Mittwoch 18. März 2026
Inspiration

Von der heilsamen Kraft der Treue

Menschliches Leben ist auch geprägt von Schicksalsschlägen, Leid, Tod und Trauer.
Es ist geprägt von Kreuzwegen. 

Durch die Fastenzeit werden in unseren Kirchen Kreuzwegandachten gefeiert. Sie sind ein Gedenken und Erinnern jenes Weges, den Jesus gegangen ist. Unerträglich und doch hat er durchgehalten und ist treu geblieben. Die Treue Jesu im Leid ist zugleich eine berührende Erinnerung an die Treue Jesu mit dir und deinem Leben. Er, der bis ins Letzte, in die äußerste Todesangst und in den Tod hinein treu geblieben ist, und auferstanden ist und lebt. Er ist auch dir treu in jeder Sekunde in jeder Erfahrung deines Lebens.

 

Ein Kreuzweg ist also auch ein heilsames Hineinwenden in die Treue Jesu.

 

Wege im und durch das Leid

Der Kreuzweg erinnert uns auch an die viele Kreuzwege des eigenen Lebens und die Kreuzwege der Welt. Gerade in dieser Zeit sind diese so augenscheinlich: die vielen Kriege, Geiselnahmen, Terror, Hunger, Not, Gewalttaten, auch hier bei uns in unserem Land, schwere Krankheiten, Schicksalsschläge, die wir im Fernen, im Nahen und im eigenen Leben kennen. Gottes Erlösungstat – und das ist sehr wichtig und eine Auszeichnung des Christentums – ist nicht das Wegwischen oder Abwenden von Leid. Gottes Erlösungstat ist die Auferweckung im Tod. Deswegen ist das Kreuz das Zeichen des Christentums. Wenn wir das Kreuz sehen, dann sehen wir Christus, der gelitten hat, der sogar in den Tod gegangen ist und der im Tod auferweckt wurde. Das heißt, ans Kreuz genagelt wurde der Tod und was bleibt, ist das Leben. Und das Leben findet statt. Auch im Leid. Auch im Leid sind wir lebendig- auch im Leid sind wir nicht alleine, sondern Christus ist mit uns.

Darüber hinaus sind kostbare Menschen mit uns, die uns begleiten, für uns beten, uns unterstützen, die für uns Engel sind. Vielleicht möchtest du konkreten Menschen bewusst Danke sagen.

Der christliche Lebensweg ist ein Weg mitten in der Welt, ein Weg, der das Leid wahrnimmt, der das Leid nicht negiert, vielmehr ein Weg, der mit dem Leid lebt und der das Leid durchlebt.

 

Vom Vertrauen zum Leben

Christliches Leben bedeutet auch im Leid, in der Treue zu bleiben und an der Treue festzuhalten. Im Leid Vertrauen dürfen, dass Gott mit uns ist und Jesus ein erfahrener Begleiter. Christliches Leben bedeutet auch die Perspektive wahrnehmen, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern  ein Hinübergang: in die Auferweckung, das Auferstehen in ein Leben das kein Ende kennt und ein Leben, das auch kein Leid mehr kennt.

 

Wenden wir uns also in dieser Osterzeit bewusst dem Leben Jesu zu und tauchen wir ein in seine Treue, die auch uns gilt, dir und mir. Jesus ist unser Wegbegleiter. Nichts Menschliches ist ihm fremd. Er geht mit und in jedem Augenblick, wo du dich ihm zuwendest, fließen Segen, Trost und Liebe in deinen konkreten Lebensalltag.

 

In der Kraft des Innehaltens und des Dankens

Bernhard von Clairvaux († 1153)

Aus einer Predigt zum Psalm 91

 

 

Sie behüten dich auf all deinen Wegen

 

 

"Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen." (Ps 91,11) "Sie sollen dem Herrn danken für seine Huld, für sein wunderbares Tun an den Menschen." (vgl. Ps 107,8) Sie sollen ihn preisen und unter den Völkern verkünden, dass der Herr an ihnen Großes getan hat. (vgl. Ps 126,2) Herr, was ist der Mensch, dass du auf ihn achtest? Oder warum richtest du deinen Sinn auf ihn? (vgl. Ijob 7,17)

Du richtest deinen Sinn auf ihn, du sorgst dich um ihn, und du sorgst für ihn.

 

Zuletzt schickst du ihm deinen Eingeborenen, gibst ihm den Heiligen Geist und versprichst ihm dein Angesicht. Damit aber keiner der Himmlischen von der Mühe und Sorge entbunden ist, schickst du unseretwegen die seligen Geister zum Dienst aus, (vgl. Hebr 1,14) bestimmst sie zu unserem Schutz und befiehlst ihnen, unsere Erzieher zu sein.

 

"Er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen." (Ps 91,11) Welche Ehrfurcht muss dir dieses Wort einflößen, welche Hingabe in dir hervorbringen und welches Vertrauen muss es dir schenken. Ehrfurcht wegen ihrer Anwesenheit, Hingabe wegen ihres Wohlwollens, Vertrauen wegen ihres Schutzes. Sie sind also da, sie sind bei dir, nicht nur mit dir, sondern auch für dich. Sie sind da, um zu schützen, sind da, um zu helfen.

