Mittwoch 16. September 2026
Für uns als Familie

Gemeinsam Innehalten und Danken

 

Die Sommerferien sind zu Ende und der Herbst hält mit seinen bunten Farben Einzug. Wie schön waren die freie Zeit, die Leichtigkeit und Freude. Oft denke ich mir: so sollte das Leben im Grunde immer sein.

 

Nicht, dass wir aufhören zu lernen, in die Schule zu gehen oder Verpflichtungen nicht mehr ernst nehmen. Wohl aber, dass alles, was uns wirklich wichtig ist und aufleben lässt, genügend Zeit und Aufmerksamkeit erhält. Und dass wir uns unseres Wertes bewusst sind: jede/r von uns ist unendlich kostbar und wertvoll - vor aller Leistung und letztlich unabhängig davon.

 

Das soll uns in Erinnerung bleiben, auch jetzt, wo die Schule wieder beginnt, manch stressige Wochen, Leistungsdruck, vielleicht auch Sorge und Angst.

 

In der Begegnung mit Jesus dürfen wir aussteigen aus diesem Getriebe. Im Gebet dürfen wir Jesus als Freund erfahren, der uns annimmt wie wir sind und der uns erinnert: Du bist wundervoll - so wie du bist!

Im Gebet können wir auch Kraft finden für den Alltag.

 

Ein schönes kurzes Gebet, auch zwischendurch, kann sein:

 

Jesus.

(ein Atemzug Pause)

Ich bin da.

(ein Atemzug Pause)

Du bist da.

(ein Atemzug Pause)

Alles ist gut.

(ein Atemzug Pause. Ein Lächeln)

 

 

Die Kraft der kleinen Zeichen

 

Familienleben ist bunt, lebendig und oft voller Termine. Gerade im Herbst, wenn Kindergarten, Schule und Arbeit wieder den Alltag prägen, sind es oft nicht die großen Programme, die uns tragen. Vielmehr sind es die kleinen Zeichen, die uns immer wieder daran erinnern: Wir sind miteinander verbunden. Und Gott ist mitten unter uns.

Diese kleinen Rituale brauchen nicht viel Zeit. Aber sie können den Tag verwandeln. Sie schaffen Inseln des Friedens, Momente der Nähe und Räume, in denen Gottes Segen spürbar werden darf.

 

Bewusst essen

Kultiviert jede gemeinsame Mahlzeit als Fest der Verbundenheit.

Setzt euch, wenn möglich, bewusst an einen Tisch. Legt Handy und Ablenkungen zur Seite. Entzündet eine Kerze und erinnert euch daran:

Jesus ist bei uns.

 

Ein schönes Tischritual könnte sein:

V: Jesus ist bei uns.
A: Ja, er ist in unserer Mitte.
V: Jesus hat uns lieb.
A: In seinen Augen sind wir unendlich kostbar.

Danach kann ein kurzes Dankgebet folgen oder jedes Familienmitglied nennt einen Grund zur Dankbarkeit.

So wird aus einer Mahlzeit mehr als bloße Nahrungsaufnahme. Sie wird zu einem Ort der Begegnung.

 

 

Bewusst aufbrechen

Bevor die Kinder in die Schule oder in den Kindergarten gehen, schenkt euch einen kleinen Segensmoment.

Ein Kreuzzeichen auf die Stirn.

Ein Satz wie:

"Gott segne und behüte dich heute."

Oder:

"Jesus geht mit dir und freut sich auf deinen Tag."

 

Diese wenigen Sekunden können Kindern Geborgenheit schenken und sie daran erinnern, dass sie nie allein unterwegs sind.

 

 

Bewusst heimkommen

Wenn am Nachmittag oder Abend alle wieder nach Hause kommen, nehmt euch einen Augenblick Zeit füreinander.

 

Fragt:

Was war heute schön?

Was war schwierig?

Worüber hast du heute gelacht?

 

Statt sofort in die nächsten Aufgaben einzutauchen, entsteht Raum für echtes Interesse und Verbundenheit.

 

 

Bewusst danken

Am Abend kann jedes Familienmitglied einen Satz vervollständigen:

„Heute bin ich dankbar für ..."

Kinder entdecken dabei oft Dinge, die Erwachsene übersehen:

einen Freund,

ein gutes Essen,

einen Schmetterling,

ein gelungenes Fußballspiel.

