren bereit.

 

Durch die Behinderung an der linken Hand waren meine beiden Enkel zur Hilfe bereit. Ich war immer voller Hoffnung und Zuversicht, dass die Krise wieder vorbei geht. Da ich in Zukunft mit einer Dialyse rechnete, hatte ich mit Jahresbeginn alle Urlaubsfahrten und auch die Fitnessstunden gekündigt. Durch meine Einhaltung der genauen Ruhezeit ist mein Blutbefund stabil und ich kann noch ohne Dialyse mit meiner Niereninsuffizienz weiter gut leben. Ich bin jetzt wieder weniger eingeschränkt, da ich regelmäßige Arztkontrollen habe.

 

Ich wurde von Freunden und Familie mit Whats App versorgt und es gab auch ein Lachen über lustige Einlagen. Durch Internet und Live-Stream bin ich mit der turbulenten Welt in Kontakt. Es war wunderbar jeden Tag die 8h Messe über Internet mitzufeiern. Es war bei uns die Kirche zum Gebet geöffnet und daher ging ich mehrmals in der Woche zur Kirche.

 

Leider habe ich keinen Kontakt mit den Hausparteien. Die Familie hat mir jeden Wunsch erfüllt. Durch meine Vorsicht hatte ich mein Auto in Februar zum Service gebracht und so konnte mein Auto in der Corona-Krise in der Garage bleiben.

Mit dem 20. Juni werde ich eine Urlaubsfahrt in Österreich machen und die nächste Woche in der Steiermark genießen.

Erika Hampl

Barbara Stranz: Ich habe es genossen, ins Freie zu können, aber keine Termine außer Haus zu haben.

Liebe Damen der Diözesanleitung, der kfb-Wien!

 

Gerne lasse ich Sie an meinen Erfahrungen während des Lock-down teilhaben.

Ich bin Bäuerin in Pension und lebe mit meinem Mann, meinem Sohn, Schwiegertochter und 3 Enkelkindern in einem Haus. Einsam war ich da nie. Im Gegenteil, da es keine Schule und keinen Kindergarten gab, war noch mehr Leben im Haus, als sonst auch.

Meine Schwiegertochter ist im Lebensmittelhandel tätig und hat die ganze Zeit gearbeitet. Dadurch war ich nicht gezwungen, einkaufen zu gehen.

 

Der Entfall des sonntäglichen Messbesuchs war zwar etwas eigenartig, aber auch das habe ich bald akzeptieren können.

Naturgemäß geht die Arbeit auf einem Bauernhof weiter, ich konnte/musste ins Freie, um in Garten und Feld anfallende Arbeiten zu erledigen. Ein Gefühl des „Eingesperrt Seins“ kam daher nie auf. Im Gegenteil, ich habe es genossen, ins Freie zu können, aber keine Termine außer Haus zu haben.

 

Eine Kurzreise ins Ausland musste leider ausfallen, aber das lässt sich leicht nachholen.

Sie sehen, für mich war die Quarantänezeit keine nennenswerte Belastung.
Videobotschaft: A. Baumgartner

Ingeborg S.: Für die Zukunft – keine Flugreisen mehr, auch nicht unbedingt ans Meer…

(…) Mir gings gut! Mit dem Smartphone viele Kontakte gepflegt, alleinstehende Freundinnen mit Gedächtnisübungen versorgt, begeistert gemacht, Sprüche zum Meditieren bekommen und weitergeleitet. Viel mehr Zeit dazu genommen, ruhiger geworden. (…) Bzgl. Sonntagsmessen, verschiedentlich aus ORF, haben uns zum Teil begeistert. Hauskirche erlebt!! (…) Für die Zukunft – keine Flugreisen mehr, auch nicht unbedingt ans Meer, lieber wieder wie früher, Österreich-Angebote wahrnehmen, Ruhe und Stille einplanen. Nicht mehr alles so wichtig nehmen.

Edith T.: Ich erlebe großen Zusammenhalt in der Familie, im Freundeskreis und der Nachbarschaft

(…) Hat sich mein Blick geändert? Ja! Einkäufe auf das Notwendigste reduziert, keine unnützen Fahrten mit dem Auto. Dabei viel Geld gespart. (…)

Bärbel S.: Die Menschen im Pflegeheim sind besonders arm, weil sie kaum eine persönliche Ansprache bekommen.

Liebes Diözesanleitungsteam!