Sie sind treu, klug und mächtig; warum zittern wir? Wir brauchen ihnen nur zu folgen, ihnen anzuhangen, und wir leben unter dem Schutz Gottes.

 

 

Gebet zur meditativen Vertiefung:

Seine Flügel bietet er auf für dich, dich zu behüten auf all deinen Wegen. * Auf Händen werden sie dich tragen, damit dein Fuß an keinen Stein stößt.

Kein Unheil wird dir begegnen, deinem Zelt keine Plage sich nahen. * Auf Händen werden sie dich tragen, damit dein Fuß an keinen Stein stößt.

 

 

Wenn wir den Worten von Thomas von Kempen lauschen, dann erahnen wir bereits seine tief verwurzelte Spiritualität voller Vertrauen und Lebendigkeit.

Für diese Zeit lädt der Text zur Vertiefung ein:

 

  • Wie gelingt es mir, mich Gott ganz zuzuwenden und was bedeutet das für mich konkret?
  • Wann wurden mir besonderer Momente dieser Zuwendung geschenkt?
  • Wie fühlt es sich an, wenn meine Seele ganz zur Ruhe kommt und wodurch kann ich diese Zeiten in meinen Lebensalltag integrieren?

 

Thomas von Kempen schenkt uns verschiedene Schlüssel, die Türen zu öffnen vermögen und uns in ein tieferes Erfahren und Begreifen führen können:

 

  • Von ganzem Herzen Gott zuwenden hat eine ganz konkrete Frucht: die Ruhe deiner Seele.
  • Das Reich Gottes ist Friede und Freude im Heiligen Geist
  • Wenn ich es zulasse, wird sich Christus mir ganz zuwenden.
  • Christus betet in mir
  • Die bewusste Ausgestaltung meines inneren Raumes ist ein großer Segen.
  • Ich darf aufhören bei meinem ständigen Bemühen, anderen zu genügen. Wenn du Christus hast, bist du reich und er genügt dir.

 

Der Heilige Augustinus spricht die große Veränderung aus, die der Heilige Geist bewirkt. Berührend sichtbar wird diese in der Entwicklung des Apostels Petrus, der aus Angst im hohepriesterlichen Palastes Jesus im Gespräch am Kohlefeuer mehrmals verleugnet, später jedoch selbst in Todesgefahr mutig und kraftvoll von Jesus spricht und das Reich Gottes verkündet.

 

Wer den Heiligen Geist empfangen hat, ist ganz aufgenommen von der Liebe und in der Liebe geborgen, wie in einem grenzenlosen Ozean.

Furcht gibt es in der Liebe nicht, sie weicht einem grenzenlosen Vertrauen.

So kommt die Seele zur Ruhe und der Geist wird klar und mutig.

 

Vielleicht möchtest auch du diese Zeit nutzen, um ganz einzutauchen ins Meer der Liebe, das der Heilige Geist uns offenlegt.

In der Kraft der Verbundenheit

Wenn wir den Worten von Thomas von Kempen lauschen, dann erahnen wir bereits seine tief verwurzelte Spiritualität voller Vertrauen und Lebendigkeit.

Für diese Zeit lädt der Text zur Vertiefung ein:

 

  • Wie gelingt es mir, mich Gott ganz zuzuwenden und was bedeutet das für mich konkret?
  • Wann wurden mir besonderer Momente dieser Zuwendung geschenkt?
  • Wie fühlt es sich an, wenn meine Seele ganz zur Ruhe kommt und wodurch kann ich diese Zeiten in meinen Lebensalltag integrieren?

 

Thomas von Kempen schenkt uns verschiedene Schlüssel, die Türen zu öffnen vermögen und uns in ein tieferes Erfahren und Begreifen führen können:

 

  • Von ganzem Herzen Gott zuwenden hat eine ganz konkrete Frucht: die Ruhe deiner Seele.
  • Das Reich Gottes ist Friede und Freude im Heiligen Geist
  • Wenn ich es zulasse, wird sich Christus mir ganz zuwenden.
  • Christus betet in mir
  • Die bewusste Ausgestaltung meines inneren Raumes ist ein großer Segen.
  • Ich darf aufhören bei meinem ständigen Bemühen, anderen zu genügen. Wenn du Christus hast, bist du reich und er genügt dir.

 

Der Heilige Augustinus spricht die große Veränderung aus, die der Heilige Geist bewirkt. Berührend sichtbar wird diese in der Entwicklung des Apostels Petrus, der aus Angst im hohepriesterlichen Palastes Jesus im Gespräch am Kohlefeuer mehrmals verleugnet, später jedoch selbst in Todesgefahr mutig und kraftvoll von Jesus spricht und das Reich Gottes verkündet.

 

Wer den Heiligen Geist empfangen hat, ist ganz aufgenommen von der Liebe und in der Liebe geborgen, wie in einem grenzenlosen Ozean.

Furcht gibt es in der Liebe nicht, sie weicht einem grenzenlosen Vertrauen.

So kommt die Seele zur Ruhe und der Geist wird klar und mutig.

 

Vielleicht möchtest auch du diese Zeit nutzen, um ganz einzutauchen ins Meer der Liebe, das der Heilige Geist uns offenlegt.

Pastoral in familiären Lebensrealitäten
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