 

Dankbarkeit öffnet die Augen für Gottes Geschenke im Alltag.

 

 

Bewusst segnen

Bevor die Kinder schlafen, könnt ihr ihnen die Hand auflegen oder ein Kreuzzeichen schenken.

Vielleicht mit den Worten:

"Gott behüte dich diese Nacht."

Oder:

"Jesus schenke dir einen guten Schlaf und ein frohes Herz."

 

Viele Kinder tragen solche Momente tief in ihrem Herzen.

 

 

Bewusst staunen

Macht im Herbst kleine Entdeckungsspaziergänge.

Sammelt bunte Blätter, Kastanien oder Früchte. Betrachtet die Farben der Natur und fragt:

Was gefällt dir heute besonders?

Worüber staunst du?

Wofür können wir Gott danken?

 

Staunen ist eine der schönsten Formen des Gebets.

 

 

Bewusst füreinander beten

Legt gemeinsam eine kleine Familienschale an.

Auf Zettel können Anliegen geschrieben oder gemalt werden:

Oma ist krank.

Eine Schularbeit steht bevor.

Ein Streit belastet uns.

Ein Freund braucht Hilfe.

 

Ab und zu zieht ihr einen Zettel heraus und betet gemeinsam dafür.

So lernen Kinder: Alles hat Platz bei Gott.

 

 

Bewusst Freude feiern

Nicht nur Geburtstage verdienen Aufmerksamkeit.

Feiert auch kleine Erfolge:

die erste Schulwoche geschafft,

ein mutiges Gespräch geführt,

jemandem geholfen,

einen Streit versöhnt.

Ein gemeinsames Eis, eine Kerze oder ein Lied können sagen:

Das Leben ist ein Geschenk.

 

Aus der Kraft leben

Die kleinen Zeichen verändern nicht unbedingt den Alltag. Aber sie verändern, wie wir ihn erleben.

Sie erinnern uns daran, dass wir nicht nur funktionieren müssen. Dass wir geliebt sind. Dass wir einander geschenkt wurden. Und dass Christus mitten unter uns lebt.

So werden aus gewöhnlichen Augenblicken heilige Momente. Und aus dem Alltag wächst Schritt für Schritt ein von Gottes Segen getragenes Familienleben.

 

 


ZU BEGINN | FÜR MICH SELBST | FÜR UNS ALS PAAR | FÜR UNS ALS FAMILIE

Der Verbundenheit als Familie Zeit und Raum schenken

 

Der Sommer ist eine Zeit der Sehnsucht, gerade auch für Kinder. Es ist warm draußen, man kann viel Lustiges unternehmen und in der Regel haben die Eltern mehr Zeit als unterm mitunter stressigen Schuljahr.

 

 

Vielleicht gelingt es Euch, gemeinsam mit Euren Kindern jede Woche der Sommerferien etwas ganz Neues einzuplanen. Achtet dabei darauf, dass jedes Kind ihre/seine Bedürfnisse äußern kann und jede/r auf seine Kosten kommt. Bei 9 Wochen gibt es ja jede Menge Möglichkeiten.

 

 

Überlegt Euch als Familie:

  • Wie wollen wir als Familie diesen Sommer gestalten?
  • Welchen positiven Erfahrungen vom letzten Sommer wollen wir auch 2024 wieder Raum geben und wie wird uns das gelingen?
  • Was ist uns heuer besonders wichtig?
  • Was wollen wir heuer ganz neu erleben?

 

Unsere Familienüberschrift über den Sommer

 

Ich ermutige euch, eurer Sehnsucht auf die Spur zu kommen. Wer mit der eigenen Sehnsucht verbunden ist, taucht seine Wurzeln in die Quelle des Lebens. Wer mit der eigenen Sehnsucht in Berührung kommt, öffnet auch die Türe zu Gott.

 

 

 

Der Sommer will eine Zeit werden, in der all das Gute, Einzigartige und Schöne, das in Euch allen angelegt ist, sich noch weiter entfalten und erblühen will. Er soll für Euch als Familie eine wunderschöne, reiche,  gesegnete und unvergessliche Zeit werden.