Habe mich mit Ihrem (Eurem) Brief sehr angesprochen gefühlt. Ja, man wird langsamer, aber mir fehlen – seit der Corona-Krise gewisse Kontakte. Der regelmäßige Besuch im Pflegeheim ist leider z.Z. stillgelegt, was mir sehr fehlt. Diese Menschen sind besonders arm, weil sie keine, oder kaum eine persönliche Ansprache bekommen. Auch in unserem Haus bin ich bei einer älteren Dame Begleitperson zu den ärztlichen Untersuchungen (…) Es tut mir gut, eine Aufgabe zu haben. Das Gefühl, GEBRAUCHT zu werden, gibt mir Kraft und Selbstvertrauen.

Hedi B.: Nach 100 Tagen Corona-Pandemie komme ich mir vor wie eine Mitwirkende im Film CORONAleben.

Es ist ja kaum zu glauben, was wir in all den Wochen und Monaten erlebt haben. Weit weg waren zuerst die Meldungen aus China. Kopfschüttelnd hörten wir Zahlen und Fakten. Die Meldungen aus Italien waren schon ernster zu nehmen. Doch dann kam Tirol – 1. Fall in unserem Bezirk Stockerau. Nun hörten wir genauer all die Meldungen und mit den Infektionsmeldungen kam die ANGST in mir hoch. Wie werden WIR das erleben, überleben? (…)

Schon zu Beginn all dieser Einschränkungen und Ängste fand ich einen Text von der Hl. Theresa von Avila, den ich sogar vergrößert am Gartenzaun befestigte, nachdem ich bei einem etwas entfernteren Nachbarn am Garagentor den Psalm 91 lesen konnte.

Theresa von Avila: „Nichts soll dich ängstigen, nichts erschrecken, alles geht vorüber. Gott allein bleibt derselbe. Alles erreicht der Geduldige und wer Gott hat, der hat alles: Gott allein genügt!“ (…)

Was mich auch nach etwas Lockerung freute, war der 1. Friseurbesuch, dass meine Tochter als Physiotherapeutin wieder arbeiten durfte, und die flotte Musik, gesungen von einem Nachbarn von dessen Balkon. (…)

Dank für all Euer Bemühen und Aufforderung zum Nachdenken und Niederschreiben. Kfb ist und war für mich immer LEBENSBRUNNEN. Darum auch die Ev.Stelle Jesus mit der Frau am Jakobsbrunnen, die mir immer guttut.

Danke für eure Ostergrüße in der eingesperrten Zeit, die besonders guttaten.

Susanne M.: Die stärkste Erfahrung war und ist diejenige der Entschleunigung

Liebe Kfb-Frauen!

 

Ich finde es sehr schön, dass Ihr uns nach unseren Erfahrungen in Bezug auf die Corona-Situation fragt!

Deshalb möchte ich auch kurz ein paar Gedanken dazu einbringen.

 

Die stärkste Erfahrung war und ist diejenige der Entschleunigung. Die Zeit stand plötzlich still und man „musste“ so vieles nicht mehr tun. Das habe ich als unglaublich befreiend empfunden.

 

Auch den Umstieg auf virtuelle Lehre – ich musste nicht an die Uni Graz und an die Donau-Uni Krems pendeln – fand ich als sehr angenehm. Die Zoom-Abwicklung verlief sehr positiv und ergab auch ein sehr positives Feedback, so z.B. dass ich als Lehrende jetzt mehr Teil der Gruppe war.

 

Ich persönlich würde mir auch wünschen, dass es einen Zoom-Austausch mit den Kfb-Frauen gibt, so z.B. wenn es einen Vortrag oder etwas zu besprechen gäbe.

Da ich außerhalb von Wien wohne, bräuchte ich nicht immer so weiter Anfahrtszeiten zurücklegen.

 

Ich wohne direkt am Wald und schöpfe Kraft aus der Natur und den Wanderungen die ich unternehme.

 

Die Beziehung zu meiner Partnerin hat sich auch noch einmal vertieft, sie ist noch inniger geworden und wir verbringen jetzt mehr Zeit miteinander als zuvor, so spielen wir z.B. fast jeden Abend Karten miteinander.

 

Weiters fiel die Corona-Zeit bei mir mit einer Hinwendung zur Mediation zusammen. Ich habe einen Online-Kurs über MBSR gemacht und praktiziere seither die dort angegebenen Übungen.

 

Jetzt bleibt mir nur mehr Euch alles Gute zu wünschen! Auch würde es mich freuen, die Ergebnisse Eurer Befragung zu erfahren und wie es Euch damit geht.

 

Alles Liebe

Susanne

 

 

"Die kfb - BOTIN"

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Termine
Tue., 01. December 2020 19:00
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Thu., 10. December 2020 15:00
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Mon., 14. December 2020 18:00
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„Politik der Liebe“ fordert Gerechtigkeit für alle

Katholische Frauenbewegung Österreichs zur Sozialenzyklika "Fratelli tutti"

[14.10.2020]

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