Donnerstag 14. Dezember 2017

Pastoralkonzept

 

Einfach in der Erstellung und wirksam in der Umsetzung. Mit erweiterten Bausteinen zur Vertiefung der Pastoral und zur Partizipation in der Erarbeitung.

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Warum APG2.1? Grund und Anlass

Die Sendung der Kirche, die enormen gesellschaftlichen Veränderungen und die Verknappung der Ressourcen in der Kirche erfordern eine Veränderung im christlichen Leben des Einzelnen und in den kirchlichen Strukturen.

Es ist wie bei einer Geburtstagsfeier, sagt Weihbischof Stephan Turnovszky, wenn er die Hintergründe des Diözesanprozesses erklärt. Der Anlass ist der 50. Geburtstag, der uns zum Feiern „zwingt“, aber der Grund der Feierlichkeiten liegt viel tiefer und ist viel wesentlicher als der offensichtliche Anlass: Er liegt darin, dass die Verbundenheit mit dem Geburtstagskind lebendig bleibt. Ähnlich ist es beim Diözesanprozess: Es gibt dringende Anlässe, aber auch tiefer gehende Gründe.

 

Anlässe: Weniger Gläubige, Finanzen und Priester
Die Anlässe sind schnell aufgezählt und bekannt:

  1. Rückgang der Katholiken: Die Katholische Kirche in der Erzdiözese Wien hat heute rund 40% weniger Mitglieder als vor fünfzig Jahren (1952). Die Gründe liegen zum einen in den schmerzlichen Kirchenaustritten, aber auch weil den Begräbnissen weniger Taufen gegenüber stehen.
  2. Rückgang der Finanzen: Mit dem Rückgang der Mitglieder gehen auch die Finanzen zurück. Wenn in den nächsten Jahren finanzstarke Jahrgänge in die Pension gehen, kommt es zu weitreichende Veränderungen. Ein Budget, das zu 60% für Personalkosten aufkommt, sind auch in diesem Bereich Einsparungen notwendig.
  3. Rückgang der Priester: Auch wenn die Anzahl der Priester im Verhältnis zur Anzahl der Katholiken steigt, ist der Mangel angesichts der etablierten Gottesdienststätten spürbar.

Die Gottesdienstteilnehmenden, Gläubigen und Priester sind in den letzten fünfzig Jahren deutlich weniger geworden, während die Pfarrstruktur gleich geblieben ist und bisweilen sogar ausgebaut wurde. Viele der kirchlichen Ressourcen stehen in Zukunft begrenzt zur Verfügung: nicht nur die Möglichkeiten des Einsatzes von Priestern, sondern ebenso die Zeit und das Engagement aller Getauften und Gefirmten. Dazu kommt, dass die finanziellen Mittel knapper werden und damit z. B.  weniger Bauten erhalten werden können. Denn während beispielsweise der Gottesdienstbesuch um fünfzig Prozent zurückgegangen ist, sind die Kosten für die Erhaltung der Kirchengebäude nahezu gleich geblieben.

 

In Buenos Aires, der Diözese des jetzigen Papst Franziskus, gibt es einen Priester für 3400 Gläubige in 186 Pfarren, während in Wien auf einen Priester 1100 Katholiken in 659 Pfarren kommen.


Gründe: Veränderung der Gesellschaft und gemeinsames Priestertum

  1. Veränderung der Gesellschaft: Eine Kirche, die für die Menschen da ist, muss die Menschen auch verstehen, ohne deswegen ihre Identität aufzugeben. Die Menschen führen ein mobiles, rascheres Leben, sie haben weiter verstreute Freundschaften und kommunizieren mit Hilfe moderner Medien; sie sind bereiter für Veränderungen und Wechsel, sind bereit sich zu engagieren, aber achten auf den Nutzen für sich. Die Gesellschaft ändert sich, und die Kirche muss dort sein, wo die Menschen sind.
  2. Gemeinsames Priestertum: Die Kirche entdeckt immer mehr, was das Zweite Vatikanische Konzil vom gemeinsamen Priestertum aller Getauften gemeint hat. Es widerspricht dem Bild einer Kirche, die von einzelnen „Zuständigen“, wie dem Pfarrer oder neuerdings vom Pastoralassistenten für die Gemeinde gemacht wird. Vielmehr sind die Gläubigen in ihrer gemeinsamen Verantwortung zur Sendung gerufen. Allerdings nicht als Einzelne im Sinne von „Ersatzpfarrern“ sondern als gemeinsame Verantwortung zur Sendung.

Christus will seine Kirche in Dienst nehmen als Zeichen und Werkzeug der Vereinigung mit Gott und der Erlösung der Menschen. Wenn das Zeichen undeutlich, das Werkzeug untauglich wird, muss es neu geschmiedet werden - im Feuer der Prüfung, unter mächtigen Schlägen und im stillen Aufschmelzen des Materials und seiner Ausgießung in die kommende Form. (vgl. Hirtenbrief 2011)

Termine
Do., 18. Januar 2018 18:30
Gebetsabend "Let's make it real"
Fr., 26. Januar 2018 14:30
Alphakurs-Trainingstag
Diözesaner Entwicklungsprozess APG2.1
Stephansplatz 6/1/5/501
1010 Wien

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