 

 

 

Nehmt euch auch weiterhin Zeit fürs gemeinsame Gebet.
Als Familie zu beten ist eines der größten Geschenke und schenkt einen unerschöpflichen Reichtum an Segen und Verbundenheit.

 

 

 

Die Kraft der kleinen Zeichen

 

Ich ermutige euch zu den sogenannten kleinen Zeichen, die euch mitten im Familienalltag einen Augenblick des Innehaltens schenken und ein Aufatmen in der Kraft der Verbundenheit mit Jesus und untereinander.

 

Bewusst.Essen
Kultiviert jedes Essen als Festmahl der Verbundenheit. Jede Mahlzeit, die in Gemeinschaft eingenommen wird, darf in Jesu Namen gefeiert werden.

Ein Kreuzzeichen zu Beginn.

Ein kurzer Segenstext oder ein freies Gebet mittendrin oder am Ende.

Ein Wort des Dankes oder der Bitte für Andere.

Ein bewusstes Brot-Brechen und dabei erinnern: Christus ist mit uns.
 

Ein schönes Gebet, das jedes Essen begleiten kann ist:
V: Jesus ist bei uns.
A: Ja, er ist in unserer Mitte.
Dann könnt ihr eine (LED)-Kerze anmachen/entzünden.

 


So wird jedes Essen zu einem besonderen Ereignis

in einer anderen Zeit-Qualität.

 

Es wird ein heraustreten aus dem Getriebe der Zeit

und ein Hineinwenden in die Ruhe und segnende Kraft Gottes.

 

 


Nutzt den Sommer auch für viele kleine Zeichen, Aufmerksamkeiten und Überraschungen, in dem ihr einander etwas Gutes tut, ein gutes Wort zusagt, einander helft und unterstützt oder kleine Geschenke - einfach so - verteilt.

 

Weitere Ideen:

 

Gemeinsam Zeit erleben
Der Sommer schenkt Familien kostbare gemeinsame Zeit. Nutzt die langen Tage für Ausflüge, Spiele und kleine Abenteuer. Oft sind es nicht die großen Unternehmungen, sondern die gemeinsamen Erlebnisse, an die sich Kinder später besonders gerne erinnern.

 

Die Schöpfung entdecken
Geht gemeinsam auf Entdeckungstour: Beobachtet Tiere, sammelt schöne Steine oder Blumen, betrachtet die Sterne am Himmel. Sprecht darüber, wie vielfältig und wunderbar Gottes Schöpfung ist.

 

Dankbarkeit einüben
Nehmt euch am Abend ein paar Minuten Zeit und erzählt einander: Was war heute besonders schön? Wofür bin ich dankbar? So lernen Kinder, die kleinen und großen Geschenke des Lebens wahrzunehmen.

 

Handys aus – Familie an
Plant bewusst Zeiten ohne Bildschirme. Ein gemeinsames Picknick, ein Spieleabend oder eine Radtour schaffen echte Begegnungen und stärken den Zusammenhalt.

 

Freude teilen
Überlegt gemeinsam, wem ihr eine Freude machen könnt: den Großeltern, Nachbarn oder Freunden. Eine selbstgemalte Karte, ein Besuch oder ein kleines Geschenk zeigen Kindern, wie schön es ist, füreinander da zu sein.

 

Zeiten der Ruhe schaffen
Neben Spiel und Action brauchen Kinder auch Momente der Stille. Ein gemeinsames Gebet, eine kurze Geschichte aus der Kinderbibel oder ein Segensritual vor dem Schlafengehen können Halt und Geborgenheit schenken.

 

Erinnerungen schaffen

Legt ein „Sommerglas“ an. Jedes Familienmitglied schreibt schöne Erlebnisse, lustige Momente oder Dinge, für die es dankbar ist, auf kleine Zettel. Am Ende der Ferien werden alle Zettel gemeinsam gelesen.
 

Familien-Challenge für den Sommer

Wie können wir als Familie diesen Sommer so gestalten, dass Freude, Gemeinschaft und Gottes Liebe in unserem Alltag spürbar werden?

 

 


 

So wird diese Sommerzeit zu einer ganz besonderen Zeit und ihr werdet als Familie spüren, wie Gottes Gegenwart und vor allem Jesus selbst hier ganz sichtbar wirksam und erfahrbar werden kann.

 


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Pastoral in familiären Lebensrealitäten
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