
Vor der Marienstatue in Unterheiligenstadt haben schon zahlreiche Menschen im Gebet die Fürsprache der Mutter Gottes gesucht. Die wenigsten haben dabei darüber nachgedacht, wie die Madonna in unsere Kirche gekommen ist. Diese Frage rückt jetzt ins Licht der Öffentlichkeit.
Nicht wenige Unterheiligenstädter waren überrascht, als sie das aktuelle Döblinger Extrablatt in Händen hielten. Darin setzt sich ein Artikel ausführlich mit der Geschichte unserer Madonna auseinander – und dieser Artikel enthält interessante Neuigkeiten.
Bisher ging man davon aus, dass ein Russe unsere Madonna in einer Autowerkstatt fand und zertrümmern wollte. Der ehemalige Pfarrer P. Franz Dreschers hielt 1972 ihre abenteuerliche Geschichte in einem lesenswerten Artikel fest. Höhepunkt dieser Geschichte ist die vereitelte Zerstörung der Madonna durch einen couragierten Mechanikermeister.
> Zum seinerzeitigen Artikel von P. Dreschers
Das im Döblinger Extrablatt veröffentlichte Interview mit Ing. Christoph Kacher lässt die Herkunft der Mutter-Gottes-Statue in neuem Licht erscheinen. Demnach lag sie nicht in einer Autowerkstatt, sondern in einem verlassenen Güterzug, der sich am Bahnhof Heiligenstadt befand. Im Artikel wird außerdem gemutmaßt, es könnte sich um einen jener Kunstgegenstände handeln, die als Raubgut der Wehrmacht von Italien nach Deutschland gebracht werden sollten.
Ob die Statue, wie bisher vermutet, eine Kopie einer Renaissance-Madonna des italienischen Künstlers Lorenzo Ghiberti (1378 – 1455) ist oder nicht, möchte das Döblinger Extrablatt jetzt genauer ermitteln. Aus diesem Grund ruft die Zeitschrift Kunstsachverständige auf, sich in die Suche der wahren Identität unserer Madonna einzuschalten und will sich bei entsprechender Hilfestellung auch erkenntlich zeigen.
> Zum aktuellen Artikel im Döblinger Extrablatt
Ist Ihnen eigentlich schon aufgefallen, dass es zwei gleich aussehende Marienstatuen in unserer Kirche gibt – eine im Innenraum und eine im Turm direkt an der Heiligenstädter Straße? Die Erklärung dafür ist so einfach wie unstrittig: Im Zuge des Kirchenneubaus in den 1960er-Jahren wurde ein Betonabguss der geheimnisumwitterten Madonna, der bereits aus der Zeit der Notkirche stammt, im Turm platziert. Das Original, das sich ursprünglich im Pfarrhaus befand, ist seitdem im Inneren des Kirchenraums zu bestaunen.